03.05.2026 20:00

2. Kreisklasse


„Das ist einfach viel zu wenig": Eimbeckhausen geht gegen Preußen unter

Fünf-Tore-Spektakel in Großenwieden / Coppenrügge & SG74 verspielen letzte Chancen

Almunter Alahmad Preussen Hameln II
Überragte heute mit vier Toren: Preussens Almunther Alahmad.

TB Hilligsfeld II – TSV Klein Berkel II 2:1 (1:1).

In der 2. Kreisklasse gab es am Wochenende einen knappen Heimsieg für die Reserve des TB Hilligsfeld. Gegen den TSV Klein Berkel II behielten die Gastgeber mit 2:1 die Oberhand, auch wenn die spielerischen Highlights über weite Strecken Mangelware blieben. Hilligsfelds Trainer Tim Bödecker sprach nach der Partie von einem „müden Sommerkick“.

In der ersten Halbzeit erspielten sich die Hausherren zwar ein leichtes Chancenplus, ließen im Abschluss aber die nötige Konsequenz vermissen. „Wir hatten ein kleines Plus an Möglichkeiten, aber wir waren nicht zwingend genug bzw. haben die wenigen guten Chancen nicht genutzt“, analysierte Bödecker. Auf der Gegenseite musste TBH-Schlussmann Stanislav Kovalewish sein ganzes Können aufbieten, als er einen gefährlichen Kopfball der Gäste mit einer starken Parade entschärfte. Kurz vor der Pause nahm die Partie dann Fahrt auf: Nach einer guten Überlagerung durch Moritz Oberkötter kam das Leder zu Carlo Witkop, der den Ball aus spitzem Winkel per Vollspannschuss zum 1:0 in die Maschen jagte (42.). Die Freude währte jedoch nur kurz. Praktisch im Gegenzug verschätzte sich die Hilligsfelder Hintermannschaft bei einem langen Ball. Bilal Al Hussein bedankte sich, behielt die Nerven und überlupfte Kovalewish zum 1:1-Ausgleich (44.).

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gastgeber mehr Druck entwickeln. „In der zweiten Halbzeit wollten wir mehr Abschlüsse finden. Das ist uns auch gelungen, aber es blieb weiterhin oft nicht zwingend genug“, so Bödecker. Es bedurfte schließlich eines Geniestreichs, um die Partie zu entscheiden: Rizgar Demir fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und hämmerte das Spielgerät genau oben rechts in den Knick – ein absolutes Traumtor zum 2:1 (78.). In der Schlussphase drängte Klein Berkel noch einmal auf den Ausgleich, doch die Gäste spielten ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende oder vergaben die sich bietenden Gelegenheiten. So blieb es am Ende beim knappen Erfolg für den TBH. Bödeckers Fazit fiel dementsprechend nüchtern aus: „Es gab noch einige Situationen für Klein Berkel, aber die haben sie vergeben. So blieb es beim 2:1 für uns.“
Tore: 1:0 Carlo Witkop (42.), 1:1 Bilal Al Hussein (44.), 2:1 Rizgar Demir (78.).

SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst II – SG Saale-Ith/Marienhagen II 3:2 (2:2).

In Großenwieden sahen die Zuschauer am Wochenende ein ereignisreiches Spiel zwischen der Reserve der SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst und der SG Saale-Ith/Marienhagen II. Am Ende behielten die Hausherren mit 3:2 knapp die Oberhand. „So wie das Ergebnis zur Halbzeit war, so war auch das gesamte Spiel: Es ging viel hin und her, es war ein komplett offener Schlagabtausch“, berichtete SG-Spielertrainer Sascha Henschke nach der Partie.

Dabei erwischten die Gäste den besseren Start. Bereits in der 2. Minute senkte sich eine „Bogenlampe“ von Heinz-Georg Kaps über den SG-Keeper Florian Quakernack hinweg ins Netz – ein früher Schock für die Gastgeber. „Das 0:1 war extrem ärgerlich für uns, so früh in Rückstand zu geraten. Aber es ging danach direkt weiter hin und her“, so Henschke. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: In der 6. Minute spielten sich die Hausherren stark über die Grundlinie durch, legten den Ball zurück auf Nico Lehmann, der zum 1:1 abzog. In der 27. Minute drehte Oliver Tunnat die Partie dann gänzlich, wenn auch mit etwas Glück: „Das war ein ungewollter Lupfer. Er trifft den Ball nicht richtig, so geht er aber perfekt über den Torwart rüber“, schmunzelte Henschke über die Entstehung des 2:1. Doch die Gäste aus dem Ostkreis kamen noch vor der Pause zurück. Nach einem weiten Ball klärte die SG-Abwehr das Leder per Kopf unglücklich genau vor die Füße von Patrick Vasques, der im Eins-gegen-Eins cool blieb und zum 2:2-Pausenstand einschob (38.).

