03.10.2026 17:55
2. Kreisklasse
Sieben-Tore-Spektakel in Afferde: Pflughaupt krönt Aufholjagd kurz vor Schluss
Tapfere Achter-Riege aus Coppenbrügge trotzt Bad Münder: TuSpo schießt sich spät auf Rang zwei

Sam Wilders und die SG Afferde-Hilligsfeld feierten einen knappen Sieg.
SG Afferde-Hilligsfeld – SC Börry 4:3 (2:2).
In der 2. Kreisklasse haben sich die SG Afferde-Hilligsfeld und der SC Börry ein spektakulères Torfestival geliefert, das die Hausherren am Ende knapp mit 4:3 (2:2) für sich entschieden. Durch den Heimsieg schiebt sich die SG auf den fünften Tabellenplatz vor und etabliert sich im oberen Mittelfeld, während Börry nach der knappen Niederlage auf Rang elf im unteren Mittelfeld verharrt. Auf dem Platz erwischten die Gäste den frischeren Start: Aysar Eliyas Qaro brachte den SCB bereits in der 9. Spielminute mit 0:1 in Führung. Die Antwort der Hausherren folgte jedoch auf dem Fuß: „Das 1:1 haben wir traumhaft herausgespielt: Ein Diagonalball aus dem Halbfeld, Carlo Witkop läuft mit vollem Tempo ein, verarbeitet die Kugel mit dem ersten Kontakt perfekt und schweißt sie ein“, schwärmte SG-Trainer Luke Wilders über den Ausgleichstreffer (12.).
Die wilde Anfangsphase nahm jedoch keine Pause, denn nur 60 Sekunden später verwandelte Lennart Wicke einen Strafstoß zur erneuten Führung für Börry (13.). Doch erneut schlug der bärenstarke Witkop zurück und markierte in der 18. Minute den 2:2-Ausgleich. „Das war ein extrem munteres und spektakuläres Spiel. Wir waren fußballerisch die bessere Mannschaft und hatten deutlich mehr Tormöglichkeiten. Allerdings sind wir erneut an unserer eigenen Chancenauswertung gescheitert“, analysierte Wilders die ersten 45 Minuten, in denen unter anderem ein Lattentreffer und eine Rettung auf der Linie das 3:2 für die Heimelf verhinderten.
Pflughaupt erlöst die SG – Ex-Afferder Schulz glänzt im Börry-Tor
Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste über lange Bälle gefährlich und schlugen in der 55. Spielminute erneut zu: Max Brockmann vollendete einen tiefen Ball zur dritten Führung für den SCB. „Börry hat das defensiv keineswegs schlecht gemacht und uns immer wieder vor große Probleme gestellt, sobald sie lange Bälle hinter unsere Kette geschlagen haben. Bei diesen Befreiungsschlägen war vor allem Max Brockmann dauerhaft gefährlich“, zollte Wilders dem Gegner Respekt. Afferde-Hilligsfeld steckte keineswegs auf, erzwang über die Außenbahnen immer wieder brenzlige Situationen und belohnte sich in der 77. Minute: Nach einem angetippten, indirekten Freistoß traf Justin Brandt zum 3:3. In einer hochdramatischen Schlussphase glückte der Heimelf schließlich der entscheidende Schlag: Marco Pflughaupt vollendete in der 88. Minute einen letzten energischen Angriff zum umjubelten 4:3-Endstand.
Nach dem Schlusspfiff zeigte sich SG-Coach Luke Wilders erleichtert und zufrieden: „Am Ende ist der Sieg für uns absolut verdient. Nach unserem 4:3-Führungstreffer gab es keine nennenswerte Chance mehr für Börry, weil wir uns etwas tiefer fallengelassen haben und nichts mehr anbrennen ließen.“ Ein Sonderlob verteilte der Trainer zudem an zwei Hauptdarsteller des Tages: „Carlo Witkop hat heute ein überragendes Spiel gemacht und selbst trotz einsetzender Krämpfe bis zum Schluss wichtige Tiefenläufe angezogen. Bei Börry war Keeper Bastian Schulz als Ex-Afferder bärenstark und hat etliche Bälle entschärft.“
Tore: 0:1 Aysar Eliyas Qaro (9.), 1:1 Carlo Witkop (12.), 1:2 Lennart Wicke (13./Strafstoß), 2:2 Witkop (18.), 2:3 Max Brockmann (55.), 3:3 Justin Brandt (77.), 4:3 Marco Pflughaupt (88.).
