03.09.2026 09:08

2. Kreisklasse


Vier Gegentore vor der Pause: Groß Berkel geht gegen SG Afferde/Hilligsfeld unter

Schadensbegrenzung nach dem Seitenwechsel – Hagemann beklagt Substanzverlust
Jubel Afferde Hilligsfeld
Die SG Afferde-Hilligsfeld durfte fünfmal jubeln.

TSV Groß Berkel - SG Afferde/Hilligsfeld 0:5 (0:4).

In der 2. Kreisklasse hat der TSV Groß Berkel eine deutliche 0:5 (0:4)-Heimniederlage gegen die SG Afferde/Hilligsfeld hinnehmen müssen. Während die Gäste eine fußballerisch bärenstarke Vorstellung auf den Rasen zauberten, war die Partie bereits im ersten Durchgang zuungunsten der Hausherren entschieden. „Der Gegner ist sehr gut gestartet und hat über das gesamte Spiel hinweg einen starken Ball gespielt – mit vielen Kombinationen, hohem Ballbesitz und kurzen Kontakten. Wir hingegen waren in der ersten Halbzeit wieder einmal nicht bereit, an das anzuknüpfen, was wir uns vorgenommen hatten und haben das Spiel wie in der Vorwoche früh aus der Hand gegeben“, analysierte Groß Berkels Co-Trainer Maik Hagemann selbstkritisch.

Dabei besaß der TSV kurz vor dem Rückstand selbst zwei hochkarätige Möglichkeiten zur Führung: „Da muss mindestens einer im Tor landen. Wären wir da 1:0 in Führung gegangen, hätte die Partie einen ganz anderen Verlauf genommen.“ Stattdessen schlug die SG eiskalt zu: Nach einem Heber hinter die Kette vollendete Robin Borkert per Innenpfosten zum 0:1 (24.), ehe erneut Borkert nur sieben Minuten später per Lupfer über den TSV-Keeper Manuel Reker auf 0:2 stellte (31.). Die Gäste kombinierten sich nun nach Belieben durch die Reihen der Heimelf: Lennart Rohloff drückte erst eine Flanke zum 0:3 über die Linie (39.) und nutzte kurz vor dem Pausentee einen schnell ausgeführten Freistoß zum 0:4-Halbzeitstand (45.).
Schadensbegrenzung nach dem Seitenwechsel – Hagemann beklagt Substanzverlust

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der TSV zumindest defensiv gefestigter und hielt die Begegnung über weite Strecken schadlos. Die Gäste verwalteten das Resultat geschickt, ehe Carlo Witkop in der 86. Spielminute einen gut ausgespielten Konter zum 0:5-Endstand vollendete. In der hektischen Schlussphase kochten die Gemüter noch einmal über, doch der Unparteiische Yunus Emre Günkaya bewies Fingerspitzengefühl und brachte die Partie ruhig über die Zeit.

Trotz des enttäuschenden Resultats zeigte sich Hagemann als fairer Verlierer und zollte den Gästen großen Respekt: „Ein großes Lob an den Gegner: Das war die bis dato stärkste Leistung einer Mannschaft gegen uns in dieser Saison. Sie haben klasse kombiniert und standen defensiv kompakt.“ Mit Blick auf die eigene Mannschaft verwies der Co-Trainer jedoch auch auf die enorme Belastung der letzten Wochen: „Wir mussten erneut drei- bis viermal angeschlagen auswechseln. Viele Spiele innerhalb kurzer Zeit führen zu Substanzverlust und Konzentrationsmängeln, wodurch solche Gegentore begünstigt werden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns zumindest nicht abschlachten lassen. Dennoch muss sich das grundlegend ändern – mit so einer Einstellung gewinnen wir kein Spiel mehr. Zum Glück haben wir in wenigen Tagen bereits die nächste Chance zur Wiedergutmachung.“
Tore: 0:1 Robin Borkert (24.), 0:2 Borkert (31.), 0:3 Lennart Rohloff (39.), 0:4 Rohloff (45.), 0:5 Carlo Witkop (86.).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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