20.12.2025 23:07

Regionalliga


Trotz Wahnsinns-Kulisse: VfL muss Spitzenreiter ziehen lassen

40 Minuten ganz nah dran / Deutliche Niederlage am Ende „eigene Schuld"

Thorge Abel VfL Hameln Regionalliga
Mit 6 VfL-Treffern in der Rattenfängerhalle: Thorge Abel.

Von Jule Stolpe

VfL Hameln – MTV Großenheidorn 28:37 (15:16).

Das Regionalligatopspiel zwischen dem VfL Hameln und dem MTV Großenheidorn endete mit einer deutlichen 28:37-Niederlage für die Hausherren.

Die Partie in der ausverkauften Rattenfängerhalle dürfte bei dem ein oder anderen Erinnerungen an alte Bundesligazeiten geweckt und zugleich neue, besondere geschaffen haben. Sportlich war gegen den Ligaprimus trotz der außergewöhnlichen Kulisse am Ende jedoch nichts zu holen – und das, obwohl der VfL lange gut mithielt.

Die Hausherren gerieten zwar mit 0:2 in Rückstand, erzielten aber nach vier Minuten durch Andreas Lüer das erste Tor und blieben in der Folge stets dran. In der 11. Spielminute machte der VfL aus einem 3:5 durch Treffer von Lüer und Abel ein 5:5 und glich erstmals aus. Nach rund siebzehn Minuten stand sogar die erste Führung zu Buche (10:9). Es blieb eng: Bis zur Halbzeit setzte sich keines der Teams mit mehr als einem Tor ab – in die Pause ging es mit einem 15:16 aus Sicht der Gastgeber.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns hier und da leider nicht belohnt, den ein oder anderen Ball liegengelassen oder nicht im Tor untergebracht. Dann gehen wir mit einem Tor Rückstand in die Pause – das war alles in Ordnung“, bilanzierte VfL-Coach Marc Siegesmund, der mit der Leistung seines Teams in den ersten vierzig Minuten sehr zufrieden war.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben beide Mannschaften zunächst dicht beieinander. Zunächst konnte sich der MTV einen Zwei-Tore-Vorsprung verschaffen (17:19), anschließend kamen die Hamelner jedoch noch dreimal zum Ausgleich. Zwanzig Minuten vor dem Ende stand es 22:22 – dann folgte die Phase, mit der Siegesmund nicht mehr zufrieden war. „Ab der 40. Minute haben wir den ein oder anderen Fehler im Angriff gemacht, im Sechs-gegen-sechs oder Sieben-gegen-sechs, und hatten nicht mehr die Effektivität, die wir zuvor gezeigt haben“, erklärte er. Der VfL verlor zunehmend die Durchschlagskraft vor dem Tor und wurde auch in der Abwehr unsicherer, sodass es für den Tabellenführer einfacher wurde, seine Chancen zu nutzen und „seinen Stiefel einfach runterzuspielen“, so Siegesmund.

Der VfL konnte nicht mehr nachlegen, der Rückstand wuchs kontinuierlich. Bereits in der 44. Spielminute stand es 22:26, fast vier Minuten lang blieb Hameln ohne eigenen Treffer, während Großenheidorn weiter davonzog. Knapp fünf Minuten vor Schluss hatte der MTV den Vorsprung auf neun Tore ausgebaut (25:34). Zwar trafen Siegesmund, Colusso und Grabbe in der Schlussphase noch, am Ende blieb es jedoch bei der deutlichen 28:37-Niederlage.

Der Stimmung der rund 1.600 Zuschauer in der Halle tat das keinen Abbruch, sie sei über die gesamte Spielzeit hinweg „sehr schön“ gewesen. „Wenn wir hier trainiert haben, war sonst immer absolute Stille – das war heute eine ganz andere Nummer. Die Fans haben genau so Stimmung gemacht wie zu Erstligazeiten“, freute sich Siegesmund unter anderem über die Standing Ovations in den letzten Minuten.

Der Coach zeigte sich insgesamt „sehr dankbar für diesen Tag“ und merkte an, dass sich seine Mannschaft diese Kulisse absolut verdient habe. Trotz der Niederlage zog Siegesmund ein positives Fazit – sowohl zur Partie als auch zur gesamten Hinrunde: „Gegen den Tabellenführer kannst du verlieren. Vielleicht nicht so deutlich, aber daran waren wir am Ende aufgrund der vielen Fehler selbst schuld. Wir haben lange sehr gut mitgehalten, und ich bin mit der Hinrunde insgesamt auch absolut zufrieden.“

Mit Blick auf das kommende Jahr zeigte sich der VfL-Coach optimistisch und hofft, dass sein Team den eingeschlagenen Weg fortsetzt. Zuvor darf jedoch trotz Niederlage dieses absolute Topspiel vor außergewöhnlicher Kulisse gefeiert werden.
VfL Hameln: Janne Siegesmund (8/1), Thorge Abel (6), Andreas Lüer (4), Niklas Colusso (4), Andre Brodhage (1), Tim Jürgens (1), Kári Tómas Hauksson (1), Hannes Grabbe (1), Ayke Donker (1), Sebastian Maczka (1).
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Team AWesA
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