16.02.2026 13:25
Landesliga - weibliche C-Juniorinnen
JSG Weserbergland: Bittere 21:29-Niederlage im Meisterschaftskampf
Auch die Zweitvertretung der JSG Weserbergland verliert wichtigen Punkt im Meisterschaftskampf

JSG-Trainer Alexander Huer und seine Mannschaft musste am vergangenen Wochenende eine Niederlage hinnehmen. Foto: Privat.
HSG Laatzen-Rethen - JSG Weserbergland 29:21 (14:6).
Die C-Juniorinnen der JSG Weserbergland kassierten am vergangenen Sonntag eine unerwartet deutliche Niederlage. Als Tabellenzweiter waren die Weserbergländerinnen aber vor dem Spiel gegen die HSG Laatzen-Rethen aus der Tabellenmitte der Landesliga gewarnt: „Im Hinspiel hat Laatzen-Rethen mit neun Toren Unterschied die einzige deutliche Niederlage erlitten, alle anderen Spiele haben sie enger gestalten können. Aus dem Hinspiel war uns bekannt, dass sie zum einen von allen Positionen torgefährlich sind, zum anderen vor allem aber sehr hoch decken. In den letzten Wochen haben wir uns explizit genau darauf vorbereitet. Aber schon beim Aufwärmen haben Marc und ich schon gemerkt, dass die Mädels heute neben sich stehen“, stellte Trainer Alexander Huer schon vor dem Anpfiff fest.
Und das setzte sich mit Spielbeginn fort: Das erste Tor gelang erst in der fünften Spielminute durch Charlotte Weiß und bis zum 7:5 sah das Ergebnis dann auch noch ganz gut aus. „Bis dahin haben wir aber schon zwei Siebenmeter verworfen! Und dann kam mit der ersten von zu vielen Zwei-Minuten-Strafen der Knacks ins Spiel. Vorne hat bis zur Halbzeit nichts mehr geklappt, zu viele einfache Ballverluste bei hanebüchenen Passversuchen haben uns dann quasi das Genick gebrochen“, bilanzierte Huer zum 14:6-Halbzeitstand.
Trotz der Bürde von acht Toren Rückstand ging dann offensichtlich aber nochmal ein Ruck durch die Mannschaft: Nach nur elf Sekunden in der zweiten Halbzeit läutete Lotta Wellhausen zur Aufholjagd. Huer erklärte die Halbzeitansprache: „Wir haben den Mädels in der Halbzeitpause eingetrichtert: Ihr müsst jetzt im Angriff einfach das Eins-gegen-eins suchen, der Platz für Einzelaktionen ist da.“ Das zeigte Wirkung: Nach 32 Minuten halbierte sich der Vorsprung. Sechs Minuten lief das Spiel dann auf Augenhöhe in einem offenen Schlagabtausch, bis eine weitere Zwei-Minuten-Strafe den Spielfluss unterbrach. So setzten sich die Gastgeberinnen zum Schlusspfiff wieder auf den Acht-Tore-Vorsprung ab und gingen letztlich mit 29:21 als Sieger aus der Halle.
„Ich bin enttäuscht, dass das Angriffsspiel gegen die hohe Deckung überhaupt nicht funktioniert hat. Wir haben in den letzten Wochen explizit genau das trainiert, aber vor allem der Rückraum hat das nicht umgesetzt. Einzig mit der Leistung auf Außen und im Tor können wir zufrieden sein. Aber um mal ein Zitat zu klauen: ‘Handball ist maximalbrutale Direktdemokratie’, alle Positionen müssen ihren Teil beitragen - und das hat heute im Angriff nicht geklappt. Mit der Abwehrleistung kann ich mit leichten Bauchschmerzen leben, da haben wir gegen den zugegeben druckvollen Rückraum der Gegnerinnen aber zu wenig kooperiert. Das werden wir jetzt mal wieder angehen müssen“, bilanzierte Huer abschließend. „Und vielleicht machen wir zukünftig auch keine Mittagsspiele mehr, nachdem zwei Drittel der Mannschaft bis in die Nacht hinein beim Abschlussball vom Tanzkurs tanzt“, ergänzt er augenzwinkernd.
Nach der zweiten Saisonniederlage ist der erste Tabellenplatz für die JSG Weserbergland aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen. Die HSG Wacker Osterwald/Schloß Ricklingen führt die Landesliga weiterhin verlustpunktfrei an.
JSG Weserbergland: Noelia Franke (TW), Amelie Meier (4), Lenie Preece, Lenie Huer (6), Ruby Wood (4), Charlotta Weiß (1), Linda Schmidt, Anouk Wulff (1) und Lotta Wellhausen (5).
JSG Weserbergland II - SV Eintracht Hiddestorf 33:33 (20:17).
Die zweite Mannschaft der JSG Weserbergland unter der Leitung von Miriam Wulff traf in der Regionsklasse auf den SV Eintracht Hiddestorf. Das Spitzenspiel endete mit einem 33:33-Unentschieden.
Obwohl die Weserbergländerinnen aktuell weiterhin den ersten Tabellenplatz belegen, liegt der Vorteil nun bei der Konkurrenz aus Hiddestorf. Die Eintracht hat bei gleicher Anzahl an Verlustpunkten ein Spiel weniger absolviert und führt zudem im direkten Vergleich, da sie der JSG die bisher einzige Saisonniederlage beifügen konnte. In der Tabelle ergibt sich damit die Situation, dass die JSG trotz einer deutlich höheren Tordifferenz – der Vorsprung auf Hiddestorf beträgt hier 172 Tore – für den Staffelsieg auf Schützenhilfe angewiesen ist.
Kommentare