04.06.2026 09:15

2. Kreisklasse


Doppelschlag bringt die Wende: Aerzen II bucht das Aufstiegs-„Endspiel“

Nienstedt lässt in Tündern nichts anbrennen / Am Wochenende steigt das direkte Duell zwischen dem TSV und Aerzen II
Dominik Wagener Aerzen II
Erzielte den Ausgleich zum 1:1: Aerzens Dominik Wagener (rechts).

BW Tündern III – TSV Eintracht Nienstedt 0:5 (0:2).

Der TSV Eintracht Nienstedt hat in der 2. Kreisklasse einen ungefährdeten 5:0-Auswärtserfolg bei der Drittvertretung von BW Tündern gefeiert. Durch den deutlichen Sieg wahren die Nienstedter ihre Aufstiegschancen und halten den Anschluss an den Tabellendritten MTSV Aerzen II – der Rückstand auf den Aufstiegsplatz beträgt weiterhin nur zwei Punkte. Am kommenden Spieltag kommt es zum direkten Duell der beiden Kontrahenten. Für Tündern III, die jenseits von Gut und Böse im gesicherten Mittelfeld rangieren, gab es an diesem Tag hingegen nichts zu holen.

„Unser Spiel ist eigentlich relativ schnell erklärt: Wir fangen uns gleich in den ersten fünf Minuten wieder ein ziemlich dämliches Tor“, ärgerte sich Tünderns Sprecher Marcel Dempewolf über den frühen Rückstand durch Patrick Plänitz (5.). In der Folge berappelten sich die Hausherren jedoch und boten dem Favoriten Paroli. „Danach spielen wir in der ersten Halbzeit eigentlich sehr gut mit“, befand Dempewolf. Der entscheidende Nackenschlag folgte jedoch unmittelbar vor dem Pausenpfiff, als Kieron Lay zum 2:0 für die Gäste einschob (45.+3). „Wir kassieren kurz vor der Pause ein zweites Tor, bei dem wir wirklich im Tiefschlaf sind“, so der Sprecher.

Nach dem Seitenwechsel machte erneut Lay mit seinem zweiten Treffer zum 0:3 (48.) schnell alles klar. Damit war die Gegenwehr der Hausherren endgültig gebrochen. „In der zweiten Halbzeit war dann einfach tatsächlich die Luft raus“, gestand Dempewolf unumwunden. Marlon Frielinghaus (59.) und der stark aufspielende Lay mit seinem dritten Treffer des Tages (65.) schraubten das Ergebnis schließlich noch auf 5:0 in die Höhe. Dempewolf erwies sich nach dem Abpfiff als fairer Verlierer und erkannte die Leistung der Gäste neidlos an: „Nienstedt hat das sehr, sehr gut gemacht und auch wirklich hochverdient gewonnen."
Tore: 0:1 Patrick Plänitz (5.), 0:2 Kieron Lay (45.+3), 0:3 Lay (48.), 0:4 Marlon Frielinghaus (59.), 0:5 Lay (65.).

SSG Marienau – FC Preussen Hameln II 5:0 (5:0) - Nichtantritt Gast.

Die Gäste aus Hameln sind nicht angetreten.

MTSV Aerzen II – SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst II 2:1 (0:1).

Die Zweitvertretung des MTSV Aerzen hat ihre Hausaufgaben gemacht und einen enorm wichtigen Heimsieg eingefahren. Durch das knappe, aber hochverdiente 2:1 gegen die SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst II behauptet die Elf von Trainer Oliver Kosowski den dritten Tabellenplatz, der zum Aufstieg berechtigt. Der Vorsprung auf Verfolger Nienstedt beträgt weiterhin zwei Punkte – am kommenden Wochenende kommt es nun zum absoluten Showdown der beiden Kontrahenten. Doch bevor das „Endspiel“ gebucht war, musste der MTSV ein hartes Stück Arbeit verrichten.

„Es war eigentlich ein Spiel auf ein Tor, aber wir haben es in der ersten Halbzeit leider nicht hingekriegt, uns zwingende Torchancen zu erspielen“, resümierte Kosowski. Trotz etlicher Eckbälle fehlte die letzte Gefahr. Stattdessen schlug es auf der anderen Seite ein: Nach einem zu kurz geratenen Rückpass bedankte sich Großenwiedens Nico Noah Kazior und schob den Ball zur überraschenden 1:0-Gästeführung am Keeper vorbei (10.). „Danach laufen wir einem Rückstand hinterher, aber das hat unserem Spiel nichts angetan. Wir haben weiter versucht, vorne zu drücken und haben hinten nichts weiter zugelassen“, so Aerzens Coach.

In der Kabine fand Kosowski dann offenbar die richtigen Worte: „Ich habe einfach gesagt: Wir müssen genau so weitermachen, das Tempo hochhalten und irgendwann platzt dann der Knoten.“ Und die Hausherren ließen Taten folgen. Aerzen wurde im zweiten Durchgang noch dominanter und schnürte die Gäste regelrecht ein. Die SG verteidigte „mit Mann und Maus“ und konnte sich kaum noch befreien. In der 69. Minute wurde der Dauerdruck belohnt: Artur Selensky setzte sich auf der linken Seite stark im Eins-gegen-eins durch, legte den Ball in die Mitte und Dominik Wagener vollstreckte zum 1:1-Ausgleich. Nur drei Zeigerumdrehungen später drehten die Gastgeber die Partie komplett. Fynn Hundertmark wurde im Sechzehner von den Beinen geholt – eine klare Sache. „Der Spieler hat nicht den Ball getroffen, sondern nur Fynn“, beschrieb Kosowski die Szene. Nico Walter übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 2:1 (72.).

In der Schlussphase schaltete Aerzen einen Gang zurück. Der zur Halbzeit eingewechselte Max Dobisha hatte zwar noch zwei, drei aussichtsreiche Chancen auf die Entscheidung, fand jedoch in SG-Keeper Florian Quakernack seinen Meister, der die Bälle „richtig gut rausgeholt hat“, wie Kosowski lobend anerkannte. Am Ende blieb es beim hochverdienten Heimsieg. „Am Ende war es ein verdienter Sieg und drei Punkte. Somit geht es ins Endspiel gegen Nienstedt, die ja auch gewonnen haben. Wer da gewinnt, holt Platz drei und ist aufgestiegen“, blickte Kosowski bereits voller Vorfreude auf das direkte Duell. Dem MTSV reicht dabei bereits ein Unentschieden zum großen Wurf.
Tore: 0:1 Nico Noah Kazior (10.), 1:1 Dominik Wagener (69.), 2:1 Nico Walter (72. Strafstoß).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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