19.09.2026 21:09

Regionalliga


Fehlstart perfekt: VfL Hameln kassiert dritte Niederlage

„Wie eine Jugend- gegen eine Herrenmannschaft“: Einbruch im zweiten Durchgang
Schmerzhaft VfL
Schmerzhafter Saisonstart für Andreas Lüer und den VfL Hameln.

VfL Hameln - SV Beckdorf 23:30 (13:13).

Der Fehlstart des VfL Hameln in der Regionalliga ist perfekt. Die Mannschaft von Trainer Marc Siegesmund unterlag am Samstagabend vor heimischem Publikum dem SV Beckdorf mit 23:30 (13:13). Damit kassierten die Hamelner im dritten Saisonspiel die dritte Niederlage und rutschen auf einen Abstiegsplatz ab – aktuell trägt der VfL die Rote Laterne der Liga. Die Gäste aus Beckdorf feierten hingegen ihren ersten Saisonsieg und rücken ins Mittelfeld der Tabelle vor. Dabei sah es im ersten Durchgang zunächst vielversprechend für die Hausherren aus. Nach einem weitestgehend ausgeglichenen Start konnten sich die Hamelner in der 27. Minute durch einen Treffer von Sebastian Maczka auf 13:10 absetzen. Doch anstatt den Vorsprung weiter auszubauen oder in die Halbzeit zu retten, riss plötzlich der Faden. Bis zum Pausenpfiff kassierte der VfL drei Gegentore in Folge, wodurch es mit einem 13:13-Unentschieden in die Kabinen ging.

„Mit der Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit kann man grundsätzlich noch zufrieden sein: Wir waren kämpferisch gut, hatten eine geringe Fehlerquote und unser Angriffsspiel war druckvoll und mit guter Tiefe", analysierte Trainer Siegesmund den starken Start seiner Sieben. Über den unerklärlichen Einbruch vor der Pause zeigte er sich jedoch verärgert: „Kurz vor der Pause konnten wir uns leicht absetzen – doch genau danach ging es los, dass wir Aktionen nur noch mit Halbgas ausgeführt haben. Wir werfen den Ball nicht, fallen mit dem Ball um oder spielen ihn direkt dem Gegner in die Arme. So sind wir mit einem Unentschieden in die Kabine gegangen und haben unseren Vorsprung leichtfertig verspielt.“
„Wie eine Jugend- gegen eine Herrenmannschaft“: Der Einbruch im zweiten Durchgang

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst noch offen. Janis Dohme glich in der 43. Minute zum 18:18 aus. Danach aber häuften sich die Fehler beim VfL dramatisch, was die Gäste aus Beckdorf gnadenlos ausnutzten. Über 18:21 (46. Minute) zogen die Gäste bis auf 20:25 in der 54. Minute davon. In der Schlussphase fehlte Hameln das Aufbäumen und zudem verlor das Team Andreas Lüer, der nach seiner dritten Zeitstrafe in der 57. Minute disqualifiziert wurde. Am Ende stand eine deutliche 23:30-Heimpleite auf der Anzeigetafel. Trainer Siegesmund fand für den Auftritt im zweiten Durchgang deutliche Worte: „In der zweiten Halbzeit sah das stellenweise aus wie eine Jugend- gegen eine Herrenmannschaft. Wir hatten eine extrem hohe Fehlerquote und sind viel zu oft mit dem Kopf durch die Wand gerannt. Auch die Körpersprache war schlecht. Wir haben dem Gegner so viele Bälle in die Hände gespielt, dass er problemlos davonziehen konnte.“

Mit Blick auf die kommenden Wochen fordert der Coach nun eine Reaktion seiner Mannschaft. „Im 7-gegen-6 haben wir zwar etwas besser agiert als noch gegen Horneburg, aber insgesamt fehlt uns aktuell auf allen Positionen im Vergleich zur letzten Saison das Feuer. Es fehlen schlichtweg ein paar Prozent, um so durchschlagskräftig und gut zu sein wie im Vorjahr", so Siegesmund. Abschließend gab er die klare Richtung für die nächste Zeit vor: „Das müssen wir uns schleunigst wieder erarbeiten und den Schalter dringend umlegen – denn die nächsten Gegner werden keinesfalls leichter. Wir brauchen weniger Konjunktiv, sondern müssen die Bälle einfach wieder reinwerfen. Aktuell sind wir durch die gesamte Mannschaft hinweg weit von der Qualität der letzten Saison entfernt. Da müssen wir aber dringend wieder hin, wenn wir etwas holen wollen.“
VfL Hameln: Janne Siegesmund (6), Louis Fuhlrott (6/3), Janis Dohme (3), Thorge Abel (2), Benjamin Schieb (2), Semih Kaptan (1), Paul Nwachukwu Mbanefo (1), Andreas Lüer (1), Sebastian Maczka (1). 
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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