06.09.2026 18:37

2. Kreisklasse


Dragusha & Dunkley: Doppel-D der 2. Kreisklasse im Dreierpack-Modus

Kosova siegt dank Dreierpacker im Topspiel / Dunkley knipst dreifach im Nordkreis-Derby
Philip Dunkley TuSpo Bad Muender Dribbling 2 Kreisklasse
Bad Münders Philip Dunkley war wieder einmal nicht zu stoppen.

VfB Hemeringen II – TSV Groß Berkel 1:1 (0:1).

In der 2. Kreisklasse endete das Duell zwischen dem VfB Hemeringen II und dem TSV Groß Berkel mit einer Punkteteilung. Die Gäste aus Groß Berkel erwischten dabei den deutlich besseren Start. „Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen und sind viel hinterhergelaufen“, berichtete VfB-Trainer Michael Hein. Der TSV presste in den ersten 30 Minuten stark und war zunächst die klar bessere Mannschaft. Die Überlegenheit spiegelte sich früh im Ergebnis wider: Nach einem Pass durch die Hemeringer Abwehrreihe, in der laut Hein „zu große Löcher“ klafften, tauchte Azat Celik frei vor VfB-Keeper Jan Wiwiorra auf und markierte das 1:0 (7.). Groß Berkel hatte in der Folge weitere Chancen, um den Vorsprung auszubauen, doch Wiwiorra bewahrte sein Team mit Ruhe und Erfahrung vor einem größeren Rückstand.

Hemeringen meldet sich nach Kabinenansprache zurück
In der Pause reagierte der Hemeringer Übungsleiter eigenen Angaben zur Folge mit einer lautstarken Ansprache. Das zeigte Wirkung, denn das Bild wandelte sich im zweiten Durchgang. „Die zweite Halbzeit ging dann komplett an uns“, erklärte Hein, der mit seinem Team in der 78. Minute den Ausgleich erzielte. Nach einem flachen Ball in die Schnittstelle hatte Alexander Gad leichtes Spiel und traf zum Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Ende bot sich den Gastgebern sogar noch die große Chance auf den Tagessieg. Marc Neumann bekam den Ball im Fünfmeterraum serviert, trat jedoch ein Luftloch, anstatt den Ball direkt zu nehmen. Dennoch zeigte sich Hein mit dem Ausgang der Partie versöhnlich: „Mit dem Endergebnis sind wir am Ende trotzdem sehr zufrieden, auch wenn wir drei Punkte natürlich auch gerne genommen hätten.“ Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Torhüter Jan Wiwiorra, der seine Mannschaft in der ersten Halbzeit gut im Spiel gehalten hatte. Durch das Remis bleiben beide Mannschaften weiterhin im Dunstkreis der Abstiegsränge gefangen.
Tore: 0:1 Azat Celik (7.), 1:1 Alexander Gad (78.).

SG Flegessen II – TSG Emmerthal II 2:0 (1:0).

Aufsteiger SG Flegessen II feierte am Nachmittag den zweiten Sieg in Folge. Die ersten zehn Minuten prägte verhaltenes Mittelfeldgeplänkel. „Emmerthal hatte schon mehr Spielanteile, wir haben dagegen etwas abwartend agiert“, berichtete SG-Sprecher Timor Folge. In der 17. Minute ergab sich für die Gäste die erste Großchance über rechts, doch Flegessens seit Wochen stark aufgelegter Torhüter Kian Mispagel parierte im Eins-gegen-Eins. Nur kurz darauf tauchte die TSG nach einem Steckpass erneut frei vor Mispagel auf, der abermals rettete (21.). Nach der Abwehraktion berührte er jedoch unglücklich den Gegenspieler, der verletzungsbedingt per Krankenwagen abtransportiert werden musste. „Wir wünschen auf diesem Weg gute Besserung“, schickte Folge Genesungswünsche. In der 32. Minute gingen die Hausherren in Führung: Niklas Bruns passte zu Finn Begemann, der sich fast von der Mittellinie durchtankte. Folge lief mit und sorgte damit für Unruhe in der TSG-Hintermannschaft, ehe Begemann fast von der Grundlinie ins kurze Eck vollendete. In der Folge zeigte sich die TSG kurz geschockt: Nach einem Steckpass von Folge scheiterte Bruns am gut reagierenden TSG-Keeper Sascha Krannich (36.), ehe Samuel Steilen kurz darauf knapp am Tor vorbeilupfte.

