09.08.2026 18:44

2. Kreisklasse


Torgala im Gleichschritt: Nienstedt und Kosova lassen es krachen

Börry mit knappen Auswärtserfolg / Flegessen II schlägt Coppenbrügge ebenfalls mit fünf Toren
Boerry Zweikampf
Der SC Börry erkämpfte sich einen knappen Auswärtserfolg.

SG Flegessen II – MTV Coppenbrügge 5:0 (2:0).

Klares Ausrufezeichen in der 2. Kreisklasse: Die Zweitvertretung der SG Flegessen hat sich im Heimspiel gegen den MTV Coppenbrügge souverän mit 5:0 durchgesetzt. Bei drückenden Temperaturen gaben die Hausherren von Beginn an den Ton an. „Wir wollten das Spiel über spielerische Lösungen bestimmen, während Coppenbrügge es meist mit langen Bällen versucht hat.“, berichtete SG-Sprecher Niklas Henkel. Aled Meyer belohnte Flegessen bereits in der 10. Minute mit der 1:0-Führung, ehe Dominik Fecho auf 2:0 erhöhte (21.). Bis auf einen Distanzschuss kurz nach dem zweiten Treffer ließen die Platzherren vor dem Pausentee nichts zu.

Nach dem Seitenwechsel erwischte die SG zunächst einen etwas holprigen Start. Coppenbrügge kam etwas besser auf, blieb bis auf Schüsse aus der zweiten Reihe aber weiterhin ohne Großchancen. In der 63. Minute folgte die Vorentscheidung durch ein Kuriosum: Eine verunglückte Flanke von Keano Solaja senkte sich sehenswert über den Keeper hinweg zum 3:0 ins Tor. „Das war für Coppenbrügge der endgültige Knackpunkt“, so Henkel. Nach der verordneten Trinkpause schraubte Flegessen das Ergebnis weiter in die Höhe: Erst schalteten die Hausherren bei einem Freistoß blitzschnell und Fecho vollendete zum 4:0 (80.), ehe der aushelfende Ü32-Kicker in der 90. Minute mit seinem dritten Tagestreffer den 5:0-Endstand markierte.

„Trotz der hohen Temperaturen, die beiden Teams zugesetzt haben, war das eine starke Kollektivleistung. Ein großes Dankeschön geht auch an die Altherren und die erste Herren für die personelle Unterstützung“, zog Henkel nach dem Kantersieg ein rundum zufriedenes Fazit.
Tore: 1:0 Aled Meyer (10.), 2:0 Dominik Fecho (21.), 3:0 Keano Solaja (63.), 4:0 Dominik Fecho (80.), 5:0 Fecho (90.).

VfB Hemeringen II – SC Börry II 0:1 (0:0)

Bittere Niederlage für den VfB Hemeringen II: Trot Überlegenheit mussten sich die Hausherren im Heimspiel gegen die Zweitvertretung des SC Börry knapp mit 0:1 geschlagen geben. VfB-Coach Michael Hein zeigte sich nach dem Abpfiff bedient: „Meines Erachtens ist das eine völlig unverdiente Niederlage. Wir sind 90 Minuten lang auf ein Tor gelaufen, haben die Dinger aber einfach nicht gemacht. Börry kommt gefühlt einmal gefährlich vor unser Tor und trifft direkt.“

Die Hausherren erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt. Hemn Majeed erarbeitete sich mehrere gute Gelegenheiten, Chris Liebal verpasste aus kurzer Distanz und Alexander Gad vergab die größten Möglichkeiten für die VfB-Kicker, als er gleich zweimal frei auf das Tor zulief, aber scheiterte. Ein Hauptgrund für die Hemeringer Ladehemmung war Börrys Schlussmann Bastian Schulz, der mit glänzenden Paraden mehrfach das Remis festhielt. Auf der Gegenseite zeigte aber auch VfB-Keeper Jan Wiwiorra eine starke Leistung und bewahrte sein Team im ersten Durchgang dreimal glänzend vor einem Rückstand. Hein: „Er war richtig gut. Danach kam von Börry nicht mehr viel.“

In der Folge bauten die Gäste offensiv ab, während beiden Teams bei drückenden Temperaturen zusehends die Kräfte schwanden. Die kalte Dusche für den VfB folgte schließlich in der 82. Minute: Nach einer eigenen Ecke sicherten die Hausherren nur mit zwei Mann ab. Börry schaltete blitzschnell um, stieß per langem Ball in die Überzahl und Fynn Otto schob den Konter eiskalt zum 0:1-Endstand ein.
Tore: 0:1 Fynn Otto (82.).

FC Kosova Hameln - TSG Emmerthal II 5:2 (2:2).

