02.05.2026 21:22

Oberliga Frauen


UPDATE: Rohrsen bleibt Oberligist!

32:32-Unentschieden im Saisonfinale / Treffer in der Schlusssekunde sorgt für Diskussionen / Ursprüngliche Headline: Rohrsen zwischen Klassenerhalt, Protest und quälender Ungewissheit
MTV ROhrsen Handball Oberliga Frauen Klassenerhalt Gruppenbild
Große Freude beim MTV Rohrsen. Foto: privat.

Birte Gellermann MTV Rohrsen
Birte Gellermann überragte einmal mehr auf Rohrser Seite.

MTV Rohrsen – SC Germania List 32:32 (18:14).

UPDATE:
Mittlerweile steht fest: Rohrsen bleibt in der Oberliga! Die SG Zweidorf/Bortfeld unterlag bei der HSG Heidmark 22:28 und Eintracht Hildesheim beim Northeimer HC mit 25:35. Dadurch beendet der MTV die Saison auf dem neunten Platz - sehr zur Freude der beiden Trainer Saulius Tonkunas und Giovanni Di Noto, die noch im Nachgang ihre Vertragsverlängerung bekannt gaben. Vom Einspruch (siehe unten) sieht der Verein ab. Vor der Saison galten die Rohrserinnen, sich mitten um Umbruch befindend, als erster Abstiegskandidat. Bis zum letzten Spieltag kämpften sie gegen ihr Schicksal an. Und das mit Erfolg.
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Dramatischer hätte der letzte Spieltag in der Sporthalle Hohes Feld kaum enden können. Im Duell zwischen dem MTV Rohrsen und dem SC Germania List leuchtete nach 60 Minuten ein 32:32 auf der Anzeigetafel. Doch während die Gäste den späten Ausgleich bejubelten, herrschte auf Seiten des MTV Unmut über die letzte Aktion des Spiels – immerhin hätte der Sieg den sicheren Klassenerhalt bedeutet. Stattdessen müssen die Schwarz-Weißen nun warten, wie die Konkurrenz spielt.

Der Fokus nach dem Abpfiff lag auf dem vermeintlichen Ausgleichstreffer durch Julia Müller exakt mit der Schlusssirene. Für Rohrsens Trainer Saulius Tonkunas war die Sache jedoch eindeutig: „Der letzte Wurf war noch in der Luft, nicht im Tor. Meiner Meinung nach darf man das nicht geben. Wir haben vorsorglich Einspruch eingelegt und müssen jetzt warten, wie die Konkurrenz spielt. Schaffen wir den Klassenerhalt auch so, ist es letztlich nicht mehr entscheidend.“
Starke erste Hälfte und Kampf bis zur Schmerzgrenze
Rein sportlich lieferten sich beide Mannschaften ein hochklassiges Spiel. Der MTV startete furios und erarbeitete sich durch eine starke Anfangsphase eine 7:3-Führung (10.). Vor allem Birte Gellermann wirbelte auf Linksaußen und trug maßgeblich zur 18:14-Pausenführung bei. Nach dem Seitenwechsel drehte List, für die es tabellarisch um nichts mehr ging, jedoch auf und warf „alles rein“, so Tonkunas. Die Gäste kämpften sich Tor um Tor heran und gingen beim 24:23 in der 47. Minute erstmals in Führung. „Wir mussten heute an die Schmerzgrenze gehen“, betonte Tonkunas, dessen Team in der Abwehr leidenschaftlich zusammenarbeitete, um zu punkten.

Sonderlob für Gellermann, Baba und Ngangu
Neben der achtfachen Torschützin Birte Gellermann erhielt auch Weronika Baba (6 Tore) ein Sonderlob vom Trainer für ihre Leistung. Ein besonderer Moment war es zudem für Torhüterin Cintia Ngangu. In ihrem letzten Spiel für den MTV zeigte sie eine „super Leistung“ und rettete ihrer Mannschaft mehrfach die Führung. Ngangu wird den Verein studienbedingt verlassen und wegziehen. „Gegen so ein starkes Team zu punkten, ist eigentlich ein gutes Ergebnis für uns. Der Gegner hat heute alles gegeben, obwohl es für ihn um nichts mehr ging. Das verdient Respekt. Dennoch ist es für uns jetzt ärgerlich, da das letzte Gegentor einen Beigeschmack hat und möglicherweise über Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden kann“, bilanzierte Tonkunas trotz des Ärgers über die Schlusssekunde.

Wie ist die Lage?
Am späteren Abend spielen die SG Zweidorf/Bortfeld und Eintracht Hildesheim ihre Spiele gegen HSG Heidmark und Northeimer HC. Gewinnen beide das Spiel, steigt Rohrsen ab. Ansonsten bleibt der MTV drin – denn den besseren direkten Vergleich hat die Tonkunas-Sieben bereits in der Tasche. Bedeutet: Bei Punktgleichheit ist Rohrsen vorne.
MTV Rohrsen: Birte Gellermann (8), Victoria Pook (7), Weronika Baba (6), Nike Alexa Frede (5), Felia Sempf (3), Cathrin Trant (3).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
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