26.09.2026 19:23
Oberliga Frauen
Schwache Wurfquote wird zum Verhängnis: Rohrsen verliert bei Heidmark
Saulius Tonkunas: „Dennoch haben wir heute nicht die Köpfe hängen gelassen und glauben weiter an uns. Es war heute einfach extrem schade.“

Für den MTV Rohrsen und Trainer Saulius Tonkonas war die Wurfqoute zum verzweifeln.
HSG Heidmark - MTV Rohrsen 28:18 (13:9).
Der MTV Rohrsen hat am 3. Spieltag der Oberliga Frauen eine Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. In der Thormarcon-Arena in Dorfmark unterlag die Mannschaft von Trainer Saulius Tonkunas der HSG Heidmark mit 18:28 (9:13). Durch diesen Heimerfolg zieht Heidmark in der Tabelle am MTV vorbei und belegt nun den achten Rang (2:4 Punkte), während Rohrsen auf den neunten Platz abrutscht. Die Rohrsenerinnen erwischten einen ordentlichen Start in die Partie: Cathrin Trant erzielte in der zweiten Minute die Führung zum 1:0, und bis zur elften Minute blieb das Geschehen nach einem Treffer von Felia Sempf zum 5:4 für den MTV ausgeglichen.
In der Folge erarbeitete sich die Heimmannschaft jedoch Vorteile und setzte sich mit einem 4:0-Lauf auf 8:5 ab (15.). Über die Stände von 11:7 (20.) und 12:9 ging es schließlich mit einem 9:13-Rückstand aus Sicht der Gäste in die Halbzeitpause. „Spielerisch konnten wir auch mit Heidmark wieder gut mithalten, aber wir haben erneut dieselbe Krankheit wie im letzten Spiel gezeigt: Wir verwerfen schlichtweg zu viele Bälle. Wenn das so ist, kann man ein solches Spiel nicht gewinnen. Wir sind zwar immer drangeblieben, verwerfen aber ausgerechnet die freien Bälle – da ist unsere Quote einfach zu schwach, um etwas Zählbares einzufahren. Es ist mir ein Rätsel, warum wir in diesen Situationen so viel liegen lassen“, resümierte Trainer Saulius Tonkunas das Geschehen im ersten Durchgang.
Ladehemmung in der Schlussphase: Sechs freie Chancen vergeben
Auch nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gäste aus Rohrsen wieder heran. Durch Treffer von Birte Gellermann und Cathrin Trant verkürzte der MTV in der 40. Minute auf 14:17. Bis zum 17:21 in der 49. Minute durch Victoria Pook blieb die Begegnung in Reichweite. In den verbleibenden Minuten übernahm die Heimmannschaft jedoch endgültig die Kontrolle über die Partie, da Rohrsen im Abschluss das nötige Quäntchen Glück fehlte. Heidmark nutzte die Ballgewinne konsequent aus und zog in den letzten fünf Minuten entscheidend auf den 28:18-Endstand davon.
„Spielerisch war ansonsten alles völlig okay, die Abwehr stand super und taktisch war alles in Ordnung. Wir haben unsere Abläufe gut durchgebracht, aber eben viel zu selten das Tor getroffen. Es kam einiges zusammen – und wenn wir mal gut geworfen haben, war die gegnerische Torfrau noch besser. Wir müssen uns bei der Wurfquote also steigern, um wieder zu punkten“, erklärte Tonkunas nach dem Abpfiff. Mit Blick auf die entscheidende Phase ergänzte der Coach: „Elf Minuten vor Schluss steht es 21:17 und wir verwerfen in dieser Phase sechsmal frei vor dem Tor – das ist extrem ärgerlich! In den letzten fünf Minuten haben wir dann leider noch einige Gegentore kassiert. Chancen hatten wir wahrlich genug. Dennoch haben wir heute nicht die Köpfe hängen gelassen und glauben weiter an uns. Es war heute einfach extrem schade.“
MTV Rohrsen: Victoria Pook (7/2), Birte Gellermann (3), Cathrin Trant (3), Mia Marie Pape (2), Felia Sempf (1), Zoe Winter (1), Lina Müller (1).
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