10.05.2026 19:38

2. Kreisklasse


Shivan-Doppelpack bringt Preussen auf Kurs: Nächster Schritt Richtung Titel

Nienstedt überrollt Saale-Ith, SGHE feiert klaren Heimsieg
Joshua Anders
Joshua Anders erzielte schon wieder einen Dreierpack.

TSV Klein Berkel II – SG Eimbeckhausen/Hamelspringe 1:5 (0:1).

In Klein Berkel gab es am frühen Nachmittag die nächste Show von Anel Azemovic. Dabei verlief die erste Halbzeit für die Gastgeber spielerisch noch recht ausgeglichen. „Wir waren in der ersten Halbzeit recht gut. Wir sind zwar durch einen Elfmeter in Rückstand geraten, den man geben kann, aber ansonsten war es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Wir haben gut mitgehalten und es spielerisch gut gestaltet“, berichtete TSV-Sprecher Roman Bandorski über den ersten Durchgang, der nach dem Tor von Anes Hot (30.) mit einem knappen Rückstand endete.

Für die zweite Hälfte hatten sich die Hausherren viel vorgenommen, doch die Umsetzung blieb aus. „Wir haben keine Anstalten gemacht, Drangphasen zu starten. Wir haben komplett gepennt und nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, kritisierte Bandorski. Die Quittung folgte in der 52. Minute: Nach einer geklärten Ecke gingen die Klein Berkeler nicht auf den zweiten Ball, sodass Luca-Eric Matheis per Volley auf 2:0 für die SG erhöhte.

In der Folge spielte Eimbeckhausen befreit auf. „Wir sind hinten nicht rausgerückt und haben die Mitte nicht dicht bekommen. Eimbeckhausen hatte es leicht, uns auszuspielen“, analysierte Bandorski. Dies nutzte vor allem Anel Azemovic konsequent aus. Mit einem Hattrick (55., 70., 85.) schraubte er das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe und steht nun bereits bei 17 Saisontreffern. „Anel Azemovic hat sehr viel Unruhe gestiftet“, zollte Bandorski dem Gegner Respekt. Immerhin gelang dem TSV kurz vor dem Abpfiff noch der Ehrentreffer. Nach einer Doppelpass-Kombination vollendete Tjesse Jäkel zum 1:5-Endstand. „Das haben wir leider viel zu selten gemacht“, so Bandorski abschließend. Ein Sonderlob auf Seiten des TSV verdiente sich zudem Abwehrmann Jonas Niehues,
Tore: 0:1 Anes Hot (30./Strafstoß), 0:2 Luca-Eric Matheis (52.), 0:3 Anel Azemovic (55.), 0:4 Azemovic (70.), 0:5 Azemovic (85.), 1:5 Tjesse Jäkel (89.).

SG Saale-Ith/Marienhagen II – TSV Eintracht Nienstedt 0:8 (0:7).

Die Reserve der SG Saale-Ith/Marienhagen erlebte einen Nachmittag zum Vergessen und musste sich dem TSV Eintracht Nienstedt mit 0:8 geschlagen geben. Vor allem der Beginn der Partie glich einer Machtdemonstration der Gäste. „Nienstedt hat uns in den ersten 15 Minuten so an die Wand genagelt, das habe ich selten gesehen“, erklärte SG-Trainer Sven Hölscher nach der deutlichen Niederlage. Der Gegner habe „wie aus einem Guss“ gespielt, was dazu führte, dass es bereits nach einer Viertelstunde 0:4 aus Sicht der Gastgeber stand – Marlon Frielinghaus, Lukas Darsow, Mehdi Bakhshi und Kieron Lay eröffneten das Lauffeuer.

Nach diesem furiosen Start nahm Nienstedt laut Hölscher „zum Glück ein bisschen den Fuß vom Gas“, was der Spielgemeinschaft kurzzeitig etwas Luft verschaffte. Doch noch vor dem Pausenpfiff zog die Eintracht das Tempo erneut an: „Vor der Pause hat Nienstedt die Maschine noch einmal angeworfen und drei weitere Treffer gemacht.“ So ging es mit einem deprimierenden 0:7-Rückstand in die Kabinen. Besonders Kieron Lay erwies sich als kaum zu stoppen und erzielte höchstselbst einen lupenreinen Viererpack.

Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz merklich. Nienstedt habe im zweiten Durchgang „zwei Füße vom Gas genommen“, zudem bekamen die Gastgeber das Spiel defensiv nun „etwas besser verteidigt“. Am Ende stand dennoch eine deutliche 0:8-Heimniederlage zu Buche – natürlich ging auch der letzte Treffer auf das Konto von Lay. „In der Summe war es mutmaßlich unser schlechtestes und des Gegners bestes Spiel. Das 0:8 ist auch in der Höhe verdient“, bilanzierte Hölscher sachlich. Allzu lange will man sich bei der SG jedoch nicht mit dem Ergebnis aufhalten: „Wir haben zum Glück nicht viel Zeit zum Nachdenken. Am Mittwoch gegen Marienau haben wir die Möglichkeit, es besser zu machen.“
Tore: 0:1 Marlon Frielinghaus, 0:2 Lukas Darsow, 0:3 Mehdi Bakhshi, 0:4 Kieron Lay, 0:5 Lay, 0:6 Lay, 0:7 Lay, 0:8 Lay.
von Timor Folge

SG Hastenbeck/Emmerthal – SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst II 6:1 (5:1).

