25.04.2026 19:56
Oberliga Frauen
Drama pur in Hildesheim: Trant wirft Rohrsen drei Sekunden vor Schluss ins Glück!
40:39-Auswärtssieg bei Eintracht Hildesheim / MTV hat Klassenerhalt am letzten Spieltag wieder in der eigenen Hand

Große Freude beim MTV Rohrsen.
Eintracht Hildesheim – MTV Rohrsen 39:40 (22:21),
Was für ein Abstiegskrimi! In einer torreichen und hochspannenden Begegnung sicherte sich der MTV Rohrsen einen hauchdünnen 40:39-Erfolg bei Eintracht Hildesheim. Der entscheidende Moment ereignete sich dabei erst drei Sekunden vor der Schlusssirene, als alle Emotionen bei den Gästen hochkochten. Durch den Sieg hat Rohrsen einen Spieltag vor Saisonende den direkten Vergleich mit den nunmehr punktgleichen Konkurrenten aus Hildesheim sowie Zweidorf/Bortfeld gewonnen und das rettende Ufer erreicht.
Dass dieses Spiel nichts für schwache Nerven sein würde, deutete sich bereits im ersten Durchgang an. In einer Partie, in der die Offensivreihen beider Teams dominierten, ging es mit einer knappen 22:21-Führung für die Gastgeberinnen in die Kabinen. Hildesheim erwies sich als der erwartet schwere Gegner. „Der Gegner war heute stark und hat nie nachgelassen“, zollte Rohrsens Trainer Saulius Tonkunas der Eintracht Respekt.
Moral bewiesen: Vom Vier-Tore-Rückstand zum Sieg
Nach dem Seitenwechsel schienen die Felle für den MTV zunächst wegzuschwimmen. Die Eintracht baute den Vorsprung zeitweise auf vier Tore aus (19:14, 23. & 25:21, 36.). Doch Rohrsen bewies Moral. „Wir haben Charakter gezeigt“, so Tonkunas, der die tolle Entwicklung seiner Mannschaft hervorhob. „Vor einigen Monaten sah das noch anders aus. Da haben wir uns teilweise hängen lassen. Heute hat sich die Mannschaft gewehrt. Es war kein schönes Spiel, aber unglaublich intensiv. Wir haben hier heute alles auf der Platte gelassen.“ Drei Minuten vor dem Ende führten die Gäste bereits mit zwei Toren und hatten sogar die Chance, auf plus drei zu erhöhen. Stattdessen glich Hildesheim durch Jana Gruetzner zum 39:39 aus (60.).
Trant sorgt für den emotionalen Höhepunkt
Die Schlusssequenz war schließlich an Dramatik nicht zu überbieten: Eva Hahlbrock eroberte den Ball und bediente Cathrin Trant. Diese behielt die Nerven und erzielte drei Sekunden vor dem Ende den 40:39-Siegtreffer. Ein Sonderlob vom Trainer gab es für die gesamte Mannschaft, besonders aber für das Trio Victoria Pook, Weronika Baba und Matchwinnerin Cathrin Trant.
Alles in eigener Hand
Durch den Erfolg und den nun besseren direkten Vergleich gegenüber Eintracht Hildesheim – bedingt durch die mehr erzielten Auswärtstore – sowie Zweidorf/Bortfeld hat der MTV Rohrsen am letzten Spieltag wieder alles in der eigenen Hand. Zwar ist der Klassenerhalt rechnerisch noch nicht zu 100 Prozent sicher, doch die Ausgangslage könnte angesichts der Ausgangslage nicht besser sein. „Den Moment können wir feiern, aber ein Spieltag ist noch. Jetzt können wir das schaffen, was uns vor und auch während der Saison viele nicht zugetraut haben. Wir galten als einer der sicheren Absteiger. Und jetzt können wir aus eigener Kraft die Klasse halten“, blickte Tonkunas bereits voraus. Am 2. Mai geht’s im Hamelner Hohes Feld gegen Germania List.
Eintracht Hildesheim: Antonia Westland (14/4), Marie Franke (8), Sophie Hollenbach (6), Eyleen Schulz (3), Jana Gruetzner (3), Celine Sperling (3), Carolin Bollermann (1), Lucy-Marie Lefringhausen (1).
MTV Rohrsen: Weronika Baba (9/3), Birte Gellermann (8), Cathrin Trant (7), Victoria Pook (7), Felia Sempf (4), Nike Alexa Frede (2), Lucie Albrecht (2/2), Eva-Jasmin Hahlbrock (1).
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