13.12.2025 21:04
Regionalliga
Jürgens-Wahnsinn: Zwei Siebenmeter – und drei Sekunden vor Ende kommt Hauksson!
VfL Hameln siegt nach Krimi / Siegesmund: „Der Gegner hatte vielleicht die besseren Möglichkeiten, aber wir haben uns immer wieder zurückgekämpft“

Cedric Jürgens war der Mann des Abends.

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VfL Hameln – SV Beckdorf 34:33 (17:15).
Wahnsinn in Afferde! In einem regelrechten Krimi hat der VfL Hameln den SV Beckdorf mit 34:33 niedergerungen und sich zwei wichtige Punkte gesichert. Der Held des Abends war Kári Tómas Hauksson, der drei Sekunden vor der Schlusssirene den viel umjubelten Siegtreffer erzielte.
Dabei standen die Vorzeichen für VfL-Trainer Marc Siegesmund alles andere als gut. „Wir hatten ein paar Probleme, da mit Janne Siegesmund, Ayke Donker und Benjamin Schieb wichtige Spieler nicht dabei waren“, erklärte der Coach. Umso stolzer war er auf die Mannschaft, die heute auf der Platte stand: „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie haben das exorbitant gut gemacht, hinten in der Abwehr geackert und jeder hat auf dem Parkett Verantwortung übernommen.“
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Die Hausherren starteten gut und lagen früh mit 6:3 (9.) vorn. Zwar geriet Hameln zwischenzeitlich kurz ins Hintertreffen (7:8/17.), fing sich jedoch wieder und ging mit einer 17:15-Führung in die Pause. Doch in der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.
Hameln behauptete zunächst die Führung (23:21/41.), ehe Beckdorf das Spiel drehte (24:25/45.). In der Schlussphase schien das Spiel endgültig zu kippen, als die Gäste mit 33:31 (56.) in Führung gingen. „Hinten raus haben wir ein bisschen Federn gelassen und lagen mit zwei Toren hinten“, so Siegesmund. Da dem VfL teilweise die Durchschlagskraft fehlte, setzte der Trainer immer wieder auf den siebten Feldspieler: „Das haben wir in verschiedenen Varianten sehr gut gemacht.“
Was folgte, war nichts für schwache Nerven. Sebastian Maczka und Andreas Lüer glichen zum 33:33 (57.) aus. Dann schlug die Stunde von Torhüter Cedric Jürgens. Beckdorf bekam in der 58. und 60. Minute jeweils einen Siebenmeter zugesprochen – doch beide Male blieb der Torjubel aus (57:43/59:31). „Cedric hält uns mit zwei parierten Siebenmetern im Spiel, wodurch wir uns wieder ranrobben konnten. Was war spielentscheidend“, lobte Siegesmund.
Der letzte Angriff gehörte dem VfL. „Wir haben wieder 7 gegen 6 gespielt. Das wollten wir eigentlich gar nicht, aber Cedric kam raus und wir konnten es so kurz vor Schluss nicht mehr ändern“, beschrieb Siegesmund die hektischen Schlusssekunden. „Kári setzt sich dann im Eins-gegen-Eins durch, macht ihn noch rein und dann war Feierabend.“
Für Siegesmund war der knappe Erfolg der Lohn für die Moral seines Teams: „Es war eine absolut kämpferische Leistung. Wir haben Gas gegeben bis zum Schluss. Der Gegner hatte vielleicht die besseren Möglichkeiten, aber wir haben uns immer wieder zurückgekämpft. Am Ende war es ein bisschen glücklich, aber absolut verdient.“
VfL Hameln: Kári Tómas Hauksson (10), Andreas Lüer (8), Andre Brodhage (5), Sebastian Maczka (4), Thorge Abel (3), Tim Jürgens (2/1), Niklas Colusso (1), Janis Dohme (1).
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