Die SG Hastenbeck/Emmerthal feierte am Sonntag einen deutlichen 6:1-Erfolg gegen die SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst II und bleibt damit weiter in Schlagdistanz zu den oberen Tabellenplätzen. Die Hausherren erwischten dabei den besseren Start und übernahmen früh die Kontrolle über die Partie. „Wir waren spielbestimmend und haben früh das 1:0 gemacht“, erklärte SGHE-Trainer Ahmet Bicakci. In der 14. Minute brachte Mattis Leuthier seine Mannschaft folgerichtig in Führung.

Nach dem Führungstreffer leisteten sich die Gastgeber jedoch eine kurze Unkonzentriertheit, die die Gäste direkt bestraften. „Danach waren wir kurz unkonzentriert und bekommen durch einen Konter das 1:1“, so Bicakci. Leon Mulroy traf in der 19. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Im Anschluss übernahm die SG Hastenbeck/Emmerthal jedoch wieder vollständig die Kontrolle – insbesondere Joshua Anders rückte dabei in den Mittelpunkt. Zunächst stellte Anders in der 29. Minute nach einem sehenswerten Angriff über mehrere Stationen auf 2:1. „Wir haben den Ball über drei oder vier Stationen laufen lassen, ehe Josh eingeschoben hat“, beschrieb der Trainer die Szene. Nur wenige Minuten später erhöhte Anders mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 (34.), ehe er in der 41. Minute seinen Dreierpack perfekt machte und auf 4:1 stellte. Direkt im Anschluss sorgte Marven Manser in der 42. Minute bereits für den 5:1-Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel verlief die Partie deutlich ruhiger. Die Hausherren kontrollierten Ball und Gegner, ohne dabei weiter volles Risiko zu gehen. „In der zweiten Halbzeit war es insgesamt ruhiger. Wir haben den Ball viel gehalten“, erklärte Bicakci. Trotz einer Gelb-Roten Karte in der 75. Minute geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. Den Schlusspunkt setzte schließlich Erwin Cristea mit dem Treffer zum 6:1-Endstand in der 90. Minute. „Ansonsten war es ein eindeutiges und ruhiges Spiel“, fasste Bicakci die Begegnung zusammen.
Tore: 1:0 Mattis Leuthier (14.), 1:1 Leon Mulroy (19.), 2:1 Joshua Anders (29.), 3:1 Joshua Anders (34.), 4:1 Joshua Anders (41.), 5:1 Marven Manser (42.), 6:1 Erwin Cristea (90.).
Besondere Ereignisse: Gelb-Rote Karte SG Hastenbeck/Emmerthal (75.).


TSV 05 Groß Berkel – FC Preussen Hameln II 0:2 (0:1).

Der Tabellenführer der 2. Kreisklasse, FC Preussen Hameln II, setzte sich mit 2:0 beim TSV 05 Groß Berkel durch und machte damit den nächsten Schritt Richtung Meisterschaft. Dabei entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, ehe die Gäste zunehmend die Kontrolle übernahmen. „Wir sind eigentlich relativ gut reingekommen und haben in den ersten zehn Minuten ordentlich Druck gemacht“, erklärte TSV-Co-Trainer Dominik Brose nach der Begegnung. Wirklich gefährlich wurden die Hausherren dabei jedoch nicht: „Zu einer klaren Torchance hat es trotzdem nicht gereicht.“

Mit zunehmender Spielzeit übernahm Preussen dann immer mehr die Spielkontrolle. In der 38. Minute nutzten die Gäste schließlich einen Fehler der Groß Berkeler eiskalt aus. „Beim 0:1 machen wir selbst den Fehler, sodass Wisam Shivan durchgehen kann und das Tor macht“, schilderte Brose die Führung der Hamelner. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst kaum. „In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter. Preussen hatte am Anfang wieder die Oberhand“, so der TSV-Co-Trainer. Erneut war es Wisam Shivan, der einen Fehler der Gastgeber bestrafte und in der 68. Minute auf 2:0 erhöhte.

Im weiteren Verlauf verlor der Tabellenführer durch verletzungsbedingte Wechsel etwas an Stabilität, wodurch Groß Berkel wieder besser ins Spiel fand. Trotz einiger Offensivaktionen fehlte den Hausherren jedoch die letzte Durchschlagskraft: „Wir hatten zwar noch zwei Chancen, aber das waren keine hundertprozentigen Möglichkeiten.“ Am Ende erkannte Brose den Sieg der Gäste an: „Preussen hat das am Ende clever runtergespielt.“ Abschließend richtete er noch lobende Worte an den Tabellenführer: „Wir wünsche Preussen viel Erfolg in der 1. Kreisklasse.“
Tore: 0:1 Wissam Shivan (38.), 0:2 Wisam Shivan (68.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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