In der 2. Kreisklasse hat der FC Kosova Hameln dank einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang einen 5:2 (2:2)-Heimerfolg gegen die Reserve der TSG Emmerthal gefeiert. Zu Beginn begegneten sich beide Teams noch auf Augenhöhe. „In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften brauchten etwas, um Fuß zu fassen, dadurch fielen viele Tore – vor allem durch individuelle Fehler“, berichtete FC-Sprecher Leotrim Berisha. Ardian Pajaziti brachte die Hausherren in der 12. Minute zunächst mit 1:0 in Führung, ehe die Gäste das Spiel durch einen Doppelschlag (10., 30.) binnen weniger Minuten auf 1:2 drehten. Für die TSG trafen Ali Salameh und Maven Manser. In dieser Phase wackelte die Kosova-Defensive gewaltig. „In der ersten Halbzeit hat uns zudem unser Torwart Meik Padberg mit drei starken Paraden im Spiel gehalten, da hätte Emmerthal die Führung ausbauen können“, gab Berisha offen zu. Kurz vor dem Pausentee schlug die Heimelf jedoch zurück: Tayfur Ersan traf in der 43. Minute zum wichtigen 2:2-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Geschehen zunehmend zu Gunsten der Hamelner. „In der zweiten Halbzeit war bei Emmerthal etwas die Luft raus, was uns Räume eröffnet hat. Wir hatten viele schön herausgespielte Tore, bei denen wir unsere Überzahl gut ausgespielt und unsere Umschaltmomente genutzt haben“, analysierte Berisha den Umschwung. Tayfur Ersan schnürte in der 63. Minute mit dem 3:2 seinen Doppelpack und brachte Kosova auf die Siegerstraße, ehe Besmir Rrusta in der 72. Minute auf 4:2 erhöhte. Den Schlusspunkt unter die unterhaltsame Begegnung setzte schließlich Flamur Dragusha mit dem 5:2-Endstand (88.). „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir dann verdient gewonnen: Da waren wir deutlich stärker und hatten Oberwasser“, resümierte Berisha zufrieden und verteilte noch ein ausdrückliches Lob an seinen Schlussmann: „Meik Padberg im Tor verdient ein Sonderlob, er hat verhindert, dass das Spiel zugunsten von Emmerthal kippt.“
Tore: 1:0 Ardian Pajaziti (12.), 1:1 Ali Salameh (20.), Marven Manser 1:2 (30.), 2:2 Tayfur Ersan (43.), 3:2 Tayfur Ersan (63.), 4:2 Besmir Rrusta (72.), 5:2 Flamur Dragusha (88.).

TSV Eintracht Nienstedt - TSV Klein Berkel II 5:2 (3:1).

Im Nordkreis hat der TSV Eintracht Nienstedt seine Ambitionen erneut untermauert und einen 5:2 (3:1)-Heimerfolg gegen die Reserve des TSV Klein Berkel gefeiert. Allerdings erwischten zunächst die Gäste den besseren Start und gingen in der 23. Minute durch Jonas Grabig in Führung. „Wir brauchten wieder etwas, um ins Spiel zu kommen – das war im ersten Spiel auch schon so. Da brauchen wir erst einen 'Hallo-Wach'-Effekt. Wir haben aber in der Offensive immer unsere Möglichkeiten“, gab Eintracht-Sprecher Torsten Reimann zu. Die Hausherren fingen sich zügig und drehten die Partie noch vor dem Pausenpfiff mit einem furiosen Endspurt. In der 39. Minute glich Kieron Lay zunächst aus, ehe er in der langen Nachspielzeit der ersten Hälfte per Traumtor auf 2:1 stellte (45.+4). „Beim 2:1 traf Kieron Lay per Fernschuss genau in den Winkel, ein wunderschöner Treffer“, schwärmte Reimann. Nur zwei Minuten später schlug Lukas Darsow zu und schraubte das Ergebnis auf 3:1 (45.+6). „Ab der Mitte der ersten Halbzeit waren wir besser drin und haben dann relativ schnell noch vor der Halbzeit drei Tore am Stück gemacht. Danach war der Gegner erst einmal geschockt und geschwächt“, analysierte Reimann.

Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Gästen noch einmal Hoffnung auf, als Mirko Pierske in der 54. Minute auf 3:2 verkürzte. Doch Nienstedt schüttelte den Dämpfer schnell ab und wartete in der 68. Minute mit einem echten Spektakel auf: Lukas Jülke zog von der Mittellinie ab und traf traumhaft zum 4:2. „Der Ball senkte sich und schlug genau im Tor ein – absolute Marke 'Tor des Monats'!“, berichtete Reimann begeistert. In der 78. Minute machte Kieron Lay mit seinem dritten Treffer des Tages schließlich alles klar und stellte auf 5:2. „Wir hätten sogar noch mehr Tore machen können und haben einige Chancen ausgelassen. Am Ende ist es ein verdienter Sieg für uns und unser Torjäger Kieron Lay war der Spieler des Spiels“, bilanzierte Reimann nach dem Abpfiff zufrieden.
Tore: 0:1 Jonas Grabig (23.), 1:1 Kieron Lay (39.), 2:1 Kieron Lay (45.+4), 3:1 Lukas Darsow (45.+6), 3:2 Mirko Pierske (54.), 4:2 Lukas Jülke (68.), 5:2 Kieron Lay (78.).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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