10.11.2025 14:30
C-Jugend weiblich
C-Juniorinnen der JSG Weserbergland mit Arbeitssieg in knapper Besetzung
Huer: „Offensichtlich brauchten wir einmal den Hallo-Wach-Effekt aus den 2-Minuten-Strafen“

Die C-Juniorinenn der JSG Weserbergland
Die erste Mannschaft der weiblichen C-Jugend der JSG Weserbergland bleibt mit weißer Weste Spitzenreiter der Landesliga der Handballregion. Zum Auswärtsspiel nach Altwarmbüchen reiste die Truppe des Trainergespanns Alexander Huer und Marc Streuber fast in Minimalbesetzung. „Schon vor der Saison war klar, dass unser Kader nicht allzu üppig ist. Nach der Hiobsbotschaft von Friedas Kreuzbandriss sind wir für die nächsten Monate aktuell nur neun Spielerinnen, die in unserer ersten Mannschaft mittlerweile festgespielt sind. Und aus der zweiten Mannschaft können wir uns heute leider keine Unterstützung holen, weil sie parallel selbst spielen“, gab Huer schon vor dem Spiel zu bedenken. Die Anreise wurde dann mit einem weiteren Ausfall tatsächlich nur zu acht angetreten. „Beim Anpfiff war mir schon etwas mulmig: Unser Spiel lebt auch von der Schnelligkeit im Umschaltspiel, auch aus der zweiten Welle, was zwischendurch dann mal die ein oder andere Verschnaufpause erfordert. Und Linda ist nach ihren langwierigen Gesundheitsproblemen heute bei ihrem ersten Saisonspiel gleich ins kalte Wasser gesprungen.“
Bis zum 8:8 in der 17. Minute wechselte zu Beginn die Führung am Helleweg hin und her, dann kam mit jeweils einer 2-Minuten-Strafe auf beiden Seiten die Wende: Bis kurz vor der Pause gelang den Gastgeberinnen minutenlang kein eigener Treffer – den Weserbergländerinnen dafür sehr wohl. Nach dem 8:14 in der 24. Minute ging es mit 9:14 in die Halbzeitpause. „Offensichtlich brauchten wir einmal den Hallo-Wach-Effekt aus den 2-Minuten-Strafen.“ Nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit kam Altwarmbüchen dann nicht nur bis auf zwei Tore heran (15:17), sondern es kam auch noch einmal deutlich Unruhe ins eigene Spiel: Ruby Wood musste nach ihrer dritten 2-Minuten-Strafe das Spielfeld verlassen – die Weserbergländerinnen mussten die letzte Viertelstunde ohne Auswechselspielerin bestreiten. „Im Dienste der Mannschaft hat Ruby sich da quasi geopfert – ob es tatsächlich eine so drastische Strafe hätte sein müssen, sei dahingestellt. Aber Fakt war: Es blieben nur noch sieben übrig.“
Aber: Das reichte. Nach kurzem Umgewöhnen und zwei Positionswechseln setzte sich die JSG von 16:18 (38. Minute) auf 16:22 (42. Minute) ab. Lotta Wellhausen und Lenie Huer wechselten sich hierbei aus dem Rückraum beim Torewerfen bis zum 18:26-Endstand ab. Auswärts- und Arbeitssieg. „Das war nochmal aufreibend. Damit die Puste noch bis zum Schluss hält, mussten Marc und ich nach den (dank Noelia im Tor häufig erfolglosen) Angriffen der Gegner unseren Mädels den Drang zum Umschalten ins direkte Tempospiel jedes Mal lautstark austreiben – was prinzipiell natürlich für eine hervorragende Grundeinstellung zum Tempospiel spricht. Den Ausfall von Ruby als Spielmacherin haben die Mädels wirklich gut kompensiert, der Wechsel von Lenie auf die Mitte und Leni May an den Kreis hat im Spiel keinen Bruch gegeben. Den einzigen Wehmutstropfen – die Trefferquote von außen – werden wir in der kommenden Woche bis zum Heimspiel am Samstag noch ausbessern. Und dass Linda durchgehalten und hinten raus in der Abwehr den Sieg quasi gesichert hat, freut mich total.“, resümiert Huer abschließend.
JSG Weserbergland: Noelia Franke (TW), Amelie Meier (1), Tamina Fray, Linda Schmidt, Leni Preece (1), Lenie Huer (10), Ruby Wood (3), Lotta Wellhausen (11)
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