29.03.2025 20:35

Oberliga


Es ist passiert: VfL scheinbar doch nicht unschlagbar!

Spitzenreiter kassiert in Duderstadt erste Saisonniederlage / Siegesmund: „Dafür gab es heute auch deftige Gründe“
Robert Drechsler VfL Hameln Manager
VfL-Manager Robert Drechsler musste die erste Niederlage seines Teams hinnehmen.

TV Jahn Duderstadt – VfL Hameln 30:29 (15:14).

Es ist passiert. Nach 19 ungeschlagenen Oberliga-Spielen in Folge hat der VfL Hameln am Abend die erste Niederlage der Saison kassiert. Beim Auswärtsspiel in Duderstadt unterlag der Spitzenreiter am Ende mit 29:30 und verpasste damit die Chance, den Vorsprung auf Verfolger Himmelsthür auf fünf Zähler auszubauen. „Dafür gab es heute auch deftige Gründe“, zeigte VfL-Coach Marc Siegesmund nach Spielende auf. Die ersten Führungen gehörten dabei noch den Gästen. Nach dem 3:2-Vorsprung in Minute vier sollte es an diesem Abend aber keine mehr geben. Stattdessen rissen die Hausherren das Geschehen vor der Pause an sich und führten nach 20 Minuten auch mit vier Treffern (13:9).

„Unsere Abwehrarbeit war insbesondere im ersten Durchgang nicht gut. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht, Tore zu werfen. Auch die Torhüterleistung hat nicht gestimmt“, haderte Siegesmund, der auch in der Offensive nicht den besten Auftritt seines Teams sah: „Je länger das Spiel dauerte, desto weniger Tempo haben wir beim Spiel von hinten heraus an den Tag gelegt. Dazu kamen schlechte Wurfentscheidungen.“ Auch zweier Treffer von Zehn-Tore-Mann Louis Fuhlrott war es zu verdanken, dass sich die Hamelner bis zur Pause nochmal auf einen Treffer herankämpften (14:15).
Für Durchgang zwei hatten sich die Gäste viel vorgenommen, doch der große Aufschwung blieb aus. Die Duderstädter, die zuletzt sechsmal in Folge gewonnen hatten, blieben weiterhin in Front. Über 20:18 (41.) und 24:22 (48.) blieb der Vorsprung konstant, ehe er sechs Minuten vor dem Ende in einem Vier-Tore-Puffer gipfelte (28:24). Siegesmund, der auch mit der Schiedsrichterleistung in einigen Szenen nicht einverstanden war, war bedient: „Wir haben es Duderstadt mit unserem tempoarmen, pomadigen und statischen Offensivspiel sehr leicht gemacht – auch, weil wir beispielsweise nicht in die Tiefe gegangen sind. Einzig David Wagner konnte sich im Tor in dieser Phase auszeichnen.“

In den Schlussminuten legte der Coach nochmal alles in die Waagschale, agierte in den letzten fünf Minuten fortan mit zwei Kreisläufern - mit Erfolg. 40 Sekunden vor dem Ende markierte Janne Siegesmund den Anschlusstreffer zum 29:30. Eine Gelegenheit zum Ausgleich ergab sich allerdings nicht mehr. „Die Schiedsrichter haben in dieser Phase dem Gegner aus unerklärlichen Gründen einen Freiwurf zugesprochen. Das war am Ende aber nicht der Grund, das Spiel haben wir vorher verloren“, erklärte Siegesmund senior, der resümierte: „Den Auftritt heute müssen wir besprechen. Das ist nicht das, was wir können. Im nächsten Heimspiel gegen Vinnhorst müssen wir wieder eine andere Leistung zeigen.“
VfL Hameln: Louis Fuhlrott (10/2), Janne Siegesmund (7/1), Tim Jürgens, Sebastian Maczka (beide 4), Ayke Donker (3), Mats Schmidt (1).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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