12.01.2026 12:18
Oberliga - A-Junioren
Deutliche Steigerung nach der Pause: A-Junioren erklimmen Platz 2
„Auch wenn die erste Hälfte noch viele Baustellen offenbarte, zeigte die Mannschaft nach der Pause Moral, Disziplin und die nötige Qualität"

Fynn Rakel war mit 14 Treffern der beste Werfer der Hamelner.
VfL Hameln – MTV Gifhorn 41:22 (16:14).
Hamelns A-Junioren haben sich in der Oberliga-Tabelle auf Rang zwei vorgearbeitet. Während die Spiele der eigenen B- und C-Jugend witterungsbedingt abgesagt wurden, feierte der VfL einen äußerst deutlichen 41:22-Erfolg gegen den Ligavorletzten aus Gifhorn.
„Die Partie begann wie erwartet intensiv, entwickelte sich in der ersten Halbzeit jedoch zu einem echten Geduldsspiel. Von Beginn an war spürbar, dass beide Mannschaften Schwierigkeiten hatten, zu ihrem Rhythmus zu finden. Das Spiel war über weite Strecken ein hartes Stück Arbeit und teilweise regelrecht vogelwild. Struktur oder Spielfluss waren kaum zu erkennen – stattdessen bestimmten viele kleine Fehler, ungenaue Abschlüsse und hektische Aktionen das Geschehen“, fasste VfL-Trainer Sebastian Steup später zusammen.
Erst nach zwölf Minuten gelang es den Gastgebern, erstmals in Führung zu gehen. Das 6:5 brachte zwar kurzzeitig etwas Sicherheit, änderte jedoch wenig am Gesamtbild. „Insgesamt war in dieser Phase mehr Krampf als Handball zu sehen. In der Abwehr agierten wir viel zu pomadig, waren oft einen Schritt zu spät und ließen dem Gegner zu viele einfache Chancen. Auch im Angriff fehlte jegliche Abstimmung: Statt Zusammenspiel und klarer Abläufe dominierten Einzelaktionen, die nur wenig mit Handball zu tun hatten“, fand Steup klare Worte.
Trotz dieser durchwachsenen Leistung gelang es den Hamelnern, sich bis zur Halbzeitpause eine knappe Zwei-Tore-Führung zu erspielen (16:14). „Ein Vorsprung, der angesichts der tabellarischen Ausgangslage nicht befriedigend war“, kommentierte der Coach und führte aus: „In der Halbzeitpause wurden klare Worte gefunden. Die Vorgabe an die Mannschaft war eindeutig: In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit sollten maximal zwei Gegentore zugelassen werden – und vor allem sollte endlich konsequent in der Abwehr gearbeitet werden.“ Diese Ansprache zeigte sofort Wirkung. Die Defensive stand nun deutlich kompakter, half sich gegenseitig aus und zwang den Gegner immer wieder zu schwierigen Abschlüssen.
„Besonders auffällig war in dieser Phase Torhüter Fynn Kuper, der sich im Vergleich zur ersten Halbzeit deutlich steigerte. Mit mehreren starken Paraden, insbesondere bei Tempogegenstößen, brachte er den Gegner zur Verzweiflung. Insgesamt blieb unsere Mannschaft sogar ganze elf Minuten ohne Gegentor – ein beeindruckender Lauf, der den Grundstein für den deutlichen Sieg legte“, fuhr Steup fort.
Mit der Sicherheit aus der stabilen Abwehr kam auch im Angriff mehr Ruhe ins Spiel. Die Aktionen wurden klarer, die Chancen besser herausgespielt und konsequent genutzt. „Zudem hat Gifhorn immer wieder den Torhüter rausgenommen, sodass wir mehrfach aufs leere Tor werfen konnten. Der Vorsprung wuchs stetig an, ohne dass der Gegner noch einmal ernsthaft herankam“, ergänzte der Trainer.
Am Ende stand ein ungefährdeter 41:22-Sieg. „Der war in dieser Höhe – vor allem aufgrund der starken zweiten Halbzeit – absolut verdient. Auch wenn die erste Hälfte noch viele Baustellen offenbarte, zeigte die Mannschaft nach der Pause Moral, Disziplin und die nötige Qualität, um das Spiel klar für sich zu entscheiden“, fasste der Coach ein abschließendes Fazit.
VfL Hameln: Ole Himler, Mika Koß (8), Fynn Rakel (14/3), Bent Kopperschmidt (1), Jonas Czizikowski (2), Paul Barbisan (2), Kimi Steup (3), Fynn Kuper, Finn Hölscher (2), Benjamin Schieb (5), Berkay Kaptan (1), Aaron Kleine (2), Justin Beljan, Lennox Siever (1)
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