15.09.2026 09:49
Meldung
VfL Hameln Überblick: A-Junioren entscheiden Oberliga-Auftakt für sich - Update: C-Junioren
Update: Bitterer Oberliga-Auftakt für Hamelner VfL C-Jugend / Auswärtsniederlage beim Favoriten: B-Junioren unterliegen in Oldenburg

Berke Kaptan erzielte 13 Tore für die A-Junioren des VfL Hameln.
A-Jugend - Oberliga
VfL Hameln – Tuspo Weende 34:26 (13:11).
„Es war der erwartet nervöse Auftakt in die neue Oberliga-Spielzeit“, berichtete Sebastian Steup, Trainer des VfL Hameln. „In den Anfangsminuten schenkten sich beide Abwehrreihen keinen Zentimeter, sodass nach zehn Minuten erst ein mageres 4:4 auf der Anzeigetafel stand. Dazu trugen auf beiden Seiten auch die Nerven an der Siebenmeterlinie bei, denn wir ließen zwei Strafwürfe liegen, während auch die Gäste einmal scheiterten.“ In der Folge nutzten die Gäste eine kurze Schwächephase der Hausherren und setzten sich in der 21. Minute auf 8:10 ab. Das Hamelner Trainerteam reagierte jedoch prompt mit einer Auszeit, um die Jungs mit ein paar Feinjustierungen in die Schlussphase des ersten Durchgangs zu schicken. „Diese taktische Nachjustierung zahlte sich voll aus: Mit einem starken Endspurt wandelten wir den Rückstand bis zur Pause in eine 13:11-Führung um“, so Steup weiter.
„In der Kabine stellte das Trainerteam die Truppe auf weitere 30 Minuten unermüdlichen Kampf ein und was die Mannschaft nach dem Seitenwechsel auf dem Spielfeld ablieferte, war wirklich stark“, schilderte Steup. „Im Angriff wurde immer wieder konsequent die Tiefe gesucht, wodurch zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen beim Gegner gezogen werden konnten.“ In doppelter Überzahl stellte Hameln auf eine offensive 4:2-Abwehr um, zwang die Gäste so zu entscheidenden Fehlern und baute den Vorsprung bis zur 49. Minute beruhigend auf sieben Tore aus. „Ab diesem Zeitpunkt ließen wir keinerlei Zweifel mehr am Heimsieg aufkommen“, erklärte Steup. „Spielerisch war die zweite Hälfte auch ein Fortschritt gegenüber dem ersten Durchgang.“
„Insgesamt war es eine überragende, geschlossene Mannschaftsleistung mit einer gewohnt aggressiven und kompakten Abwehr“, lobte Steup. „Besonders hervorzuheben war an diesem Tag Berke Kaptan, der sich trotz krankheitsbedingter Schwächung mit purer Kraft sowie unbändigem Willen durch die Abwehr tankte und überragende 13 Treffer erzielte. Im Rückraum führte Mats Herzog klug Regie und gestaltete das Spiel vor allem in eigener Unterzahl extrem clever.“
„Dies war ein rundum gelungener Saisonstart gegen einen starken Gegner, an den die Mannschaft in der kommenden Woche beim Auswärtsspiel in Börde direkt anknüpfen muss, um früh in einen echten Spielflow zu kommen“, blickte Steup abschließend voraus.
VfL Hameln: Fynn Kuper, Hauke Rosenthal (2), Moritz Pelz (1), Bent Kopperschmidt (3), Berke Kaptan (13/1), Kimi Steup (4), Brix Stallmann, Lasse Kohlenberg (4), Emil Schaper, Justin Beljan (2), Berkay Kaptan (2), Davor Marjanovic, Joell Steinhoff (1), Mats Herzog (2)
B-Jugend - Regionalliga
TvdH Oldenburg – VfL Hameln 25:32 (9:18).
„Heute waren wir beim hohen Favoriten in Oldenburg zu Gast“, berichtete Jörn Hänning, Trainer des VfL Hameln. „Wir wollten uns besser präsentieren und zeigen, dass wir einen kleinen Schritt nach vorn gemacht haben.“ Den ersten Angriff spielten die Hamelner gut und konnten per Strafwurf mit 1:0 in Führung gehen. Dies sollte aber auch die einzige Führung bleiben. „Oldenburg zeigte seine ganze Klasse und stellte in der 5. Minute auf 5:1“, so Hänning weiter. „Wir hatten zu viel Verschuss und sind dadurch in die Konter gelaufen.“ In der 13. Minute beim Stand von 10:3 nahm der VfL eine Auszeit. „Wir mussten wieder zielstrebiger werden und vor allem die Chancen besser verwerten“, schilderte Hänning. In der Folge steigerten sich die Gäste etwas und konnten zumindest verhindern, dass Oldenburg weiter davonzog. „Anteil daran hatte auch der eingewechselte Piet Kuper im Tor, der kurz vor der Halbzeit unter anderem auch einen Strafwurf halten konnte“, lobte Hänning.
