02.08.2026 19:14
2. Kreisklasse
8-Tore-Spektakel im Gemeindederby: Börry dreht 0:2-Rückstand gegen Emmerthal II
Nienstedt setzt sich durch / Eimbeckhausen triumphiert im Nordkreisderby / Klein Berkel II mit Schützenfest

Fynn Otto (rechts) war der Mann des Spiels und ausschlaggebend für den großen Jubel beim SC Börry.
TSV Klein Berkel II – SC Weser HO II 8:0 (6:0).
Noch im Vorbericht hatte Klein Berkels Neutrainer Olaf Weinert gesagt, er wisse nach seiner kurzfristigen Übernahme der Mannschaft nicht, wo sein Team derzeit stehe. Am frühen Sonntagnachmittag gab´s die sicherlich erfreuliche Antwort: Zum Saisonauftakt in der 2. Kreisklasse gab es für den TSV direkt einen deutlichen 8:0-Erfolg gegen die neugegründete Zweitvertretung des SC Weser HO. Die Hausherren stellten die Weichen von Beginn an auf Sieg. Bilal Al Hussein brachte die Berkeler per Doppelschlag früh in Führung (4., 6.), ehe Dastin Gilke per Elfmeter auf 3:0 erhöhte (19.). „Wir hatten drei, vier Spieler aus der ersten Herren zur Unterstützung, das macht natürlich einen Unterschied. Im Grunde genommen haben wir nach dem 3:0 diese Spieler aber schnell rausgenommen und dann unsere Spieler der Zweiten eingesetzt“, erklärte Weinert. Die Dominanz blieb dennoch bestehen: Sebastian Gelhaar (25.) sowie Julian Seifert per Doppelpack (27., 41.) schraubten das Ergebnis noch vor dem Seitenwechsel auf 6:0. „Die erste Halbzeit haben wir komplett dominiert“, so der Coach.
Nach der Pause veränderte sich das Spielgeschehen durch die personelle Rotation leicht. „In der zweite Halbzeit haben wir viel gewechselt, dadurch war der Spielfluss nicht mehr so konstant“, berichtete Weinert. Die Gäste kamen nun etwas besser in die Partie, scheiterten jedoch am TSV-Schlussmann: „In der zweiten Halbzeit hat unser Torwart Manuel Herudek mehr zu tun bekommen, nachdem er in der ersten Halbzeit beschäftigungslos war. Er hat das sehr souverän gelöst.“ Auf der Gegenseite legte Gelhaar noch zweimal nach (69., 74.) und machte seinen Dreierpack sowie den 8:0-Endstand perfekt. „Alle Tore waren gut rausgespielt. Die mannschaftliche Geschlossenheit war entscheidend für unsere Treffer“, lautete das rundum positive Fazit Weinerts nach dem gelungenen Saisonstart.
Tore: 1:0 Bilal Al Hussein (4.), 2:0 Al Hussein (6.), 3:0 Dastin Gilke (19./Elfmeter), 4:0 Sebastian Gelhaar (25.), 5:0 Julian Seifert (27.), 6:0 Julian Seifert (41.), 7:0 Gelhaar (69.), 8:0 Gelhaar (74.).
VfB Hemeringen II – SG Flegessen II 2:2 (1:1).
Im Aufsteigerduell zwischen Hemeringen II und Flegessen II gab es am Nachmittag keinen Sieger. Zu Beginn der Partie begegneten sich beide Teams vorsichtig. „Anfangs gab es ein Abtasten, beide Mannschaften hatten den Fokus auf die Defensive gelegt“, berichtete SG-Sprecher Timor Folge. Hemeringen erarbeitete sich im Verlauf der ersten Halbzeit etwas mehr Spielanteile und Torannäherungen, doch der erste Treffer fiel überraschend auf der Gegenseite: Niklas Bruns zog aus rund 20 Metern ab und schlenzte den Ball zur 1:0-Führung für Flegessen ins Netz. Der VfB schlug jedoch noch vor der Pause zurück. Nach einem Freistoß am Strafraumrand segelte der Ball an den kurzen Pfosten, wo Christopher Liebal per Kopf zum 1:1 ausglich.
Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren zunächst leichte Vorteile und belohnten sich mit der Führung. „Nach einem erneuten Standard gab es ein Gewusel bei uns im Strafraum, bei dem unser Torwart möglicherweise schon die Hand am Ball hatte“, schilderte Folge. Am Ende war erneut Liebal zur Stelle und drückte das Leder zum 2:1 über die Linie. Flegessen steckte jedoch nicht auf und drückte in der Schlussphase nochmal aufs Gaspedal. In der Schlussphase nutzten die Gäste eine schnelle Balleroberung: Bruns setzte sich im Eins-gegen-Eins durch und stellte auf 2:2. Kurz darauf lag für die SG sogar noch der Siegtreffer in der Luft, doch Hemeringens Torhüter Pascal Wiesner parierte einen Volleyschuss von Samuel Steilen stark aus dem Eck. „Am Ende war es ein leistungsgerechtes Remis für beide Seiten“, bilanzierte Folge.