Kurz nach dem Seitenwechsel fiel dann die Entscheidung: Nach einer Hereingabe von der Außenbahn stand Philippe Sidibe goldrichtig und musste nur noch den Fuß hinhalten – 3:2 (50.). In der Folge verflachte die spielerische Linie bei den Gästen. „In der zweiten Halbzeit kam von Saale-Ith wenig, sie haben eigentlich nur noch mit langen Bällen agiert“, analysierte Henschke. Die Hausherren hätten das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können, doch der Spielertrainer selbst scheiterte in der 85. Minute im Eins-gegen-Eins am Pfosten. Ein Sonderlob gab es nach dem Abpfiff für eine Aushilfe aus der Ü32: „Richtig stark heute war Thorsten Koppelmeier. Er hat bei uns aus den Alten Herren ausgeholfen, sehr gut verteidigt und hinten alles aufgeräumt. Aber insgesamt war die ganze Mannschaft über weite Phasen des Spiels voll da. Den Sieg haben wir uns erkämpft und somit auch verdient“, resümierte ein zufriedener Sascha Henschke.
Tore: 0:1 Heinz-Georg Kaps (2.), 1:1 Nico Lehmann (6.), 2:1 Oliver Tunnat (27.), 2:2 Patrick Vasques (38.), 3:2 Philippe Sidibe (50.).

von Jule Stolpe

BW Tündern III – TSV Groß Berkel 0:3 (0:0).

Die dritte Mannschaft von BW Tündern unterlag dem TSV 05 Groß Berkel am Nachmittag zuhause mit 0:3. Das Spiel, das laut Tünderns Coach Sascha Kummerow sogar auf der Kippe stand, weil die Personalsituation bei den Hausherren mehr als angespannt war, begann wider Erwarten richtig gut für seine Mannschaft. Ein Distanzschuss an die Latte hätte fast die Führung bedeutet. Insgesamt sei die erste Halbzeit schwere Fußballkost gewesen, so Kummerow. „Groß Berkel steigerte sich bereits im ersten Durchgang nach und nach und hatte gefährliche Ansätze, die aber kaum zu klaren Torchancen wurden. Weil wir immer wieder auf Konter setzten und dadurch nach vorne kamen, war das Remis zur Pause gerecht“, so der Übungsleiter weiter.

Auch nach dem Gang in die Kabine wiederholte sich die Geschichte vom Anfang der Partie. „Da ist ein Spieler von uns durch gewesen, hat den Groß Berkeler Torwart ausgespielt, kam aber ins Straucheln und schob den Ball am leeren Tor vorbei.“ Statt der Führung wendete sich das Blatt ziemlich zügig gegen seine Jungs. Fast im direkten Gegenzug kassierten die „Schwalben" das 0:1. Groß Berkel spielte einen Angriff ordentlich aus, den Lars Nestroy vollendete (58.). Nur wenige Zeigerumdrehungen später erhöhte Niklas Weddecke nach einer Ecke für seine Farben und baute die Auswärtsführung aus. „Der Ball segelte durch bis an den langen Pfosten, da haben wir gepennt und direkt das nächste Gegentor kassiert“, haderte Kummerow. Anschließend habe seine Mannschaft nicht über die personellen Mittel verfügt, noch mal zurückzukommen. Insgesamt zeigte sich der Coach trotzdem zufrieden mit der Moral. „Im Vergleich zu den letzten Wochen haben wir gut dagegengehalten und alle haben alles gegeben“, so Kummerow, der anschließend auch noch das 0:3 beobachten musste – erzielt durch einen „wunderbaren Sonntagsschuss aus 28 Metern“ vom Groß Berkeler Kapitän Sven Nestroy, der sich unter anderem dadurch ein Sonderlob vom gegnerischen Coach verdiente. „Auf unserer Seite hat sich auf jeden Fall Colin Dempewolf eine Erwähnung verdient, der heute das erste Mal so richtig über die vollen neunzig Minuten Fußball gespielt hat“, schloss der Schwalben-Coach mit einer positiven Note.
Tore: 0:1 Lars Nestroy (58.), 0:2 Niklas Weddecke (65.), 0:3 Sven Nestroy (80.).

TSV Eintracht Nienstedt – MTV Coppenbrügge 7:0 (4:0).

