08.11.2025 21:32

Regionalliga


19 Spiele ungeschlagen - Alfeld erobert Hamelns Heimfestung!

Siegesmund: „​Nach 19 wirklich guten Leistungen haben wir heute nicht gezeigt, was wir können und wir haben es uns selbst eingebrockt."
Marc Siegesmund VfL Hameln Trainer Handball Oberliga
Hamelns Trainer Marc Siegesmund war alles andere als zufrieden.

VfL Hameln - SV Alfeld 30:32 (16:18).

​Irgendwann reißt jede Serie - so auch beim VfL Hameln. Nach 19 Heimauftritten ohne Niederlage zog der VfL gegen Alfeld den Kürzeren. „​Mir tut es heute für unsere Zuschauer leid. Nach 19 wirklich guten Leistungen haben wir heute nicht gezeigt, was wir können und wir haben es uns selbst eingebrockt."

​SV Alfeld erwischte den besseren Start und setzte sich früh auf 4:1 (4.) ab. „​Vorne waren wir einfach nicht so gallig wie bisher. Das hat und bisher eigentlich ausgezeichnet", lautete das Urteil des Coaches. Erst nach einem deutlichen 2:7-Rückstand (8.) kämpfte sich der VfL, angetrieben durch eine Serie von Tim Jürgens und Finn Ole Vortmeyer, wieder heran und glich zum 7:7 (12.) aus.
Alfeld zog jedoch immer wieder nach, insbesondere durch die torgefährlichen Knut Friedemann Stasch und Noel Morice Hildebrand. Ein 9:12-Rückstand (20.) führte zur ersten Auszeit des Heimteams. Hameln blieb dran, musste aber mit einem 16:18-Rückstand in die Pause.

​Nach der Halbzeit schien der VfL die Wende zu schaffen: Kári Tómas Hauksson und Tim Jürgens glichen umgehend aus (18:18, 31.) und brachten die Hamelner sogar in Führung (19:18, 32.). In der Folge lagen die Hamelner 25:23 (47.) in Front, doch konnten das Momentum nicht aufrecht erhalten. Das Tempo ließ nach und der VfL verfiel in „Schönspielerei", wie Siegesmund es nannte. Hameln lag zwar noch kurz in Führung (26:25, 49.), doch Alfeld nutzte die Gunst der Stunde, spielte seinen „​Stiefel runter" und zog auf 29:26 (52.) davon.

​Trotz eines späten Aufbäumens, das zum Anschlusstreffer 29:30 (57.) führte, sicherten sich die Alfelder den Sieg durch die Treffer von Pascal Schuldes und Knut Friedemann Stasch. Bitter: 30 Sekunden vor Ende hätte Tim Jürgens per Siebenmeter noch auf 31:32 verkürzen können, doch der Versuch fand nicht den Weg ins Tor. Der VfL Hameln musste sich am Ende mit 30:32 geschlagen geben.

„​Wir haben uns die Niederlage selbst ins Nest gelegt", analysierte Trainer Siegesmund nach dem Spiel. Ein entscheidender Faktor war die Chancenverwertung. „Wir sind nicht mit voller Entschlossenheit auf die Abwehr gegangen und haben einige Hundertprozentige nicht verwandelt. Insgesamt hat mir unser heutiger Auftritt nicht gefallen. Wir haben uns scheinbar zu sicher gefühlt und dachten, dass wir nicht an die Grenze gehen müssen", monierte Siegesmund. „Das Spiel müssen wir aufarbeiten und gegen Oldenburg erwarte ich nächste Woche wieder ein anderes Gesicht." ​
VfL Hameln: Tim Jürgens (8/3), Kári Tómas Hauksson (5), Andreas Lüer (4), André Brodhage (3), Janne Siegesmund (3), Finn Ole Vortmeyer (2), Ayke Donker (2), Sebastian Maczka (2), Thorge Abel (1).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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