22.09.2025 11:04

Handball - Jugend


88 Tore am Eintrachtweg - 18-Tore-Mann Rakel nicht zu stoppen

B-Junioren knacken ebenfalls 40-Tore-Marke / C-Jugend verliert nach bitterem Finish
VfL Hameln B-Jugend Siegerfoto
Hamelns B-Junioren feierten den deutlichen Erfolg. Foto: privat.

A-Jugend - Oberliga


VfL Hameln – Hannoverscher SC 46:42 (22:17).

Hamelns A-Junioren feierten am Samstag den Sieg im Torgipfel mit dem Hannoverschen SC. Der VfL Hameln startete stark in das Spiel und konnte sich bereits in der 13. Minute mit 12:6 absetzen. Doch dann schlichen sich Nachlässigkeiten in der Abwehr ein, sodass der Vorsprung acht Minuten später auf nur noch drei Tore schrumpfte. „Die frühe Manndeckung gegen Benjamin Schieb bot immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr, die Fynn Rakel konsequent nutzte“, lobte Hamelns Trainer Sebastian Steup. Zur Halbzeit gelang es den Gastgebern, sich auf 22:17 etwas absetzen.

„Nach dem Wiederanpfiff kassierten wir zwei unnötige Zwei-Minuten-Strafen und machten uns das Leben selbst schwer“, so Steup weiter. Der HSC nutzte diese Gelegenheit und kam auf 23:25 heran. Ab diesem Zeitpunkt ging es hin und her. „Wir konnten uns immer wieder auf fünf Tore absetzen, doch Nachlässigkeiten ließen den Gegner immer wieder herankommen. Auch eine doppelte Manndeckung gegen Benjamin Schieb und Fynn Rakel bot unseren Jungs deutlich mehr Platz, um Eins-gegen-Eins-Situationen auszunutzen“, erklärte Hamelns Trainer, der allerdings betonte: „Leider war die Torausbeute teilweise wieder mangelhaft.“

Am Ende feierten die Gastgeber trotzdem einen 46:42-Erfolg gegen den HSC. „Wir haben verdient gewonnen, hatten aber erneut deutlich zu viele Fehler in der Abwehr. Das funktioniert einfach nicht, wenn nicht alle bis zum Ende konsequent verteidigen. In den letzten beiden Spielen haben wir insgesamt 30 Tore zu viel kassiert, ohne die beiden Gegner abzuwerten. Manche Spieler wirkten noch etwas verträumt, das muss deutlich verbessert werden“, fand Steup deutliche Worte.

Überragender Akteur auf Seiten der Gastgeber war Fynn Rakel mit seinen 18 Feldtoren. „Das war ein Spiel ganz nach seinem Geschmack, mit Tempo und viel Raum“, lobte Steup und betonte abschließend: „Nächste Woche erwartet uns mit Northeim eine echte Standortbestimmung, bei der wir die Woche über deutlich konzentrierter an der Abwehr arbeiten müssen, um bestehen zu können. Das Ziel muss ein Start mit 6:0-Punkten sein, um die Oktoberpause zu genießen.“
VfL Hameln: Ole Himler, Fynn Kuper, Mika Koß (8/4), Fynn Rakel (18), Bent Kopperschmidt, Jonas Czizikowski (3), Paul Barbisan (4), Kimi Steup (2), Finn Hölscher, Benjamin Schieb (8), Aaron Kleine (1), Henry Troche (2), Lennox Siever.

B-Jugend - Oberliga


VfL Hameln - HSG Liebenburg-Salzgitter 43:20 (16:10).

Nach der Auftaktniederlage im ersten Heimspiel gegen Weende feierten die B-Junioren einen deutlichen Kantersieg gegen die HSG Liebenburg-Salzgitter. „Wir starteten gut gegen den Oberliganeuling in die Partie und führten nach eineinhalb Minuten bereits mit 2:0“, erklärte Hamelns Trainer Jörn Hänning, der betonte: „Wir hatten uns vorgenommen, eine gute Deckung zu stellen und über den Tempogegenstoß zu einfachen Toren zu kommen. Das gelang uns zunächst auch gut, allerdings hatten wir in der Anfangsphase zu viel Vorschuss.“ Anstatt eine höhere Führung herauszuspielen, kam auch der Gast durch Colin Vetter zu den ersten drei Toren (6:3; 11. Minute). „Wir waren die erste viertelstunde vor dem Tor zu hektisch und nervös im Abschluss, was eine höhere Führung zur Halbzeit verhindert hat“, fuhr Hänning fort. Über 12:8 kam es zum 16:10-Halbzeittreffer durch Brix Stallmann.