Bruns vollendet Flegessener Umschaltmoment
„Nach dem Seitenwechsel hatten wir gefühlt ein wenig Startschwierigkeiten“, betonte der SGF-Sprecher, der mit seinem Team dann jedoch eine Standardsituation der Gäste eiskalt ausnutzte. Nach einer Emmerthaler Ecke eroberte Folge den Ball und schickte Bruns auf die Reise, der zum 2:0 einschob (56.). Es entwickelte sich eine umkämpfte zweite Halbzeit mit einigen Gelben Karten auf beiden Seiten. Bruns bot sich in der 84. Minute eine weitere Möglichkeit, während Mispagel kurz vor Schluss einen TSG-Freistoß parierte (86.), sodass es am Ende beim 2:0 der Hausherren blieb. Ein Sonderlob des Sprechers verdienten sich Keeper Mispagel, Samuel Steilen sowie Bruns mit Tor und Vorlage, doch Folge betonte vor allem den Teamgeist: „Die ganze Mannschaftsleistung war extrem gut, gerade defensiv.“ Während sich die Hausherren damit ins Mittelfeld der Tabelle absetzen, bleibt die TSG Emmerthal II nach der Niederlage mit nur zwei Punkten Vorsprung knapp vor der Abstiegszone.
Tore: 1:0 Finn Begemann (32.), 2:0 Niklas Bruns (56.).

SG Afferde-Hilligsfeld – FC Kosova Hameln 2:3 (2:2).

Das Spitzenspiel der hoch gehandelten Teams zwischen der SG Afferde-Hilligsfeld und dem FC Kosova Hameln trug am frühen Nachmittag vor allem einen Namen: Flamur Dragusha. „Es war das erwartete Spitzenspiel, in der ersten Halbzeit war ordentlich was los“, berichtete SG-Trainer Luke Willders. Kosova erarbeitete sich zu Beginn drei Großchancen, doch SG-Keeper Stanislav Kovalewish bewahrte die Hausherren vor einem Rückstand und lenkte unter anderem einen Ball spektakulär mit dem Fuß über die Latte. Die Gastgeber gingen folglich durch Carlo Witkop mit 1:0 in Führung (12.). „Beide Teams waren auf Augenhöhe, wobei Kosova zwar etwas mehr Ballbesitz hatte ohne jedoch richtig zwingend zu werden“, so Willders. Dragusha drehte die Partie in der Folge vorübergehend per Doppelpack: Erst traf er per direktem Freistoß zum 1:1 (31.), ehe er eine Hereingabe über außen per Seitfallzieher zum 2:1 im Tor unterbrachte (34.). Die Hausherren steckten keineswegs auf und belohnten sich in einer Drangphase kurz vor dem Pausenpfiff: Jonas Stickel markierte in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich (45.+2).

Dragusha entscheidet die Partie in der Nachspielzeit
Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Kosova verzeichnete weiterhin etwas mehr Ballbesitz, während die Hausherren die zwingenderen Gelegenheiten besaßen. In der 53. Minute benötigte Afferde bei einer vierfachen Klärungsaktion jedoch auch das nötige Glück: SG-Verteidiger Michel Knese rettete erst mit einer „Monstergrätsche“, ehe Kovalewish zweimal parierte und die Situation im vierten Anlauf bereinigt wurde. Im Anschluss entwickelte sich eine komplett offene Partie. „Es war im Prinzip allen auf dem Sportplatz klar: wer das nächste Tor schießt, gewinnt“, unterstrich der SG-Coach. In der Nachspielzeit fiel schließlich die Entscheidung: Ein langer Ball aus der Kosova-Abwehr fand erneut Dragusha. In einer „50-50-Situation“, wie es Willders nannte, kam der Stürmer knapp vor dem herauseilenden Kovalewish an den Ball und vollendete zum 3:2 (90.+2). „Mit ein bisschen mehr Spielglück ist unser Keeper vorher am Ball, das war ganz unglücklich“, bedauerte Willders. Dennoch zog der Coach ein versöhnliches Fazit: „In der Summe war es ein wirklich gutes, ansehnliches Spiel für 2. Kreisklassen-Verhältnisse, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte.“ Das Quäntchen Spielglück lag jedoch auf Seiten der Gäste. Ein Sonderlob verdienten sich Torhüter Kovalewish mit seinen Paraden sowie Linksverteidiger Michel Knese. Während die SGAH mit leeren Händen dastand, feierte Aufsteiger Kosova Hameln im siebten Spiel den siebten Sieg.
Tore: 1:0 Carlo Witkop (12.), 1:1 Flamur Dragusha (31.), 1:2 Flamur Dragusha (34.), 2:2 Jonas Stickel (45.+2), 2:3 Flamur Dragusha (90.+2).

