27.04.2026 15:15

Oberliga B-Juniorinnen


JSG Weserbergland feiert Heimsieg gegen Stöckheim

Ein großes Plus bleibt weiterhin die Defensive: Mit nur 12 Gegentoren stellte die JSG erneut ihre Qualität unter Beweis
JSG Weserbergland gegen  Stoeckheim
Die B-Juniorinnen der JSG Weserbergland nach dem Sieg gegen Stöckheim. Foto: privat.

JSG Weserbergland - SV Stöckheim 20:12 (9:6).

Die weibliche B-Jugend der JSG Weserbergland sicherte sich einen ungefährdeten 20:12-Heimsieg gegen den SV Stöckheim. Von Beginn an hatte die JSG die Partie unter Kontrolle – über Zwischenstände von 2:0 und 5:2 ging es mit einer 9:6-Führung in die Halbzeit. Trotz der klaren Führung war jedoch bereits in der ersten Hälfte Luft nach oben: „Allein sieben freie Würfe vor dem Tor blieben ungenutzt, ohne dass die gegnerische Torhüterin eingreifen musste. Hinzu kamen einige technische Fehler, die ein deutlicheres Ergebnis verhinderten“, beschrieb Emily Borgardt die erste Halbzeit.

„In der Halbzeitpause wurden diese Punkte klar angesprochen – und zunächst schienen wir die richtigen Antworten zu finden“, so Borgardt fortführend. Über ein 10:6 und 14:8 setzte sich die JSG bis zur 45. Minute auf 19:11 ab. Doch auch im zweiten Durchgang offenbarte der Angriff weiterhin Schwächen. Dazu Borgardt: „Weitere neun freie Chancen wurden ausgelassen, sodass insgesamt kein zufriedenstellender Auftritt im Offensivspiel zustande kam.“

„Trotz des deutlichen Sieges bleibt festzuhalten, dass dies spielerisch keine überzeugende Leistung war. Mit einer solchen Chancenverwertung und den gezeigten Unkonzentriertheiten wird es im letzten Saisonspiel auswärts gegen den Tabellendritten Zweidorf/Bortfeld schwer zu bestehen. Die Hoffnung liegt nun darauf, dass dieses Spiel als ‚Ausrutscher‘ abgehakt werden kann und das Team am Sonntag wieder fokussierter auftritt“, gab Borgardt zu Protokoll.

Positiv hervorzuheben sind dennoch einige individuelle Leistungen: „Emily Borgardt überzeugte im Tor mit starken 14 Paraden und war ein sicherer Rückhalt“, stellte Trainer Bernd Fichtner nach dem Spiel fest. Borgardt selbst führt fort: „Lena Evers zeigte sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine sehr gute Leistung. Lotta Wellhausen sorgte im Angriff mit viel Raumgewinn für wichtige Impulse. Zudem stellte sich Alina Topci trotz Krankheit in den Dienst der Mannschaft – ein Einsatz, der großen Respekt verdient.“

Ein großes Plus bleibt weiterhin die Defensive: Mit nur 12 Gegentoren stellte die JSG erneut ihre Qualität unter Beweis und bestätigte ihren Status als beste Abwehr der Liga. „Im Angriff hingegen fehlte es deutlich an Durchschlagskraft, Bewegung ohne Ball und Ideen im Spielaufbau. Auch die Umschaltphase von Abwehr auf Angriff muss konsequenter und schneller umgesetzt werden. Sicherlich machte sich auch bemerkbar, dass mit nur zwei Auswechselspielerinnen die Möglichkeiten begrenzt waren, dauerhaft Druck zu erzeugen. Dennoch darf man bei der vorhandenen Qualität im Team mehr erwarten“, fasste Borgardt zusammen.

Mit dem letzten Saisonspiel am Sonntag endet eine insgesamt sehr erfolgreiche Spielzeit. Besonders erfreulich ist die Entwicklung der jüngeren Spielerinnen aus der C-Jugend. Borgardt beschreibt diesen Prozess wie folgt: „Lenie Huer hat am Kreis enorme Fortschritte gemacht – sowohl im Abwehrverbund als auch im 1:1 zeigt sie sich stark, setzt gute Sperren und überzeugt im Absetzverhalten. Lotta Wellhausen hat sich auf Halblinks deutlich verbessert, sowohl im 1:1 als auch im Abschluss. Auch ihre Defensivarbeit ist stabiler geworden – nicht ohne Grund wurde der TV Badenstedt auf sie aufmerksam und hat sie für die kommende Saison verpflichtet. Torhüterin Noelia Franke konnte ihr Stellungsspiel und das Lesen der gegnerischen Würfe deutlich verbessern und empfiehlt sich zunehmend für mehr Einsatzzeiten. Ruby Wood ist in ihrer Entwicklung weiter, als sie sich selbst zutraut – mit mehr Selbstvertrauen kann sie zu einer echten Führungsspielerin werden. Sie überzeugt mit Spielübersicht, Laufbereitschaft und Stabilität in der Abwehr, insbesondere im Raumverhalten. Frieda Streuber zeigte bis zu ihrer Verletzung eine sehr positive Entwicklung. Wir hoffen auf eine starke Rückkehr und werden sie behutsam wieder aufbauen – ihr Potenzial im 1:1 sowie in der Abwehr ist groß.“

Abschließend hält Borgardt fest: „Die Mannschaft hat insgesamt eine starke Saison gespielt, in der sich alle Spielerinnen sichtbar weiterentwickelt haben. Ein besonderer Dank gilt den Spielerinnen, die die Doppelbelastung auf sich genommen haben – ihr Einsatz und ihre Entwicklung machen große Freude und stimmen positiv für die Zukunft.“
JSG Weserbergland: Lena Evers (5), Jona Daria Voigt (5), Lilly Schütte (4), Kaija Samira Voigt (3), Lotta Wellhausen (2), Alina Topci (1), Lenie Huer, Ruby Wood, im Tor Emily Borgardt und Noelia Franke.
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