08.06.2026 15:39

Oberliga A-Jugend


27:30 gegen Dinklage: Starke Aufholjagd des VfL Hameln wird nicht belohnt

A-Junioren müssen sich im ersten Relegationsspiel geschlagen geben
Kimi Steup
Kimi Steup war mit acht Treffern der beste Werfer für die A-Junioren des VfL Hameln.

VfL Hameln - TV Dinklage 27:30 (11:17).

„Was für eine Kulisse, was für ein Kampf! Im richtungsweisenden Relegationsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga erlebten die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende reichte eine starke Aufholjagd in der zweiten Halbzeit leider nicht ganz aus“, bilanzierte Sebastian Steup, Trainer der VfL Hameln A-Junioren.
Er schilderte den Spielverlauf wie folgt: „Vor einer wirklich überragenden Kulisse zeigten die Jungs von Beginn an Nerven und brauchten eine ganze Weile, um überhaupt ins Spiel zu finden. Im Angriff agierten wir zu oft mit der Brechstange, anstatt auf spielerische Elemente zu setzen. Das war nicht nur unschön anzusehen, sondern kostete auch unheimlich viel Kraft. Hier müssen die Jungs spielerisch noch reifen und lernen, wann der Ball einfach mal zum Nebenmann rausgelassen werden muss, um leichtere Tore zu erzielen. Folgerichtig und völlig verdient ging es mit einem 11:17-Rückstand in die Kabine.“

„Wer als Zuschauer zur Pause dachte, dass wir nun abgeschlachtet werden, der lag absolut falsch“, so Trainer Steup weiter. „Die Mannschaft kam aus der Kabine und spulte eine richtig gute Phase ab. Einziges Manko: Genau in unseren starken Momenten schenkten wir die Bälle immer wieder viel zu leichtfertig her. Bis zur 45. Minute konnte der TV Dinklage seinen Vorsprung von fünf, teilweise sogar sieben Toren halten. Doch dann ging es noch einmal richtig rund! Angetrieben vom lautstarken Publikum kämpften sich die Jungs Tor um Tor heran und verkürzten den Rückstand auf zwei Treffer. Spätestens jetzt merkte jeder in der Halle: Die Jungs glaubten wieder an sich und spürten, dass hier mehr drin war als gedacht.“

In der Schlussphase wurde es emotional: „In der absoluten Crunchtime wurde die Aufholjagd jedoch jäh gebremst. In den entscheidenden 50:50-Situationen wurde konsequent gegen uns gepfiffen, was zusätzlich mit bitteren 2-Minuten-Strafen geahndet wurde. An dieser Stelle müssen leider auch kritische Worte in Richtung Verband gerichtet werden: Dass zu einem so wichtigen Relegationsspiel für die Regionalliga nur ein einziger Schiedsrichter geschickt wird, ist ein absolutes No-Go. Das wird dem Niveau und beiden Mannschaften einfach nicht gerecht.“

Trotz des Ergebnisses fand der Coach lobende Worte für Einzelne: „Trotz der Niederlage gab es auf unserer Seite einige herausragende Leistungen zu verbuchen. Kimi Steup war im Angriff kaum zu bremsen und steuerte acht starke Treffer bei. Fynn Kuper und Emil Schaper glänzten mit starken Paraden und hielten uns im Spiel, wobei Hauke Rosenthal als vorgezogener Deckungsspieler den Spielaufbau von Dinklage störte.“

Für die kommenden Aufgaben zeigte sich Sebastian Steup kämpferisch: „Jetzt heißt es: Mund abputzen, Köpfe schnell wieder hochnehmen und nach vorne schauen! Zeit zum Trauern bleibt nicht, denn mit Nordhorn wartet bereits das nächste Schwergewicht auf uns. Wenn wir im Kampf um den Gruppensieg noch ein Wörtchen mitreden wollen, müssen wir dieses Mal über die vollen 60 Minuten hellwach und auf den Punkt da sein.“
VfL Hameln: Fynn Kuper, Hauke Rosenthal, Moritz Pelz, Bent Kopperschmidt (6/2), Berke Kaptan (3), Kimi Steup (8), Emil Schaper, Finn Hölscher, Davor Marjanovic, Berkay Kaptan (4), Matti Huer (1), Brix Stallmann (1), Joell Steinhoff (4/2).
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Team AWesA
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