09.11.2025 18:20

2. Kreisklasse


Karayilan-Show in Hameln: SG 74 mit Kantersieg

Preussen II weiterhin an der Spitze / Tündern III und Hilligsfeld II mit knappen Siegen
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Der FC Preussen Hameln II darf sich weiterhin über die Tabellenführung freuen.

Klein Berkel II – SG Saale-Ith/Marienhagen 4:1 (1:1).

Die Ostkreis-SG bleibt im Tabellenkeller gefangen. Auf der heimischen „Plastikwiese“ drehte Klein Berkel II die Partie. „Es war ein recht offenes Spiel in der ersten Halbzeit. Wir hatten die besseren Chancen, haben uns aber nicht belohnt“, fasste TSV-Sprecher Roman Bandorski das Geschehen vor der Pause zusammen. Wie so oft im Fußball rächte sich die mangelnde Chancenverwertung: Saale-Ith/Marienhagens Landry Nzikoruriho wurde per Querpass bedient und markierte die Führung für die Gäste. Die Gastgeber ließen die Köpfe aber nicht hängen. Noch vor der Pause verwandelte Dastin Gilke einen Strafstoß sicher zum Ausgleich.

„Unsere Halbzeitansprache hat danach gewirkt“, fuhr Bandorski fort. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff vollendete Sebastian Gelhaar aus 18 Metern trocken in den linken Knick. „Wir haben es danach nicht wirklich sicher runtergespielt, standen hinten wiederum aber trotzdem so sicher, dass es nicht mehr so richtig gefährlich wurde“, fuhr der Sprecher fort. Stattdessen machten Bilal Al Hussein und Tom Hendrik Klemme am Ende den Deckel drauf. Bandorski hob am Ende insbesondere die geschlossene Teamleistung seiner Männer hervor: „Sie war heute ein wichtiger Faktor für den Sieg.“
Tore: 0:1 Landry Nzikoruriho (26.), 1:1 Dastin Gilke (35.), 2:1 Sebastian Gelhaar (49.), 3:1 Bilal Al Hussein (70.), 4:1 Tom Hendrik Klemme (90.).

FC Preussen Hameln II – SG Hastenbeck/Emmerthal 3:1 (0:0).

Nach dem glücklichen Sieg gegen Schlusslicht Coppenbrügge in der vergangenen Woche (4:2) triumphierte der Spitzenreiter auch gegen die „Wundertüte“ der SGHE. „Unsere Leistung war in der ersten Halbzeit besser als gegen Coppenbrügge, aber noch nicht gut“, fasste FCP-Sprecher Steffen Pauder den Auftritt zusammen. Treffer blieben vor der Pause auf beiden Seiten aus, die Möglichkeiten dazu gab es aber. Während bei den tonangebenden Preussen Leon Kießling frei vor dem gegnerischen Kasten scheiterte, brachten auch die aussichtsreichen Konterversuche der Gäste über die Außen keinen Ertrag.
Das änderte sich nach der Pause. Ein Eckball der Gastgeber landete genau auf dem Kopf von Ruben Dalby, der Bjarne Böker im SGHE-Tor keine Chance ließ.

„Unsere Feinjustierung in der Pause hat gewirkt, auch wenn der Gegner uns nach wie vor hoch angelaufen hat. Nach dem 1:0 haben wir dann die Fehler der SGHE besser ausgenutzt“, so Pauder. Nach einem Ballverlust im Aufbau verlagerten die Preussen das Spiel auf die Außenbahn. Die anschließende Hereingabe drückte Almunther Alahmad zum 2:0 in die Maschen. Lucas Lüngen legte nach einem Sololauf sechs Minuten später nach. Doch die Gäste hatten sich noch nicht geschlagen gegeben: Nach einem Sololauf an vier Gegenspielern vorbei gelangte die Kugel zu Abbas Awada, der den Anschlusstreffer markierte. „Danach sind wir richtig ins Schwimmen geraten. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn die SGHE noch ein oder zwei Treffer gemacht hätte“, so Pauder, der das Ergebnis mit seinem Team über die Zeit brachte. Sein Resümee: „Am Ende war es ein Arbeitssieg. Die Ersatzspieler haben uns nochmal den nötigen Push gegeben.“
Tore: 1:0 Ruben Dalby (55.), 2:0 Almunther Alahmad (62.), 3:0 Lucas Lüngen (68.), 3:1 Abbas Awada (76.).

TB Hilligsfeld II – MTSV Aerzen II 2:1 (0:1).

Nach dem 10:0 bei der SGHE hat Hilligsfelds Zweite das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem 2:1 beendete der TBH den Fünf-Spiele-Siegeslauf von Aufstiegsaspirant Aerzen – und das trotz Rückstand. Bereits nach 120 Sekunden hatte Max Dobisha die Kugel aus 16 Metern aus der Drehung in die Maschen befördert. „Wir haben uns davon aber gar nicht beeindrucken lassen und haben unseren Stiefel weiter runtergespielt. Schon bis zur Pause hatten wir mehr Ballbesitz und mehr Chancen“, resümierte Spielertrainer Tim Bödecker. Der vermeintliche Ausgleichstreffer von Carlo Witkop fand aufgrund einer Abseitsstellung allerdings keine Anerkennung. „In der zweiten Hälfte ist das Pendel dann richtig gekippt“, so Bödecker.

