18.02.2021 14:59

Meldung


Es herrscht Einigkeit: Saisonabbruch richtige Entscheidung

Wir haben bei den Handball-Teams nachgefragt / Neue Spielzeit startet hoffentlich im September
Seit Mittwoch ist es amtlich: Der HVN hat die Handball-Saison 2020/21 für beendet erklärt und vorzeitig abgebrochen. Somit müssen alle Mannschaften bereits jetzt für die nächste Spielzeit planen. Doch gerade beim VfL Hameln und MTV Rohrsen, die beide mit 6:0-Punkten in die Saison gestartet sind, dürfte man sich über den vorzeitigen Abbruch ärgern. Allerdings lässt die aktuelle Lage keinen normalen Spielbetrieb zu. Kurz nach dem offiziellen Saisonabbruch haben wir uns mit den Verantwortlichen der Hameln-Pyrmonter Teams unterhalten.


VfL-Trainer Sven Hylmar.
Sven Hylmar (Trainer VfL Hameln)
„Es ist aktuell leider das einzig Vernünftige abzubrechen, auch wenn wir alle unglaublich gerne die Saison fortgesetzt hätten. Aus präventiver Sicht wäre die Verletzungsgefahr einfach zu hoch. Wir hoffen auf eine baldige Rückkehr in den Trainingsbetrieb, wenigstens in Kleingruppen, um unseren Sport endlich wieder ausüben zu können. Mit Blick auf die neue Saison wünschen wir uns erst einmal nur einen halbwegs normalen Ablauf und dass wir endlich wieder vor unseren Fans spielen dürfen.“



Rohrsens Coach Carem Griese.
Carem Griese (Trainer MTV Rohrsen)
„Der frühzeitige Saisonabbruch ist natürlich sehr schade. Insbesondere nach unserem Start mit drei Siegen waren wir für den weiteren Verlauf sehr optimistisch. Andererseits ist es vollkommen richtig und verantwortungsvoll, denn Prioritäten müssen aktuell andere sein. Wir hoffen nun zumindest auf gemeinsames Training nach Ostern.“



Emmerthals Trainer Roland Schwörer.
Roland Schwörer (Trainer TSG Emmerthal)
„Die Saison zum jetzigen oder sogar noch zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu starten, wäre aus meiner Sicht nicht möglich gewesen. Daher ist der Saisonabbruch nur logisch und vollkommen richtig. Natürlich haben die Spieler Lust, möglichst schnell wieder Wettkämpfe zu bestreiten, aber nach solch einer langen Unterbrechung wäre es fahrlässig, mit einer kurzen Vorbereitung einen Restart der Saison zu versuchen. Auf der einen Seite wäre das Leistungsniveau der Mannschaften untereinander kaum noch vergleichbar und zum anderen hätten wir ein erhebliches Verletzungsrisiko, da auch die Möglichkeiten für individuelles athletisches Training in den letzten Monaten erheblich eingeschränkt waren. So können wir in Ruhe mit der Planung und Vorbereitung auf die Saison 2021/22 beginnen und hoffen, dass wir spätestens ab Juni mit einem strukturierten Training starten können.“



ho-handball-Coach Frank-Michael Wahl.
Frank-Michael Wahl (Trainer ho-handball)
„Die Entscheidung für den Saisonabbruch war ja vorherzusehen. In den unteren Ligen haben es die Verantwortlichen schon relativ schnell offiziell gemacht. Unter den gegebenen Vorgaben der Regierung gibt es aus meiner Sicht keine Alternative. Da müssen wir uns nichts vormachen. Über 90 Prozent aller Vereine haben sich ja für einen sofortigen Abbruch ausgesprochen. Für mich persönlich war es die absolut richtige Entscheidung. Die Spieler müssen einigermaßen vorbereitet sein. Sie waren jetzt fünf Monate komplett raus. Für die Gesundheit der Spieler wäre ein schneller Restart ein hohes Risiko gewesen. Wir Trainer hätten die Ausdauer und Kraft jedes einzelnen erst einmal wieder aufbauen müssen. Das hätten wir ohne eine vernünftige Vorbereitung in kürzester Zeit nicht hinbekommen. Von daher war der Saisonabbruch alternativlos.“



Hamelns Reserve-Trainer Torben Höltje.
Torben Höltje (Trainer VfL Hameln II)
„Für uns ist der Saisonabbruch vollkommen verständlich und richtig, da es Vorrang hat, die Menschen zu schützen. Bei so etwas muss sich der Hobbysport hinten anstellen, das ist ganz klar. Sportlich und persönlich ist der Saisonabbruch aber eine herbe Enttäuschung. Wir haben nach der letzten Saison und dem Beinahe-Abstieg sehr viel Schweiß und Herzblut investiert. Da tut es einfach weh, sich überhaupt nicht mehr beweisen und testen zu können. Mir tut es vor allem für die Jungs leid. Sie sind Freunde, stehen immer zusammen und sind während der Pandemie sehr diszipliniert. Sie hätten es verdient gehabt.“


Jens Buchmeier Deister Suentel Kopffoto
Jens Buchmeier ist Pressesprecher der HSG Deister Süntel.
Jens Buchmeier (Pressesprecher HSG Deister Süntel)
„Der offizielle Saisonabbruch durch den HVN war aus unserer Sicht in der derzeitigen Corona-Situation die einzig mögliche und auch richtige Entscheidung. Wir hoffen, dass wir den Trainingsbetrieb in den Sporthallen so schnell wie möglich wieder aufnehmen können und würden uns sehr freuen, wenn wir im September dieses Jahres möglichst 'geräuschlos' und ohne große Einschränkungen in die Saison 2021/2022 starten könnten. In der Übergangszeit werden wir, wenn es wieder möglich ist, einen regelmäßigen Trainingsbetrieb im Outdoor-Bereich (Feldhandball/Beachhandball) anbieten.“
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