„Wir hatten in der Halbzeit wenig zu bemängeln, sodass die Mannschaft sich selbst in die Pflicht nahm, besser vor dem Tor abzuschließen. Das sollte ihr auch gelingen. Sonst haben wir gerade Anfang der zweiten Halbzeit Probleme, wieder ins Spiel zu finden. Diesmal gelang es uns, hellwach zu sein“, sah Hänning einen guten Start in den zweiten Durchgang. Nach bereits sechs gespielten Minuten hatten die Gastgeber die erste Zehn-Tore-Führung zu verzeichnen (22:12; 32.). Und die Mannschaft ruhte sich darauf nicht aus: „Wir deckten konsequent weiter und drückten aufs Tempo“, erklärte der Coach. So waren es beim 28:13 (37.) 15 Tore und beim 39:19 (47.) 20 Tore Unterschied. Am Ende gewannen die Gastgeber hochverdient mit 43:20.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Hänning abschließend: „Die Mannschaft hat nach den letzten schwierigen Wochen mit vielen Kranken eine tolle Leistung gezeigt und den Gästen keine Chance gelassen. Das war größtenteils schon ein Klassenunterschied. Was uns Trainer (Stefan Mewes und Jörn Hänning, Anm.d.Red.) gefreut hat, ist, dass sie nicht nachgelassen und einfach weiter durchgezogen haben. Darauf lässt sich aufbauen. Nun bereiten wir uns auf das nächste Spiel gegen den Hannoverschen SC vor.“
VfL Hameln: Florian Koß und Philip Schäfer (beide Tor), Hauke Rosenthal (5), Moritz Pelz (10), Matti Huer (7), Brix Stallmann (6), Lasse Kohlenberg (2), Berkay Kaptan (4), Ihab Bey, Joell Steinhoff (9).

C-Jugend - Oberliga


VfL Hameln - TSV Anderten II 29:30 (11:17).

Die männliche C-Jugend des VfL Hameln verlor das erste Saisonspiel in der Oberliga zu Hause gegen TSV Anderten II knapp mit 29:30 (11:17). „Nach einer schnellen 2:0-Führung unserer Mannschaft waren die ersten zehn Minuten ausgeglichen (6:7, Anm.d.Red.)“, erklärte VfL-Sprecher Falk Requadt. Im Anschluss wurden einige gut herausgespielte Chancen liegengelassen, so dass ein Vier-Tore-Rückstand nach 17 Minuten auf der Anzeigetafel zu sehen war (8:12). „In dieser Spielphase zeigte sich, dass die Jungs von Jannik Henke erstmalig im Wettkampf zusammenspielten, während die Mannschaft aus Anderten besser im Spielrhythmus waren. Neben dem Auslassen der guten Möglichkeiten war unsere Abwehr nicht kompakt genug, so dass es mit einem 11:17-Rückstand in die Halbzeit ging", berichtete Sprecher Falk Requadt nach der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich den Zuschauern ein komplett anderes Bild. „Hinten stand die Abwehr aggressiver, so dass auch Philip Schäfer im Tor bessere Unterstützung erhielt und vorne wurden die Möglichkeiten mit mehr Entschlossenheit verwandelt", so Requadt. So kam es nach 32 Minuten zum Ausgleich (18:18). Anschließend schilderte er: „In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wir fünf Minuten vor Schluss mit 26:25 führten. Der daran anschließende 4:0-Lauf der Gäste war dann entscheidend für die unglückliche Heimniederlage von 29:30. Trainer Jannik Henke meinte nach dem Spiel: „Wir brauchten nach dem verlegten ersten Spieltag eine Halbzeit, um zu unserem Spiel zu finden. Da war Anderten im Vorteil. In Sachen Kampf und Bereitschaft haben wir in der zweiten Hälfte alles gegeben, wurden dafür aber leider nicht mehr belohnt. Beim Heimspiel nächste Woche wollen wir besser starten und uns die ersten Punkte holen.“
VfL Hameln: Philip Schafer(im Tor), Nelson Hänning (8/2 Tore), Henry Pogoda (6), Momme Busch (5), Yannick Requadt, Fiete Rosenthal und Bera Schüller (je 3), Nicolas Pehlke(1), Mika Frankenfeld, Jonathan Niepelt und Daniil German.
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