Auch im Lager der Hemeringer blickte man nach dem Abpfiff positiv auf das Unentschieden zurück. „Meine Mannschaft hat ein gutes kämpferisches Spiel abgeliefert. Für den 1. Spieltag war das eine sehr ordentliche Leistung bei den warmen Temperaturen. Darauf kann man aufbauen“, lobte VfB-Trainer Michael Hein nach dem Spiel. Ein besonderes Schulterklopfen gab es vom Coach für zwei seiner Akteure: „Chris Liebal hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Er war zusammen mit seinem zentralen Mitspieler Björn Hoppe ein sicherer Faktor in unserem Spiel. Super Leistung von den beiden.“
Tore: 0:1 Niklas Bruns, 1:1 Christopher Liebal, 2:1 Liebal, 2:2 Bruns.
SC Börry - TSG Emmerthal II 5:3 (3:2).
Spektakel im kleinen Gemeindederby: Am 1. Spieltag der 2. Kreisklasse trennten sich der SC Börry und die Reserve der TSG Emmerthal nach einem torreichen Schlagabtausch mit 5:3 (3:2). Dabei erwischten die Gäste den deutlich besseren Start. Nach 16 Minuten ging Marven Manser frei durch und schob zur Führung für die TSG ein, ehe Justin Schröter per sehenswertem Freistoß in der 40. Minute auf 0:2 stellte. „Wir haben zu Beginn der Saison gemerkt, dass wir noch nicht genau wissen, wo wir stehen. Beim 0:1 ist der Gegenspieler einfach durchgegangen und schiebt ein – da schauen wir leider nur zu, das können wir besser. Das 0:2 war dann ein super Freistoß von Justin Schröter“, analysierte SC-Trainer Manuel Feyer.
Die Hausherren steckten den bitteren Doppelschlag jedoch unbeeindruckt weg und wendeten das Blatt noch vor dem Seitenwechsel innerhalb weniger Minuten. Allen voran Fynn Otto drehte nun auf: Erst vollendete er einen feinen Spielzug zum 1:2-Anschluss (41.), ehe er nur drei Minuten später den 2:2-Ausgleich nachlegte (44.). „Nach dem Rückstand kommen wir aber wirklich richtig gut in Gang – und spielen unsere Tore schön heraus, gerade das 1:2“, lobte Feyer. In einer langen Nachspielzeit belohnte Jannis Hanke den SCB schließlich für die Aufholjagd und traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit (45.+6) zur verdienten 3:2-Pausenführung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine umkämpfte Begegnung. „Danach war es ein Hin und Her in der zweiten Halbzeit. Aber die TSG hatte keine große Torchance mehr, das haben wir gut verteidigt“, bilanzierte Feyer. Stattdessen schlug Börry in der 67. Minute erneut zu: Fynn Otto schnürte seinen Dreierpack und erhöhte auf 4:2. Ottos Treffer hinterließ dabei besonderen Eindruck beim Coach: „Das Tor von Fynn Otto war ein Tor des Willens: Er beißt sich durch und macht den Ball rein.“
Zwar steckte die TSG II keineswegs auf und kam durch Silas Niemeyer noch einmal auf 4:3 heran (74.), doch die Antwort der Hausherren ließ nicht lange auf sich warten. In der 86. Minute machte Max Brockmann mit dem 5:3 den Deckel drauf. „Da war die Messe dann gelesen“, stellte Feyer fest, der nach dem Schlusspfiff voll des Lobes war: „Fynn Otto hat heute ein Bombenspiel gemacht, aber die gesamte Mannschaft hat es super gemacht. Gerade nach dem Rückstand sich ein Herz zu fassen und dann noch 5:3 zu gewinnen, ist aller Ehren wert“
Tore: 0:1 Marven Manser (16.), 0:2 Justin Schröter (40.), 1:2 Fynn Otto (41.), 2:2 Fynn Otto (44.), 3:2 Jannis Hanke (45.+6), 4:2 Fynn Otto (67.), 4:3 Silas Niemeyer (74.), 5:3 Max Brockmann (86.)
SV Lachem - TSV Eintracht Nienstedt 2:4 (1:3).
Ein torreiches und hochintensives Duell bot sich den Zuschauern in Lachem: Aufsteiger SV Lachem musste sich dem als Meisterschaftsfavorit gehandelten TSV Eintracht Nienstedt am Ende mit 2:4 (1:3) geschlagen geben. „Ein super intensives und für die Zuschauer mega interessantes Spiel. Am Ende hat Nienstedt verdient gewonnen – tolle Spielanlage, Respekt an Nienstedt!“, lautete das fair-sportliche Fazit von SV-Trainer Egzon Popoci. Die Hausherren erwischten dabei einen Auftakt nach Maß: Bereits in der 3. Minute brachte Bekim Kiki den Aufsteiger per Schuss mit 1:0 in Führung. „Wir sind sehr gut reingekommen und durch einen Schuss von Bekim Kiki verdient in Führung gegangen. Danach wurde es ein Schlagabtausch“, berichtete Popoci.