Coppenbrügge verspielte am Nachmittag die allerletzte Chance auf einen Verbleib in der zweiten Kreisklasse und ging bei Eintracht Nienstedt mit 0:7 unter. „Das Ergebnis sagt alles aus, wir haben den Gegner die vollen 90 Minuten über dominiert“, bilanzierte Nienstedts Sprecher Torsten Reimann nach Abpfiff. Coppenbrügge hat nicht wie erwartet nach dem letzten Strohhalm gegriffen beziehungsweise hatte ganz offenbar nicht die Mittel dazu. „Bereits zur Halbzeit lagen wir mit vier Toren vorne. Wir hatten viele Chancen, fast jede davon resultierte in einem Tor – und da waren auch richtig schöne Tore dabei“, so Reimann weiter. Auch im zweiten Durchgang hatten die Hausherren kein Erbarmen mit den Gästen aus Coppenbrügge. Paul Knappe und Patrick Plänitz machten das halbe Dutzend voll, bevor Lukas Darsow eine Viertelstunde vor Schluss per Kopf nach einem Eckball den Schlusspunkt setzte. „Das Spiel war so deutlich, wie das Ergebnis vermuten lässt“, bilanzierte Reimann und lobte anschließend noch die „hervorragende Leistung der Schiedsrichter“ an diesem Sonntagnachmittag.
Tore: 1:0 Marlon Frielinghaus (22.), 2:0 Patrick Plänitz (25.), 3:0 Lukas Jülke (31.), 4:0 Kieron Lay (44.), 5:0 Paul Knappe (55.), 6:0 Plänitz (62.), 7:0 Lukas Darsow (75.).

MTSV Aerzen II – SG Hastenbeck/Emmerthal 2:3 (0:2).

Die Zweitvertretung des MTSV Aerzen unterlag der SG Hastenbeck/Emmerthal zuhause knapp mit 2:3. „Eigentlich hätten wir in diesem Spiel einen Sieg verdient gehabt. Wir haben den Gegner dominiert und eine der besten fußballerischen Leistungen der letzten Wochen gezeigt“, so Aerzens Trainer Oliver Kosowski. Sein Team hat über das ganze Spiel hinweg immer wieder gut kombiniert und mit Doppelpässen gearbeitet, lediglich die Konsequenz beim letzten Pass hat ständig gefehlt, um mehr eigene Treffer zu erzielen.

Während Aerzen viele Torchancen hatte, die aber nicht zu zwingenden Möglichkeiten wurden, waren die Gäste unheimlich effektiv. „Hastenbeck kam in der ersten Halbzeit drei Mal vors Tor und macht daraus zwei Treffer. In der zweiten Halbzeit waren sie sogar nur einmal bei uns in Tornähe und verwandelten das trotzdem in einen Treffer.“ Nach dem 0:2-Halbzeitrückstand aus Aerzener Sicht, das kurz vor dem Gang in die Kabine durch eine Einzelaktion von Marven Manser besiegelt wurde, der auch von mehreren Aerzener Abwehrspielern nicht zu stoppen war, sorgte ein verwandelter Elfmeter von Nico Walter rund zwanzig Minuten vor Schluss noch mal für Hoffnung, am Ende sei das Ergebnis aber einfach zu deutlich gewesen, um es noch aufzuholen. Dem erneuten Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste durch Janis Warnecke (79.) folgte nur noch der erneute Anschlusstreffer der Aerzener kurz vor Schluss. Es blieb bei der knappen Niederlage.
Tore: 0:1 Andrei Vorrat (37.), 0:2 Marven Manser (45.), 1:2 Nico Walter (72./Elfmeter), 1:3 Janis Warnecke (79.), 2:3 Max Dobisha (89.).

SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – FC Preussen Hameln II 0:6 (0:4).

Eimbeckhausen musste sich zuhause am Nachmittag mehr als deutlich mit 0:6 gegen Preussen II geschlagen geben. Die ersten drei Tore fielen dabei allesamt nach Standards. „Wir kassieren erst zwei Dinger nach Ecken, dann ein Elfmetergegentor“, haderte Eimbeckhausens Trainer Martin Witzel nach dem Spiel. Neben diesem Fakt sieht er vor allem einen Grund für den Verlauf der ersten Hälfte. Sein Team verpasste es, nach dem 0:1 (6.) den schnellen Ausgleich zu erzielen. Die Chance dafür bot sich nur kurz nach dem Gegentreffer. Stattdessen hagelte es das zweite Gegentor, wieder nach einer Ecke, ehe ein Elfer beinahe schon die Vorentscheidung für die Hamelner brachte – und zwar in Minute 32. „Das dritte Tor hat uns den Zahn gezogen und das Vierte gab's danach ja auch direkt noch hinterher“, so Witzel, der mit dem ersten Durchgang seines Teams wirklich ganz und gar nicht einverstanden ist. „Uns war klar, dass da ein guter Gegner kommt und unsere Einstellung hat einfach nicht gepasst. Wir haben nicht gekämpft, hatten keine Moral und haben deshalb eine katastrophale erste Halbzeit gespielt“, wurde der Coach mehr als deutlich. „Das ist einfach viel zu wenig. Alle Situationen in der ersten Halbzeit kannst und musst du besser und konzentrierter verteidigen. Deshalb geht das Ergebnis auch in der Höhe absolut in Ordnung.“

