26.09.2026 21:18

Regionalliga


Vierte Niederlage: VfL Hameln geht beim TvdH Oldenburg unter

Marc Siegesmund: „Es ist jetzt ein Punkt erreicht, an dem bei einigen im Kopf endlich der Schalter umgelegt werden muss"
Thorge Abel VfL
Kein Durckommen: Für Thorge Abel und den VfL Hameln war in Oldenburg nichts zu holen.

TvdH Oldenburg - VfL Hameln 37:28 (18:13).

Der Fehlstart des VfL Hameln in der Handball-Regionalliga nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Auch am vierten Spieltag blieben die Rattenfängerstädter ohne Punkte und kassierten beim TvdH Oldenburg eine deutliche 28:37 (13:18)-Niederlage. Während der TvdH durch den Heimerfolg den Anschluss zur Tabellenspitze wahrt, verharren die Hamelner nach der vierten Pleite im vierten Spiel auf dem 13. Tabellenplatz und stecken damit tief im Abstiegskeller. Dabei begann die Partie in Oldenburg aus Sicht der Gäste durchaus verheißungsvoll. Bis zum 5:5 durch Louis Fuhlrott in der zehnten Minute agierte der VfL auf Augenhöhe. Im Anschluss schlich sich jedoch einmal mehr der Wurm ins Spiel der Hamelner ein.

Überhastete Aktionen und eine drastisch steigende Fehlerquote spielten den Hausherren in die Karten, die über 11:6 (17.) mühelos auf 13:6 (21.) davonzogen. Zwar fing sich der VfL vor dem Seitenwechsel noch einmal kurzzeitig und verkürzte durch einen 5:0-Lauf auf 11:16, ging aber dennoch mit einem Fünf-Tore-Rückstand (13:18) in die Kabine. „Am Anfang sah es noch ganz gut aus: Wir haben unsere Angriffe ordentlich ausgespielt und hatten vernünftige Abschlüsse. Dann ging allerdings – wie so häufig in den letzten Spielen – unsere Fehlerquote drastisch nach oben. Jens Brückner hat bis kurz nach der Halbzeit gut gehalten, danach kam Janne Fröb rein und hat ebenfalls gut pariert. Beide hatten heute bei uns Regionalliga-Niveau“, stellte VfL-Trainer Marc Siegesmund seinen Keepern trotz des Rückstands ein gutes Zeugnis aus. 
„Einfach erbärmlich“: Siegesmund fordert deutliche Reaktion

Wer nach der Pause auf eine Aufholjagd der Gäste gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Binnen weniger Minuten überrollte der TvdH Oldenburg die Hamelner förmlich und schraubte das Ergebnis mit einem vorentscheidenden 10:1-Lauf auf 28:14 in der 38. Minute in die Höhe. Der VfL leistete sich im Spielaufbau eine Unmenge an Ballverlusten, die von den Oldenburgern eiskalt per Tempogegenstoß bestraft wurden. Auch in der verbleibenden Spielzeit fanden die Gäste keine Mittel mehr, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. „Nachdem wir kurzzeitig wieder im Aufwind waren, konnten wir den Gegner zwar häufiger stoppen, schlossen vorne dann aber unheimlich überhastet ab. Wir dachten offenbar, wir müssten ganz schnell aufs Tor werfen – aber genau diese Qualität haben wir momentan einfach nicht. Der Gegner fährt daraufhin einfache Tempogegenstöße und verwandelt sie eiskalt. Unsere eigenen Gegenstöße haben wir zudem nicht sauber ausgespielt“, haderte Siegesmund mit dem Auftritt seiner Mannschaft. 

Nach dem Abpfiff redete der Hamelner Übungsleiter nicht lange um den heißen Brei herum und nahm seine Leistungsträger deutlich in die Pflicht: „Es ist jetzt ein Punkt erreicht, an dem bei einigen im Kopf endlich der Schalter umgelegt werden muss. Was wir an Bällen wegwerfen, ist teilweise wirklich erbärmlich! Das Spiel war im Grunde ab der 35. Minute gelaufen. Da muss ich meine erste Garnitur jetzt ganz klar in die Pflicht nehmen: Ich möchte nicht darüber reden, sondern verlange, dass wir im nächsten Spiel eine deutliche Reaktion zeigen – die muss jetzt kommen! Wir müssen endlich kapieren, was wir investieren müssen, um zu punkten. Es ist der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr bitte, sondern fordere.“ Mit Blick auf das Gesamtergebnis fügte der Coach: „Das ist aktuell extrem ernüchternd. Man kann in Oldenburg verlieren, aber keinesfalls in dieser Art und Weise. Da kann ich mich im Vergleich zur letzten Woche leider nur wiederholen.“
VfL Hameln: Sebastian Maczka (5), Hannes Grabbe (4), Janne Siegesmund (3/2), Paul Nwachukwu Mbanefo (3), Louis Fuhlrott (3), Andreas Lüer (2), Benjamin Schieb (2), Lasse Jonathan Herzog (2), Tim Jürgens (1), Semih Kaptan (1), Janis Dohme (1), Thorge Abel (1). 
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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