11.04.2026 21:12
Regionalliga
Hamelner Sieg mit Hindernissen: Rotsünder-Triple beim Ligaschlusslicht
Siegesmund: „Wir haben schon mit besseren Leistungen verloren"

Musste nach den beiden Platzverweisen für seine Kollegen am Kreis die Eisen aus dem Feuer holen: Andreas Lüer.
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – VfL Hameln 31:34 (12:18).
Der VfL Hameln hat am Samstagabend einen Pflichtsieg beim Tabellenschlusslicht der Regionalliga eingefahren. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Disziplinarkarten: gleich drei Hamelner mussten das Feld vorzeitig verlassen.
„Das war von außen nicht schön anzusehen“, bilanzierte VfL-Trainer Marc Siegesmund nach dem 34:31-Auswärtserfolg. Dabei verlief die erste Halbzeit für die Gäste zunächst nach Plan. Dank einer guten Abwehrleistung und einiger soliden Torhüterparaden setzte sich Hameln früh ab und führte zur Pause bereits mit 18:12. Trotz des eher langsamen Spieltempos kam der VfL im Angriff gut zu Toren, erlaubte sich jedoch bereits in dieser Phase „einige dumme Fehler“, so Siegesmund.
Besonders die personellen Schwächungen machten den Gästen zu schaffen. Bereits in der 7. Minute sah Niklas Colusso nach einem Gesichtstreffer die Rote Karte. In der 24. Minute folgte ihm Andreas Gödecke mit derselben Begründung auf die Tribüne. „In Summe haben wir sehr häufig in Unterzahl agiert“, hielt der Coach fest. Dass man das Spiel dennoch kontrollierte, lag laut Siegesmund an der Fehleranfälligkeit des Gegners und der bis dahin stabilen Defensive.
Nach dem Seitenwechsel verlor der VfL jedoch den Zugriff. Die Abwehr war nicht mehr so „griffig“ und auch die Torhüterleistung ließ nach. Im Positionsangriff agierten die Hamelner laut Siegesmund „langsam und pomadig“. Um wieder Schwung in die Offensive zu bringen, stellte der Trainer auf das Spiel mit sieben Feldspielern gegen sechs Verteidiger um. Diese Maßnahme griff: „Es war dann minimal besser, wodurch wir die entscheidenden Tore gemacht haben.“
Zehn Minuten vor dem Ende schwächten sich die Rattenfänger erneut selbst, als Janis Dohme nach seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls mit Rot vom Feld musste. Dennoch brachten die Gäste den Vorsprung über die Zeit. „Wir haben schon mit besseren Leistungen verloren. Ich hätte mir mehr Souveränität gewünscht“, gestand Siegesmund. Dennoch überwog das Positive: Der Klassenerhalt ist nun endgültig sicher. Dass die Leistung nicht glanzvoll war, erklärte der Trainer auch mit den Rahmenbedingungen der letzten Wochen: „Nach zuletzt drei Wochen Pause mit Hallensperrungen und wenig Training ist so etwas auch zu erklären.“
VfL Hameln: Janne Siegesmund (10), Kári Tómas Hauksson (6/4), Andre Brodhage (6), Sebastian Maczka (5), Tim Jürgens (4), Andreas Lüer (3).
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