23.09.2025 13:21

Meldung


„Oben angreifen" das klare Ziel: Deister Süntel II hegt große Ambitionen

Trainer Thorben Kanngießer gibt Einblicke in bisherige Saison, Personal & die Gemeinschaft im Verein
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Die HSG Deister Süntel feierte den vergangenen Sieg in Barsinghausen. Foto: privat.
Von Luca Richter

„Zur aktuellen Saison haben wir ein für uns bisher ungewohntes Saisonziel. Dies heißt ganz klar oben angreifen", erklärt der Trainer der zweiten Herren von der HSG Deister Süntel, Thorben Kanngießer - seinerzeit lange Jahre aktiver Spieler von Hamelns erster Handball-Herrenmannschaft. Die Mannschaft füllte ihr Team mit sieben neuen Spielern auf, darunter drei Torhüter, von denen zwei schon in der Verbands-/Oberliga tätig waren. Vier Neuzugänge kamen aus Empelde dazu, welche bereits in ihrer A-Jugend von Deister Süntel gespielt hatten.Die neuen Spieler sorgten für einen nun mit 20-Mann gefüllten Kader zugunste der aktuellen Saison. Außerdem wurde der Top-Torschütze der letzten Saison, Fynn-Lukas Rakel, erfolgreich gehalten. Ebenso ist er mit einem Zweitspielrecht für die A-Jugend des VfL Hameln ausgestattet. „Mir lag es sehr am Herzen, dass Fynn in seinem letzten A-Jugend-Jahr eine gute Ausbildung genießt. Daher nahm ich schnell Kontakt mit Sönke Koß, Jannik Henke und Christian Raddatz auf", erläutert Trainer Kanngießer.

Die HSG Deister Süntel ist vor einer Woche mit einem klaren Sieg gegen Neustadt in die Saison gestartet. Am Ende stand ein deutlicher 36:29-Erfolg auf der Anzeigetafel. Neuzugang Jannis Voss glänzte dabei mit zehn Treffern und trug einen entscheidenden Anteil am Erfolg (10 Tore, davon vier Siebenmeter) bei. Deister spielte solide und blieb ab der zweiten Halbzeit immer mit mindestens drei Toren in Führung (19:16). Neben den sportlichen Erfolgen gab es jedoch auch eine Schreckensnachricht: Mannschaftsführer Christian Kanngießer musste verletzt vom Feld, Er zog sich einen Riss eines Bandes am Fuß zu. „Die Diagnose steht noch aus“, kommentiert Kanngießer.
Am vergangenen Sonntag stand dann schon das zweite Saisonspiel auf der Agenda, auswärts in Barsinghausen gewann die HSG nach schwieriger Anfangsphase mit 35:26. Zunächst lief es allerdings nicht so gut, nach acht Minuten lag das Team mit 2:5 zurück, ehe Trainer Thorben Kanngießer die Auszeit nahm. „Wir kamen sehr schlecht ins Spiel, da wir ohne Bewegung gegen eine sehr offene 5:1-Deckung agiert haben“, erklärte der Trainer. Danach lief es besser, die Vorgaben wurden umgesetzt und die Mannschaft ging mit einer 19:13-Führung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es unkoordiniert für die Gäste weiter, sie setzten sich aber letztlich souverän durch. „Es war kein gutes Spiel von uns, aber wir haben gewonnen", so Kanngießer . Besonders die Abwehrleistung gefiel dem Trainer: „Über 60 Minuten stand die Deckung stabil, alle vier Torhüter sowie Feldspieler kamen zum Einsatz. Neuzugang Dennis Jung überzeugte dabei besonders im Tor, wie auch Fynn-Lukas Rakel, welcher am vorherigen Samstag 18 Tore für den VfL erzielte und 16 Tore in 45 Minuten gegen Barsinghausen“, schilderte Kanngießer und lobte seinen Topwerfer ausgiebig: „Das ist schon eine außerordentlich gute Leistung, da er auch immer wieder den Kopf hoch nimmt und seine Mitspieler super in Aktion setzt. Er hat ein sehr starkes Entscheidungsverhalten in der Luft, da er eine starke Sprungkraft und ein gutes Handgelenk besitzt. Wenn er so weitermacht, kann er in den nächsten zwei bis drei Jahren deutlich höher spielen. Jetzt muss Fynn nur noch das Abwehrspiel verbessern.“

Mit dem Sieg steht die HSG nun bei 4:0-Punkten an der Tabellenspitze. „Wir wollen dort so lange es geht auch bleiben", unterstrich Kanngießer. Gleichzeitig sieht der Coach noch Luft nach oben: „Wenn wir es jetzt noch schaffen. die Leistungen aus dem Training und den Testpielen auch auf den Platz zu bringen, wäre ich deutlich zufriedener und entspannter. Die lange Pause von fünf Wochen bis zum nächsten Spiel macht es jedoch schwierig, den Rhythmus zu halten. Bis zum Jahreswechsel sind es nur noch vier Spiele", betont Kanngießer.

Neben dem sportlichen Teil hob der Trainer besonders das gut Klima hervor: „Der Zusammenhalt und die Stimmung im Team sind super. Das macht uns stark." Unterstützt wird er dabei von Co-Trainer Jens Hüttemann, der eine der beiden Wochen-Einheiten leitet. Der ständige Austausch mit Tobias Ratsch, Trainer der ersten Herren, sorge für eine gute Team-Gemeinschaft: „Auch die Zusammenarbeit mit der ersten Herren klappt so gut wie noch nie. Mit Tobias Ratsch telefoniere ich wöchentlich. Wir tauschen uns gut aus. Ebenfalls rücken wir bei den Trainingseinheiten zusammen, helfen uns gegenseitig aus und haben eine sehr ähnliche Herangehensweise, was wir den Jungs beibringen möchten.“
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