„In der zweiten Hälfte stellten wir die Abwehr um, um Oldenburg vor eine andere Aufgabe zu stellen“, erklärte Hänning. Phasenweise konnte der VfL dadurch einige Bälle erobern und auf 21:15 verkürzen. Allerdings bekamen die Hamelner in dieser Phase eine Zeitstrafe, die Oldenburg konsequent bestrafte. Beim 28:20 in der 42. Minute folgte die zweite Auszeit des VfL. „Wir hatten da noch einmal eine gute Phase und sind beim 29:24 in der 47. Minute noch auf fünf Tore herangekommen“, erzählte Hänning. „Allerdings haben wir es nicht geschafft, die letzten Minuten diszipliniert und aufmerksam zu Ende zu spielen. So bekommen wir in den letzten drei Minuten unnötig fünf Gegentore und verlieren verdient mit 34:25.“
„Die Niederlage ist aufgrund der letzten Minuten unnötigerweise zu hoch ausgefallen“, resümierte Hänning. „Das ist schade, denn die Mannschaft hat sich gut verkauft und die Vorgaben größtenteils gut umgesetzt. Aber sie ist auch verdient. Man hat schon gesehen, dass die Gastgeber in die Bundesliga wollten und wir gerade neu in der Regionalliga sind. Darum wissen die Jungs die Niederlage auch einzuordnen. Punkten müssen wir gegen andere Mannschaften. Wichtig war zu sehen, dass wir ein paar Inhalte der letzten Woche auch im Spiel umsetzen konnten.“
VfL Hameln: Philip Schäfer & Piet Kuper (1 gehaltener Strafwurf), Hauke Rosenthal, Daniil German, Momme Busch (4), Moritz Pelz (9/4), Yannick Requadt (1), Mats Jasper Herzog (3), Nelson Hänning (4/2), Lasse Kohlenberg (2), Till Brixler, Jonah Symann, Leo Streuber, Vitus von er Embse (2).
C-Jugend – Oberliga
Northeimer HC – VfL Hameln 43:16 (17:10)
von Jobst Höche
Die männliche C-Jugend des VfL Hameln ist mit einer deutlichen 16:43-Niederlage beim Northeimer HC in die neue Oberliga-Saison gestartet. Dabei hielt der VfL vor allem in der ersten Halbzeit noch ordentlich dagegen, verlor nach dem Seitenwechsel aber zunehmend den Zugriff auf die Partie.
Hameln erwischte zunächst einen guten Start. Nicolas Pehlke erzielte das 1:0, und auch danach ließ sich der VfL zunächst nicht abschütteln. Theo Höche, Jonathan Niepelt, Till Kuper und Flynn Zobel sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Gäste in Schlagdistanz blieben. Zwei vergebene Siebenmeter und einige weitere ausgelassene Chancen verhinderten ein engeres Ergebnis. Mit einem 10:17-Rückstand ging es in die Pause. „Die erste Halbzeit war eigentlich noch ganz positiv. Wir hätten den einen oder anderen Ball besser verteidigen und vorne unsere Chancen konsequenter nutzen können“, bilanzierte Trainer Bastian Reinecke. Nach dem Seitenwechsel habe sich jedoch ein deutlich anderes Bild gezeigt. Den Hamelnern gingen im Angriff zunehmend die Ideen aus und auch defensiv bekam die Mannschaft immer weniger Zugriff auf das Spiel.
Ein zusätzlicher Faktor war für Reinecke der ungewohnt klebrige Spielball: „Mit dem extrem klebrigen Ball sind wir überhaupt nicht gut klargekommen. Northeim hatte da sicherlich einen Vorteil, weil sie auch im Training regelmäßig mit Harz trainieren können.“ Der Gastgeber nutzte seine Vorteile konsequent, setzte sich in der zweiten Hälfte immer weiter ab und gewann am Ende deutlich mit 43:16. Trotz des bitteren Auftakts richtet sich der Blick beim VfL nach vorne. Northeim erwies sich zum Start als starker Gegner, gegen die kommenden Mannschaften rechnen sich die Hamelner aber bessere Möglichkeiten aus, ihre eigenen Stärken auf die Platte zu bringen und auch um die ersten Punkte mitzuspielen. Die positiven Ansätze aus der ersten Halbzeit machen dabei Mut.
Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Samstag. Dann empfängt der VfL in eigener Halle den SV Stöckheim und will vor heimischem Publikum zeigen, dass deutlich mehr in der Mannschaft steckt.
VfL Hameln: Jonathan Niepelt (3), Theo Höche (3), Flynn Zobel (3), Till Kuper (2), Philip Marquart (2), Nicolas Pehlke (1), Marten Gattermann (1), Tom Ebbighausen (1), Pepe Alexander Klemme, Nicolas Loresch, Jarne Lity, Mika Wedekind.
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