30.09.2025 09:05
C-Jugend weiblich
C-Juniorinnen der JSG Weserbergland neuer Spitzenreiter
Zwei Spiele, zwei Siege: Perfekter Start in die neue Saison

Neuer Spitzenreiter: Die C-Juniorinnen der JSG Weserbergland. Foto: privat.
Zum Auftakt ging es für das Team von Trainer Alexander Huer nach Hannover zum SC Germania List II. Mit dem Saisonziel „Top Drei“ hatte Huer die Erwartungen hochgeschraubt – und wurde schon nach wenigen Minuten bestätigt: Nach dem ersten Treffer durch Frieda Streuber gaben die Weserbergländerinnen die Führung nicht mehr her. Über 7:2 nach sieben Minuten und 15:9 zur Halbzeit blieb das Spiel klar in ihrer Hand.
Nach dem Wiederanpfiff sorgte ein 5:0-Lauf für die Vorentscheidung zum 20:9 (36.). „Die hohe Deckung der Gegner war eine kleine Herausforderung“, erklärte Huer. „Aber dahinter entstehen Räume. Lotta, Ruby und Frieda haben sich aus dem Rückraum super abgewechselt, und Lenie konnte am Kreis viele Lücken nutzen.“ Überschattet wurde der Erfolg jedoch von einer Verletzung: Drei Minuten vor Schluss knickte Frieda Streuber nach einem Sprungwurftreffer unglücklich am Knie weg. Eine Diagnose steht noch aus, doch ein längerer Ausfall droht. „Sportlich und menschlich ist das ein herber Verlust, Frieda fehlt sowohl im Angriff als auch in der Abwehr“, so Huer. Trotz des Schocks war der 32:19-Erfolg nie in Gefahr. „Wir haben uns vor allem in der Abwehr gut auf die Würfe aus dem Rückraum eingestellt und insgesamt ein starkes Spiel gezeigt“, bilanzierte der Trainer.
JSG Weserbergland: Noelia Franke (TW), Anouk Wulff (1), Ruby Wood (8), Lotta Wellhausen (8), Charlotte Weiß, Frieda Streuber (5), Leni Preece (1), Amelie Meier, Lenie Huer (9), Tamina Frey.
Am vergangenen Wochenende empfing die JSG Weserbergland im ersten Heimspiel der Saison die HSG Laatzen/Rethen in der Halle Hohes Feld. Beide Teams hatten zum Auftakt gewonnen – die Gäste galten daher als echter Gradmesser. Die JSG startete mit Charlotte Weiß in der Anfangsformation, während auf der Bank neben den beiden Trainern Huer und Streuber, Torwarttrainerin Flügge-Kranz sowie der verletzten Frieda Streuber gleich doppelt so viele Offizielle wie Einwechselspieler saßen. Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe: Bis zum 8:8-Ausgleich durch Leni Preece (19.) konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. „Laatzen/Rethen hat uns in der Abwehr mit starkem Eins-gegen-Eins und der Einbindung der Außen wirklich gefordert“, erklärte Trainer Alexander Huer. „Die extrem hohe Abwehrreihe der Gäste war eine größere Herausforderung, teilweise wurde unser Rückraum bis zur Mittellinie begleitet. Aber wir haben schnell gemerkt, dass die Räume woanders zu finden sind.“ Ruby Wood sorgte mit zwei Treffern in Folge für die erste Zwei-Tore-Führung, die bis zur Pause auf 13:10 ausgebaut wurde.
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte die JSG das Geschehen weiter und erhöhte durch Charlotte Weiß auf 20:13 (34.). Selbst eine doppelte Unterzahl in der 44./45. Minute brachte die Gastgeberinnen nicht entscheidend in Bedrängnis. Mit den Toren von Lotta Wellhausen und Lenie Huer stellten sie schließlich auf den 28:19-Endstand. „Mit der Abwehrleistung können wir absolut zufrieden sein. Im Angriff haben die Mädels nach kurzem Schütteln super auf die extrem hohe Deckung reagiert. Dass die Fehlpassquote heute so niedrig war, zeigt, dass wir nach dem Spiel gegen List wirklich gut gearbeitet haben“, lobte Huer. Besonders wichtig sei ihm auch die Reaktion auf die hektische Schlussphase gewesen: „Ich freue mich, dass sich keine Spielerin von der Hitze der Gegner hat anstecken lassen, sondern sportlich geantwortet hat. Das ist eines Spitzenreiters würdig.“
JSG Weserbergland: Noelia Franke (TW), Amelie Meier (1), Tamina Frey, Leni Preece (1), Lenie Huer (10), Ruby Wood (5), Leni Detmer, Lotta Wellhausen (9), Charlotte Weiß (2).
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