17.02.2025 14:15
Oberliga - B-Junioren
16 Dinger! Steinhoff mit „Sahne-Tag“ in Warberg
Hänning: „Insgesamt ein verdienter Sieg nach dem Motto: Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss“

Hamelns B-Junioren feierten den nächsten Auswärtserfolg. Foto: privat.
HSV Warberg/Lelm – VfL Hameln 22:31 (9:14).
Hamelns B-Jugend kehrte am Sonntag von der weitesten Auswärtsfahrt des Jahres mit zwei Punkten zurück. „Da der Gegner unserer C-Jugend deren Spiel abgesagt hatte, konnten wir doch noch Unterstützung aus der MJC bekommen“, erklärte VfL-Coach Jörn Hänning nach dem Abpfiff.
In der kalten Warberger Halle kamen die Gäste nach kurzer Abtast-Phase ganz gut in Fahrt und führten in der 10. Minute mit drei Toren (6:3). „Gerade Joell Steinhoff war in der Abwehr sehr aktiv und konnte immer wieder Bälle abfangen und im Gegenstoß verwerten. Alles lief in die richtige Richtung und man schien das Spiel frühzeitig im Kopf gewonnen zu haben“, betonte Hänning in der Folge. Doch die VfLer zeigten sich zu nachlässig mit den eigenen Chancen, so kam Warberg auf 8:10 (19.) heran. Dazu der Coach: „Wir haderten zu oft mit der Patte und standen uns auch in einigen Situationen selbst im Weg. Die letzten sechs Minuten waren wir nach einer Auszeit wieder fokussierter und legten einen sauberen 4:0-Lauf hin.“ Lediglich per Strafwurf kamen die Hausherren nochmal zum Erfolg vor der Pause (9:14).
Hännings Zwischenfazit: „Wir haben mit fünf Toren zur Halbzeit geführt. Aber man merkte der Mannschaft eine gesunde Unzufriedenheit an. Wir machten zu viele einfache Fehler und nutzten unsere Chancen nicht konsequent dazu, uns deutlich abzusetzen. In der zweiten Halbzeit war die Marschroute klar: viel mehr Tempo und weniger Fehler im Abschluss.“
In der Folge kamen die Hamelner gut aus der Kabine und bauten den Abschluss binnen zehn Minuten auf 22:14 aus. „In dieser Phase war Joell kaum zu halten und machte einfache Tore durch den Gegenstoß“, merkte der VfL-Coach an, gestand aber auch: „Wir passten uns doch ziemlich dem Gegner an und haben es nicht geschafft, unser Tempo aufzubauen. Wir ließen zwar keine Zweifel aufkommen, wer das Feld als Sieger verlässt, aber so richtig unser Spiel gespielt, haben wir nicht.“ So plätscherte die zweite Halbzeit etwas dahin. Über 26:21 (44.) gewannen die Hamelner am Ende mit 31:22.
Hänning kristallisierte hinterher die positiven Aspekte heraus: „Wir decken ordentlich und haben durch Joell viele Ballgewinne gehabt. Auch unsere Torhüter haben mit insgesamt 15 Paraden einen ordentlichen Job gemacht. Das war schon in Ordnung – gerade wenn man bedenkt, dass Warberg sehr lange Angriffe gespielt hat und es schwierig war, dort den Fokus zu behalten.“ Doch der Coach sah auch Anlass zur Kritik: „Wir haben nach vorn heute kein gutes Spiel gemacht. Trotz unserer 31 Tore machen wir zwölf technische Fehler und haben 16 Fehlversuche. Sicher ist die Patte ungewohnt für uns, aber das sind trotzdem zu viele Fehler! Gut war, dass wir unsere Kräfte heute ganz gut einteilen konnten und jeder Spielzeit bekommen hat. Und Joell Steinhoff hatte heute natürlich einen Sahne-Tag. Das hat mich sehr für ihn gefreut. Insgesamt ein verdienter Sieg nach dem Motto: Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss (schmunzelt).“
VfL Hameln: Fynn Kuper (ein gehaltener Strafwurf) und Florian Koß im Tor; Hauke Rosenthal (1), Lasse Kohlenberg, Matti Huer (2), Brix Stallmann (1), Bent Kopperschmidt, Joell Steinhoff (16/4), Michel Mewes (4), Nelson Hänning, Kimi Steup (4), Berke Kaptan (3).
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