Doch rund um die erste Trinkpause schlug der Favorit aus Nienstedt innerhalb weniger Minuten eiskalt zu: Erst glich Luca-Tim Papenburg in der 24. Minute aus, ehe Kieron Lay die Partie mit einem Blitz-Doppelschlag (26., 27.) binnen dreier Minuten komplett auf 1:3 drehte. „Nienstedt hat uns dann – innerhalb von fünf Minuten nach der Trinkpause – komplett den Schneid abgekauft und war eiskalt vor dem Tor“, zeigte sich Popoci beeindruckt von der Effizienz der Gäste.
Nach dem Seitenwechsel berappelte sich der Aufsteiger wieder und hielt engagiert dagegen. „In der zweiten Halbzeit sind wir dann besser ins Spiel gekommen“, so der SV-Coach. Mitten in dieser Phase folgte jedoch der nächste Dämpfer: Nach einem Foulspiel im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, Nienstedts Abwehrchef Paul Knappe verwandelte den Elfmeter in der 69. Minute gewohnt sicher zum 1:4.
Lachem steckte keineswegs auf und verkürzte durch Mert Aydin in der 82. Minute noch einmal auf 2:4, für eine echte Schlussoffensive fehlten am Ende aber die Kraftreserven: „Wir sind durch Mert Aydin noch zum 2:4-Anschluss gekommen, jedoch war die Luft etwas raus.“ Trotz der Auftaktniederlage verteilte Popoci nach dem Schlusspfiff noch ein Lob an die herausragenden Akteure auf dem Platz: „Ein Sonderlob geht an Danu Basfaluti sowie unsere Innenverteidiger Marcel Smolka und Onur Ari. Auf Seiten von Nienstedt hat Paul Knappe als Abwehrchef sowie die Außenverteidiger ein großartiges Spiel gemacht.“
Tore: 1:0 Bekim Kiki (3.), 1:1 Luca-Tim Papenburg (24.), 1:2 Kieron Lay (26.), 1:3 Kieron Lay (27.), 1:4 Paul Knappe (69./Strafstoß), 2:4 Mert Aydin (82.).
SG Eimbeckhausen/Hamelspringe - TuSpo Bad Münder 2:1 (1:0).
Packendes Nordkreisderby am 1. Spieltag: Die SG Eimbeckhausen/Hamelspringe hat sich auf heimischem Platz mit 2:1 (1:0) gegen den TuSpo Bad Münder durchgesetzt. Dabei standen die Vorzeichen für die Hausherren alles andere als ideal. „Wir haben heute mit elf Leuten angefangen – bis zur Trinkpause, weil zwei Leute erst später direkt vom Flughafen aus dem Urlaub kamen“, verriet SG-Coach Martin Witzel, der personell ohnehin auf dem Zahnfleisch ging und auf neun Akteure verzichten musste.
Auf dem Platz übernahm der TuSpo entsprechend von Beginn an die Spielkontrolle und erarbeitete sich gute Tormöglichkeiten. Unter anderem vergab Hakan Atangüc in der 25. Minute aus sechs Metern die Führung für die Gäste. „In der Szene hatten wir großes Glück. Ebenfalls, als etwas später Philip Dunkley das Tor nicht trifft. Bad Münder hatte in der ersten Halbzeit viel den Ball und hat das Spiel gemacht“, so Witzel. Mitten in diese Drangphase hinein schlug die Heimelf jedoch eiskalt zu: Nach einer Ecke schaltete Sören Sundermann am schnellsten und traf in der 33. Minute zur 1:0-Führung. „Danach war Bad Münder weiter spielbestimmend, aber wir haben gut verteidigt“, lobte der SG-Trainer.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte die TuSpo nochmals den Druck und belohnte sich in der 51. Minute mit dem 1:1-Ausgleich durch Dzemil Hadzic. Die Partie stand nun auf der Kippe, doch in der 60. Minute rettete SG-Schlussmann Mirko Köster im Eins-gegen-Eins gegen Dunkley überragend. „Da hält er uns bockstark im Spiel! In der 79. Minute kommt es dann so, wie es im Fußball oft passiert“, beschrieb Witzel die spielentscheidende Szene. Über einen schnellen Konter kombinierten sich die Hausherren durch, Anes Hot blieb vor dem Gehäuse cool und schob zum 2:1-Siegtreffer ein. Die Münderaner drängten in den Schlussminuten vergeblich auf den erneuten Ausgleich.
„Alles in allem war Bad Münder die spielbestimmende Mannschaft, sie haben aber ihre Chancen nicht genutzt. Wir haben das Optimum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt“, resümierte Witzel fair. Ein Sonderlob hatte der Coach für Keeper Köster sowie Innenverteidiger Mike Hoffmann übrig, der die gegnerischen Angreifer überwiegend gut im Griff hatte. Witzels überglückliches Fazit nach dem Derbysieg: „Ich bin gerade einfach begeistert, wenn man die Bedingungen bedenkt: Neun Leute haben gefehlt und wir haben das Ding trotzdem gezogen! Unser Plan ist taktisch voll aufgegangen – das war eine makellose kämpferische Leistung von uns.“
Tore: 1:0 Sören Sundermann (33.), 1:1 Dzemil Hadzic (51.), 2:1 Anes Hot (79.).
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