01.11.2025 21:20
Regionalliga
Burgdorf II stoppt Hamelns Lauf: 40:34-Niederlage beim Tabellenführer
„Wir haben viel gelernt, alles gegeben und alles reingehauen, was machbar war.“

Mussten sich heute gegen TSV Burgdorf II geschlagen geben. Die Handballer vom VfL Hameln.
TSV Burgdorf II – VfL Hameln 40:34 (20:17).
Der VfL Hameln hat am Samstagabend in der Regionalliga beim Tabellenführer TSV Burgdorf II eine 40:34 (20:17)-Niederlage hinnehmen müssen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der es nach drei Minuten 3:3 stand, entwickelte sich zunächst ein munteres Spiel auf Augenhöhe. Doch nach dem 7:7 in Minute 12 folgte die erste Schwächephase des VfL: Burgdorf zog mit sechs Treffern auf 14:8 davon. Erst kurz vor der Pause fanden die Hamelner wieder besser ins Spiel und verkürzten bis zur Halbzeit auf 20:17. „Da haben wir den Kontakt zweimal verloren und hinten raus sind uns die Körner ausgegangen“, erklärte VfL-Trainer Marc Siegesmund nach der Partie. Direkt vor und nach dem Wiederanpfiff sorgte vor allem Andre Brodhage mit mehreren Treffern dafür, dass Hameln wieder herankam – beim 22:20 (33.) war die Partie wieder völlig offen. Doch Burgdorf II blieb abgeklärt und hielt den Aufsteiger mit konstant zwei bis drei Toren auf Distanz.
Beim Stand von 32:30 in der 48. Minute nahm der TSV eine Auszeit – und traf danach nahezu nach Belieben. Eine Zeitstrafe gegen den bis dahin überragenden Brodhage nutzte Burgdorf eiskalt, zog auf 36:31 (52.) davon und entschied damit die Partie vorzeitig. „Wir haben verdient verloren gegen den Tabellenführer, die haben eine schöne Dynamik in ihrem Angriff, was man auch an der Anzahl der Tore sieht“, so Siegesmund. „Unser Angriff war trotz der 34 Treffer nicht besonders gut, wir haben da zu viel liegen lassen – unter anderem zwei Siebenmeter und freie Würfe. Da hat uns etwas die Durchschlagskraft gefehlt.“
In der Defensive fand der VfL ebenfalls kaum ein Mittel gegen die Offensivpower der Gastgeber. „In der Abwehr war es unheimlich schwer, weil Fabrice Wolf und Thorge Lutze ganz viel Tempo und Energie in unsere Abwehr gebracht haben. Das kann man nicht 60 Minuten verteidigen – das machen die schon sehr gut.“ Trotz der Niederlage wollte Siegesmund die Leistung seines Teams nicht schlechtreden: „Wir brauchen uns nicht verstecken, gerade als Aufsteiger. Beim Gegner können einige mit Sicherheit in der dritten Liga spielen. Wir haben viel gelernt, alles gegeben und alles reingehauen, was machbar war.“ Besonders lobte er das Aufbäumen von Andre Brodhage: „Andre war wirklich top, hat bis zur Erschöpfung alles reingehauen und phasenweise den Gegner zur Verzweiflung getrieben.“ Mit der Niederlage endet Hamelns kleiner Lauf in der Regionalliga, die man aber gut einordnen kann.
VfL Hameln: André Brodhage (12/2), Janne Siegesmund (11), Ayke Donker (3), Kari Hauksson (3), Sebastian Maczka (2), Finn Ole Vortmeyer (2), Andreas Lüer (1).
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