TSV Eintracht Nienstedt – TuSpo Bad Münder 3:3 (1:1).

Im Nordkreis-Derby knüpften der TSV Eintracht Nienstedt und TuSpo Bad Münder nahtlos an den umkämpften Fight aus dem Kreispokal an – mit dem Unterschied, dass es dieses Mal keinen Sieger gab. „Es war eine sehr umkämpfte und zweikampfbetonte Partie, die aber größtenteils fair blieb“, berichtete Nienstedt-Sprecher Yannick Lay. Ein knapper Versuch der Gäste in der Frühphase der Partie diente als Wachmacher für die Hausherren, die wenig später in Führung gingen: Nach einem Steckpass von Patrick Plänitz vollendete Kieron Lay zum 1:0 (6.). In der Folge spielte sich vieles im Mittelfeld ab, da beide Teams vor allem mit langen Bällen agierten. Ab der 30. Minute übernahmen die Gäste jedoch das Kommando und drängten Nienstedt tief in die eigene Hälfte. Philip Dunkley belohnte den Aufwand von Bad Münder mit dem 1:1-Ausgleich (41.). „Wir haben bis zur Pause nichts mehr zustande gebracht und waren froh, als die Halbzeit kam, um nicht noch einen weiteren Gegentreffer zu kassieren“, gab Lay ehrlich zu. Das lag auch am gut aufgelegten Schluss im Nienstedter Tor, Lukas Schädel, der gleich mehrere Großchancen der Gäste über die gesamte Partie parierte.

Turbulenter Schlagabtausch im zweiten Durchgang
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber den besseren Start und verzeichneten zwei knappe Abschlüsse. Der erste Treffer der zweiten Hälfte fiel jedoch auf der Gegenseite: Dunkley zirkelte einen Freistoß aus guter Position direkt zum 2:1 in die Maschen (51.). Nienstedt schlug per Strafstoß zurück, den Lay zum 2:2 verwandelte (58.). Und es ging weiterhin Schlag auf Schlag: Nur vier Minuten später staubte Dunkley aus dem Fünfmeterraum zum 3:2 ab (62.) und schnürte seinen Dreierpack. Die Antwort der Hausherren folgte jedoch postwendend durch Marlon Frielinghaus, der zum 3:3 ausglich (64.). In der verbleibenden Spielzeit prägten harte Zweikämpfe das Geschehen, während beide Defensivreihen grundsolide standen und keine klaren Gelegenheiten mehr zuließen. „Unterm Strich war das ein gerechtes Unentschieden“, resümierte Lay, der auch dem Schiedsrichter Serghei Schäfer für eine gute Leistung mit harter Linie ein Lob aussprach. Ein Sonderlob verdienten sich Nienstedts Torhüter Lukas Schädel sowie Dreierpacker Dunkley. „Der ist einfach zu gut für die Liga“, erkannte Lay an.
Tore: 1:0 Kieron Lay (6.), 1:1 Philip Dunkley (41.), 1:2 Philip Dunkley (51.), 2:2 Kieron Lay (58./Strafstoß), 2:3 Philip Dunkley (62.), 3:3 Marlon Frielinghaus (64.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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