MTV Coppenbrügge – TuSpo Bad Münder 0:8 (0:2).
In Coppenbrügge hat sich TuSpo Bad Münder durch einen 8:0 (2:0)-Auswärtserfolg beim MTV Coppenbrügge auf den zweiten Tabellenplatz geschoben. Für das Schlusslicht aus Coppenbrügge bleibt es hingegen bitter im Tabellenkeller, auch wenn das Ergebnis die außergewöhnlichen Begleitumstände der Partie nur bedingt widerspiegelt: Der MTV musste personalbedingt mit lediglich acht Spielern auflaufen, stockte nach einer halben Stunde auf neun Akteure auf und bestritt den zweiten Durchgang schließlich zu zehnt. Die Gäste taten sich trotz des frühen Führungstreffers von Philip Dunkley (9.) lange Zeit schwer gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber.
In der 37. Minute schraubte Hamza Mujovic das Resultat aus abseitsverdächtiger Position auf den 0:2-Pausenstand. „Vor diesem Hintergrund bin ich gar nicht so unglücklich über den Auftritt – dafür haben wir es wirklich stark gemacht. Bad Münder tat sich trotz der frühen Führung lange Zeit schwer. Die Gäste hatten zwar viel Ballbesitz, spielten es aber oft nicht sauber aus und ließen zahlreiche Chancen ungenutzt. Zudem konnte ich im Tor einige gute Möglichkeiten vereiteln“, berichtete MTV-Sprecher und Schlussmann David Mazurowski.
Aluminium-Pech verhindert Anschluss – Später Einbruch nach großem Kampf
Auch nach dem Seitenwechsel boten die Hausherren in Unterzahl leidenschaftliche Gegenwehr. In der 60. Spielminute vergab Bad Münder die Riesenchance zur Vorentscheidung, als ein Foulelfmeter ungenutzt blieb. Nur fünf Minuten später hatte der MTV sogar den Ehrentreffer auf dem Fuß: Ein Kracher von Roberto-Victor Daraban klatschte an die Unterkante der Latte, sprang auf die Torlinie und von dort wieder heraus (65.). Mit zunehmender Spieldauer forderten die ungleichen Kräfteverhältnisse jedoch ihren Tribut. Nach dem 0:3 durch Emre Bilir (69.) schwand die Kraft der Heimelf spürbar. Turgut Cevat Bölükbasi (73.) und Abdo Ussu (78.) erhöhten rasch, ehe Dunkley per Doppelschlag (81., 89.) seinen Dreierpack perfekt machte. Leonid Aliu setzte in der 90. Minute schließlich den Schlusspunkt zum 0:8-Endstand.
Trotz des deutlichen Endergebnisses sparte Mazurowski nach dem Abpfiff nicht mit Lob für sein Team: „Nach dem 0:3 verließen uns verständlicherweise zusehends die Kräfte und Bad Münder spielte es cleverer aus. Das Ergebnis ist gemessen an den heutigen Umständen sicher um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen. Ich muss heute der gesamten Mannschaft ein riesiges Lob aussprechen: Wir haben uns in Unterzahl alle den Hintern aufgerissen und füreinander gekämpft. Das hat trotz allem richtig Spaß gemacht und spielerisch war das keineswegs verkehrt. Es war allemal besser als nicht anzutreten – wir haben uns würdig präsentiert und den verdienten Respekt des Gegners erhalten.“
Tore: 0:1 Philip Dunkley (9.), 0:2 Hamza Mujovic (37.), 0:3 Emre Bilir (69.), 0:4 Turgut Cevat Bölükbasi (73.), 0:5 Abdo Ussu (78.), 0:6 Dunkley (81.), 0:7 Dunkley (89.), 0:8 Leonid Aliu (90.).
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