Der Ausgleich folgte in Minute 68: Ein TBH-Eckball wurde verlängert, Rizgar Demir vollendete anschließend aus elf Metern. In der Folge drückten die Gastgeber auf den Turnaround. Zunächst behielt MTSV-Keeper Daniel Sigusch die Gäste mit mehreren Paraden noch auf Kurs. In der 78. Minute wurde dann Carlo Witkop von Alimobasher Naseri freigespielt, nutzte seine Tempovorteile und überwand Sigusch zum 2:1. „Danach gab es für uns nochmal eine richtige Abwehrschlacht, weil Aerzen mit allen Mann nach vorne gestürmt ist. Wir haben aber nichts mehr zugelassen“, betonte der Coach und erklärte: „Ich bin sehr froh, dass wir jetzt tabellarisch im sicheren Fahrwasser angekommen sind.“ Ein Sonderlob gab es für Torschütze Witkop.
Tore: 0:1 Max Dobisha (2.), 1:1 Rizgar Demir (68.), 2:1 Carlo Witkop (78.).

SG Hameln 74 – SG Großenwieden/Rohden-Segelhorst II 7:2 (3:2).

In der Nordstadt wirbelten am frühen Nachmittag wieder die Offensivakteure von SG74. „Wir haben die erste Viertelstunde sehr druckvoll gespielt, haben es aber – wie über die gesamten 90 Minuten – nicht geschafft, unsere Chancen effizient zu nutzen“, schilderte Hamelns Trainer Michael Lauke. Trotzdem lagen die Hausherren nach den Treffern von Sipan Karayilan und Nils Schrader mit 2:0 in Front. Bis zur Pause ging es in Sachen Treffern dann hin und her: Kevin Raudzis markierte den Anschluss für die Gäste per Foulelfmeter, Karayilan stellte auf 3:1 – ehe Leon Mulroy per Kopf nach einer Ecke den erneuten Anschlusstreffer erzielte (42.). „Dabei hätte es zur Pause bereits deutlicher für uns stehen müssen“, betonte Lauke.

Nach dem Seitenwechsel machte sich die Hamelner Dominanz dann deutlich. Karayilan legte bis Spielende noch drei weitere Treffer nach und veredelte damit seinen Fünferpack, während Schrader seinen zweiten Streich nachlegte. „Wenn er die Kugel aus gefühlten zwei Metern nicht über das Tor geschossen hätte, wäre auch ein Dreierpack drin gewesen“, lachte Lauke, der am Ende erklärte: „Es war ein faires Spiel. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“ Neben beiden Torschützen gab es auch lobende Worte für Linksverteidiger Lucas Everling, der nach jahrelanger Pause ein sehr starkes Comeback zeigte.
Tore: 1:0 Sipan Karayilan (5.), 2:0 Nils Schrader (9.), 2:1 Kevin Raudzis (23.), 3:1 Karayilan (28.), 3:2 Leon Mulroy (42.), 4:2 Karayilan (53.), 5:2 Karayilan (60.), 6:2 Schrader (74.), 7:2 Karayilan (78.).

SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – BW Tündern III 1:2 (1:1).

In einem umkämpften Spiel der 2. Kreisklasse setzte sich BW Tündern III bei der SG Eimbeckhausen/Hamelspringe knapp mit 2:1 (1:1) durch. Die Hausherren starteten vielversprechend, verpassten es jedoch, ihre zahlreichen Chancen in Tore umzumünzen – und wurden dafür bestraft. „Wir sind ganz gut reingekommen, unser Plan war heute, die Defensive zu stabilisieren und daraus nach vorne zu Chancen zu kommen“, erklärte SG-Trainer Martin Witzel. „In der ersten Halbzeit hat das eigentlich ganz gut funktioniert. Wir hatten bis zur Führung schon zwei Hochkaräter und in der 17. Minute fällt dann endlich das Tor durch Anel Azemovic.“ Doch die Führung währte nicht lange. „Von den Chancen her hätten wir mit 2:0 oder 3:0 in die Kabine gehen müssen. Wir scheitern aber an uns selbst. Wie es dann so ist im Fußball, wirst du dafür bestraft“, so Witzel. Nach einem unglücklichen Zwischenfall, Mirko Köster im Tor der Hausherren schoss einen seiner Innenverteidiger an, konnte Tünderns Niclas-Maximilian Gierke den Ball aus etwa 35 Metern über den herausgerückten Köster ins Tor heben – es stand 1:1 (39.).

In der zweiten Halbzeit kämpfte sich Tündern mehr und mehr in das Spiel und nutzte erneut einen Fehler im Aufbau der Hausherren: „Tündern hat den Ball gut durchgesteckt, Köster kommt raus und wird erneut überlupft“, erklärte Witzel. So erzielte Serdal Aydin das 1:2 (69.), das letztlich den Sieg für die Gäste sicherte. „Serdal Aydin ist sehr fair aufgetreten, hat ein schönes Tor gemacht und das Spiel klug entschieden“, lobte Witzel. Eimbeckhausen/Hamelspringe versuchte noch einmal alles, doch „uns sind zum Schluss die Kräfte geschwunden und wir hatten keine klaren Chancen mehr, konnten keinen Lucky Punch setzen. Letztendlich hat Tündern sich reingekämpft und kämpferisch verdient gewonnen.“
Tore: 1:0 Anel Azemovic (17.), 1:1 Niclas-Maximilian Gierke (39.), 1:2 Serdal Aydin (69.).






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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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