Klare Worte, die der Coach so oder so ähnlich auch seinem Team in der Kabine um die Ohren warf. Das schien zu sitzen. „Mit der zweiten Halbzeit bin ich einverstanden. Wir waren platt und hatten schon vier drin, da kann das mit den anderen beiden auch noch passieren. Aber wir haben besser dagegengehalten, umgestellt und so ein bisschen Schadensbegrenzung betreiben können“, so Witzel weiter. Vor weiteren Toren rettete das seine Mannschaft aber eben nicht. Viererpacker Almunther Alahmad machte das halbe Dutzend voll und unterstrich, dass Preussen das beste Team der Liga ist. „Uns wurden heute unsere Grenzen aufgezeigt. Preussen war ganz klar die bessere Mannschaft und gegen diese kann man auch mal verlieren. Wir gratulieren ihnen zum Aufstieg und ärgern uns vor allem über die Art und Weise, auf die wir das Spiel in der ersten Halbzeit hergeschenkt haben. Ganz egal, ob es für uns jetzt noch um etwas geht oder nicht. Wer sich sonntags auf den Fußballplatz stellt, dem will und sollte so was nicht passieren, was wir da in der ersten Halbzeit performt haben“, schloss der Eimbeckhausen-Coach seinen Spielbericht.
Tore: 0:1 Eigentor durch Vincenzo Caliendo (6.), 0:2 Thomas Starostin (28.), 0:3 Almunther Alahmad (35./Elfmeter), 0:4 Alahmad (42.), 0:5 Alahmad (77.), 0:6 Alahmad (81.).

SG Hameln 74 – SSG Marienau 3:4 (0:2).

SG Hameln 74 unterlag der SSG Marienau zuhause knapp mit 3:4. „Was soll man sagen? Wir sind vor dem Rückstand super ins Spiel gekommen. Aber weil Marienau direkt Druck machte, kam der Fehler von uns, wir spielen einen katastrophalen Pass direkt auf Hendrik Eickhoff, der einfach nur noch einschieben muss“, beschrieb SG-Trainer Michael Lauke den Hergang des frühen Rückstands seines Teams (15.). Obwohl sein Team direkt wieder reinkam und sich nicht einschüchtern ließ, fing es sich noch vor dem Halbzeitpfiff das zweite Gegentor.

„Der Halbzeittee hat dann scheinbar gestimmt, denn direkt nach Wiederanpfiff kamen wir durch ein Doppelpack von Leon Klenovic zum Ausgleich (49.). Lange Bestand hatte allerdings auch diese Führung nicht. „Nach einer Ecke flog der Ball halbhoch durch den Sechzehner, an Freund und Feind vorbei, ehe er Frederik Schaper vor die Füße fiel, der direkt wieder zum 3:2 für Marienau einschob (56.). Anschließend folgten zwei Traumtore. Sowohl Marienaus Frederick Giger als auch Hamelns Klenovic trafen sehenswert per Volley in den Winkel. Am Ende änderte das an der Punkteverteilung nichts mehr. „Für uns ist es halt verdammt ärgerlich, weil wir es nicht geschafft haben, die Dinger ordentlich aufs Tor zu bekommen und uns zwingende Chancen zu erarbeiten. Wenn wir heute den Dreier ziehen, rutschen wir oben rein. So ist es zwar rechnerisch noch möglich, realistisch gesehen spielen wir im Saisonendspurt jetzt aber nur noch um die goldene Ananas“, haderte Lauke abschließend mit dem heutigen Ergebnis.
Tore: 0:1 Hendrik Eickhoff (15.), 0:2 Frederick Giger (44.), 1:2 Leon Klenovic (47.), 2:2 Klenovic (49.), 2:3 Frederik Schaper (56.), 2:4 Giger (62.), 3:4 Klenovic (75.).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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