21.03.2026 21:42
Regionalliga
Erste Punkteteilung: VfL Hameln rehabilitiert sich gegen Oldenburg
Marc Siegesmund: „In der Luft stellt Oldenburg einen Superblock, da mussten wir uns was einfallen lassen und das ist uns gelungen"

Stellte seine Gegner heute vor große Probleme: VfL Hamelns Kári Tómas Hauksson.
VfL Hameln - TvdH Oldenburg 28:28 (15:13).
Am Samstagabend sahen die Zuschauer in der Halle in Afferde ein packendes Duell in der Regionalliga, das am Ende keinen Sieger fand. Der VfL Hameln trennte sich vom TvdH Oldenburg mit einem 28:28-Unentschieden (Halbzeit 15:13). Trotz einer zeitweisen Führung und einer dramatischen Schlussphase in doppelter Unterzahl sicherten sich die Rattenfänger einen verdienten Punkt gegen die körperlich robuste Mannschaft aus Oldenburg.
Die Mannschaft von Trainer Marc Siegesmund erwischte einen guten Start. Kári Tómas Hauksson eröffnete bereits in der ersten Minute den Torreigen zum 1:0. Über ein 5:2 (10.) und 12:9 (23.) behauptete der VfL die Führung, auch wenn Oldenburg durch die körperliche Präsenz immer wieder Nadelstiche setzte. Besonders die Defensive der Gäste, die die beste Abwehr der Liga stellen, forderte die Hamelner heraus. VfL-Coach Marc Siegesmund analysierte nach der Partie: „In der Luft stellt Oldenburg einen Superblock, da mussten wir uns was einfallen lassen und das ist uns gelungen. Im Angriff hatten wir gute Lösungen, vor allem durch Andreas Lüer mit seinen fiesen Flachwürfen.“ Zur Pause führten die Hausherren knapp mit 15:13.
Nach dem Seitenwechsel geriet der VfL-Motor zunächst etwas ins Stocken. Oldenburg nutzte eine Zeitstrafe gegen Sebastian Maczka und glich zum 15:15 aus (33.). In der Folge erspielten sich die Gäste sogar einen Drei-Tore-Vorsprung zum 17:20 (41.). Die Begegnung blieb hitzig: Thorge Abel sah in der 37. Minute die Rote Karte. Doch Hameln bewies Moral. Angetrieben von einem überragenden Kári Tómas Hauksson, der insgesamt neunmal traf, kämpfte sich der VfL Tor um Tor heran. In der 53. Minute brachte Hauksson sein Team mit 27:26 wieder in Front. „Kári Hauksson mit neun Treffern möchte ich heute hervorheben, vor allem war er auch gegen den Mann gut und hatte schöne Schlagwürfe dabei und so den Gegner alt aussehen lassen“, lobte Siegesmund seinen Spieler.
Die letzten Minuten waren an Dramatik kaum zu überbieten. Nach einer Zeitstrafe gegen Andreas Lüer (58.) und einer weiteren Disqualifikation gegen Ayke Donker (58.) agierte der VfL in der entscheidenden Phase mit zwei Spielern weniger auf der Platte. Marc Siegesmund zeigte sich über die Entscheidungen der Unparteiischen verwundert: „Bei der Zeitstrafe für Andreas Lüer in dieser Phase frage ich mich wofür es die Strafe gab? In den letzten zwei Minuten kam der 6. Feldspieler für uns dann zum Einsatz und so haben wir es heute für die doppelte Unterzahl gut hingekriegt.“ Trotz der Unterzahl erzielte erneut Hauksson das 28:27 (59.), ehe Aydrian Dröge für Oldenburg 34 Sekunden vor dem Ende zum 28:28-Endstand ausglich. Trotz des späten Ausgleichs überwog beim VfL die Zufriedenheit über die kämpferische Leistung. „Letztlich ist es für uns ein gewonnener Punkt, vor allem weil wir am Ende mit zwei Leuten in Unterzahl auf dem Feld standen“, so Siegesmund. „Oldenburg ist eine körperliche starke Mannschaft, wir waren körperlich unterlegen, aber haben viel geackert und gekämpft. Der TvdH hat viele Spieler mit ,Gardemaß', 1,95m oder größer und zwei gute Torhüter. Kämpferisch war es einwandfrei, spielerisch auch. Gerade nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel haben wir uns rehabilitiert.“
VfL Hameln: Kári Tómas Hauksson (9/3), Janne Siegesmund (6), Andreas Lüer (5), Tim Jürgens (2), Ayke Donker (2), Sebastian Maczka (2), Andre Brodhage (1), Thorge Abel (1).
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