29.04.2026 21:30

2. Kreisklasse


Dreierpack von Kieron Lay: Nienstedt entscheidet „Abnutzungskampf“ für sich

Groß Berkel scheitert knapp am Ausgleich / Sonderlob für Keeper Schädel und Schiedsrichter Flemes
Kieron Lay Eintracht Nienstedt
Kieron Lay (links) war für Eintracht Nienstedt erneut der Mann des Tages.

TSV Eintracht Nienstedt - TSV Groß Berkel 3:1 (1:0).

Auf dem Nienstedter Sportplatz entwickelte sich am Spieltag genau das, was man im Vorfeld vermutet hatte: Ein intensiver Schlagabtausch, bei dem spielerische Glanzpunkte eher Seltenheit hatten. „Das Spiel war verfahren. Es war ein echtes Kampfspiel mit vielen langen Bällen – ein richtiger Abnutzungskampf“, berichtete Nienstedts Sprecher Torsten Reimann nach dem Abpfiff. Am Ende war es vor allem ein Name, der den Unterschied machte: Kieron Lay. Dabei versteckten sich die Gäste aus Groß Berkel keineswegs. Von Beginn an hielten sie dagegen und machten der Eintracht das Leben schwer. In der 24. Minute war es jedoch Lay, der nach einer Hereingabe von außen aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für die Hausherren einnetzte. Mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel schien Nienstedt zunächst auf der Siegerstraße, als erneut Lay in Erscheinung trat. In der 60. Minute setzte er den Ball aus rund zehn Metern platziert ins Eck – das 2:0. Doch wer glaubte, Groß Berkel würde sich aufgeben, sah sich getäuscht. Die Gäste investierten nun mehr und belohnten sich in der 69. Minute mit dem „Tor des Tages“. Deldar Jafar zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern direkt in den Winkel. „Der war richtig gut geschossen“, zollte auch Reimann dem Gegner Respekt. In der Schlussphase geriet der Heimsieg der Eintracht noch einmal kräftig ins Wanken. „Groß Berkel war am Drücker, das stand Spitz auf Knopf. Sie waren drauf und dran, das Unentschieden zu holen“, so Reimann. Dass die Punkte in Nienstedt blieben, lag auch an Torhüter Lukas Schädel, der trotz einer Rippenverletzung aus der ersten Halbzeit auf die Zähne biss und mehrere Großchancen vereitelte. Reimann betonte: „Lukas hat uns vor einigen Gegentreffern bewahrt. Dass er trotz der Schmerzen durchgezogen hat, ist aller Ehren wert.“

Die Erlösung folgte erst kurz vor Ultimo. In der 86. Minute war es abermals Lay, der mit seinem dritten Treffer – einem platzierten Flachschuss – alles klar machte. „Das 3:1 war die Befreiung für uns. Groß Berkel war uns ebenbürtig und hätte vielleicht einen Punkt verdient gehabt, aber wir haben eben Kieron Lay. Er gewinnt für uns die Spiele, obwohl er heute sogar noch Chancen hat liegen lassen“, resümierte ein zufriedener Sprecher. Ein Sonderlob gab es zudem für den Unparteiischen Helmut Flemes: „Er hat das Spiel sehr gut geleitet und Ruhe reingebracht. Mit ihm gibt es nie Probleme.“
Tore: 1:0 Kieron Lay (24.), 2:0 Lay (60.), 2:1 Deldar Jafar (69.) 3:1 Lay (86.)
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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