11.04.2026 20:43

Oberliga Frauen


Rohrsen mit Punktgewinn in „Zitterpartie“: „Könnte am Ende Gold wert sein“

MTV lässt sich auch von langem Rückstand nicht aus der Bahn werfen
Victoria Pook MTV Rohrsen Sprungwurf
Erzielte sechs Treffer für den MTV: Victoria Pook.

HSG Schaumburg – MTV Rohrsen 32:32 (14:13).

In einer nervenaufreibenden Zitterpartie hat der MTV Rohrsen am Samstagabend einen Punkt bei der HSG Schaumburg entführt, der im Kampf um den Klassenerhalt noch eine entscheidende Rolle spielen könnte. In der Sporthalle Waltringhausen entwickelte sich von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Gäste am Ende Moral bewiesen. „Das war ein ganz wichtiger Punkt, er könnte am Ende Gold wert sein“, bilanzierte Rohrsens Trainer Saulius Tonkunas nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert.
Charaktertest in der Schlussphase

Die Gastgeberinnen von der HSG Schaumburg erwiesen sich als der erwartet schwierige Gegner. „Besonders über die erste und zweite Welle hat der Gegner enormen Druck gemacht“, so Tonkunas. Nach einem äußerst ausgeglichenen ersten Durchgang (Halbzeitstand 14:13), lief Rohrsen über weite Strecken der zweiten Halbzeit einem Rückstand hinterher, der zwischenzeitlich auf fünf Tore anwuchs (26:21, 42. Minute). Als beim Stand von 27:26 gegen Rohrsen eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Sonja Lankenau ausgesprochen wurde, drohte die Partie endgültig wegzubrechen.

„In diesem Moment dachte ich nur: bitte nicht verlieren“, gestand Tonkunas. Doch sein Team behielt die Nerven: „Die Mädels haben Charakter gezeigt. Die Mannschaft hat an sich geglaubt und am Ende den Punkt geholt“. Den viel umjubelten Ausgleich zum 32:32-Endstand markierte Zoe Winter exakt 48 Sekunden vor dem Ende.

Turbulente Schlusssekunden

Die letzten Momente der Partie waren an Dramatik kaum zu überbieten. Nachdem Schaumburg 25 Sekunden vor Schluss ein Timeout genommen hatte, verteidigte Rohrsen kompakt und erzwang ein Stürmerfoul der gegnerischen Halbrechten. In der daraus resultierenden Hektik gab es jedoch Unstimmigkeiten am Zeitnehmertisch: Während Rohrsen bereits sechs Sekunden vor dem Ende ein Timeout beantragen wollte, pfiffen die Unparteiischen dieses erst drei Sekunden vor Ultimo an. „Dadurch hatten wir keine Chance mehr auf ein Tor“, so Tonkunas.

Trotz des verpassten Siegtreffers überwog die Freude über die geschlossene Mannschaftsleistung. Ein Sonderlob des Trainers verdienten sich Victoria Pook und Weronika Baba, die beide eine „überragende Leistung“ zeigten. Zudem hob Tonkunas die Auftritte von Cathrin Trant, die mit zehn Treffern beste Torschützin war, und Sonja Lankenau hervor. Vor den entscheidenden Duellen gegen Peine und Hildesheim beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer für den MTV nun noch vier Punkte.
MTV Rohrsen: Cathrin Trant: (10), Weronika Baba (9/3), Victoria Pook (6/1), Eva-Jasmin Hahlbrock (2), Felia Sempf (2), Zoe Winter (2), Christin Wehrhoff (1).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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