24.10.2025 22:18
2. Kreisklasse
Spannendes Hin & Her: Marienau bleibt oben dran
Tündern III verliert „klassisches Unentschiedenspiel" gegen SG74

Frederik Giger führte die SSG mit einem Dreierpack auf die Siegerstraße.
Von Jule Stolpe
SSG Marienau – TSV Klein Berkel II 5:3 (3:2).
In der zweiten Kreisklasse gewann der Tabellenzweite Marienau eine spektakuläre Partie gegen den TSV Klein Berkel II mit 5:3. Die Hausherren kamen sehr gut ins Spiel und gingen nach nur fünf Minuten durch eine direkte Ecke (!) von Hendrik Eickhoff in Führung. Im Anschluss gab es direkt die nächste Großchance für die SSG: „Da ist Frederik Giger durch und trifft direkt vor dem gegnerischen Torwart den Ball nicht richtig, sodass der Keeper halten konnte“, erklärte Marienaus Coach Kai Lücke, dessen Ärger über die vergebene Chance nicht lange anhielt. Kurz darauf machte Giger es besser und vollendete eine laut Lücke „sehr schöne“ Kombination nach Vorlage von Eickhoff zum 2:0 für die SSG (15.), ehe er nach dreißig gespielten Minuten erneut traf. „Nach dem 3:0 haben wir den Gegner leider so ein bisschen kommen lassen, unsere Chancen überhaupt nicht mehr genutzt und Klein Berkel zum Toreschießen eingeladen“, beschrieb Lücke die folgenden zehn Minuten, die sein Team komplett verpennt habe. Durch die Unaufmerksamkeit aufseiten von Marienau kam der TSV noch vor der Pause durch Tore von Mourad Khaled und Igor Lampen auf 2:3 heran.
„Klein Berkel kam dann gut aus der Halbzeit. Umso besser, dass wir durch Hendrik Eickhoff direkt nachlegen und den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellen konnten“, so der SSG-Coach. Sicherheit erspielte sich sein Team damit allerdings immer noch nicht: Nach rund sechzig Minuten sorgte Alex Gerhardt für den erneuten Anschluss der Gäste. Am Ende sorgte der dritte Treffer von Frederick Giger für die Entscheidung (73.). „Dass wir zwischendrin wieder bangen mussten, war natürlich blöd, aber zum Glück konnten wir zum Schluss den Deckel draufmachen – dank des Dreierpacks von Freddy Giger, der ein super Spiel gemacht hat“, lobte Lücke abschließend und hob die Leistung von Erwin Sudermann im defensiven Mittelfeld ebenfalls hervor.
Tore: 1:0 Hendrik Eickhoff (5.), 2:0 Frederick Giger (15.), 3:0 Giger (32.), 3:1 Mourad Khaled (35.), 3:2 Igor Lampen (40.), 4:2 Eickhoff (48.), 4:3 Alex Gerhardt (61.), 5:3 Giger (73.).
BW Tündern III – SG Hameln 74 1:3 (1:1).
BW Tündern III zog gegen die SG Hameln 74 den Kürzeren und verlor mit 1:3. „Eigentlich war es ein gutes Spiel von beiden Seiten“, beschrieb Tünderns Trainer Sascha Kummerow die erste Halbzeit. Direkt nach wenigen Minuten hätte er gerne einen Platzverweis für die Gegner gesehen – aufgrund eines Ellenbogenschlags. „Das hat die Schiedsrichterin nicht gesehen, aber so etwas gehört nicht auf den Fußballplatz. Die gesamte Mannschaft und die Trainer von SG 74 waren sehr fair, während dieser Spieler auch danach noch mit weiteren Ausfälligkeiten auffiel“, kritisierte Kummerow. Fußballerisch ging es furios weiter für sein Team: Niclas Gierke setzte nach rund fünf Minuten das erste Ausrufezeichen, als er sich an der Eckfahne gegen drei Gegenspieler durchsetzte, nach innen zog und mit links an den linken Pfosten schoss. Nach rund zwanzig Minuten machte Gierke es besser und traf zur Führung, die für Kummerow zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient war. „Ärgerlich war, dass wir direkt im Gegenzug nach einem Standard aus dem Halbfeld den Ausgleich kassierten“, haderte der BW-Coach.
Nach der Pause starteten die Hausherren erneut mit einem Pfostenschuss, verloren anschließend allerdings den Faden. „Wir mussten ein paar Mal aufgrund von Verletzungen wechseln. Die SG war viel im Ballbesitz und hatte dann auch einen Pfostenschuss“, so Kummerow weiter. In der 68. Minute münzte Leon Klenovic die optische Überlegenheit in ein Tor um und sorgte für die Gästeführung. „Anschließend haben wir aufgemacht, hatten aber keine zwingende Chance mehr“, erklärte Tünderns Coach. Stattdessen gab es in der Nachspielzeit noch das 1:3 durch Sipan Karayilan. „An sich war es ein gutes Spiel, für mich eigentlich ein klassisches Unentschieden-Spiel, aber so läuft es halt manchmal“, bilanzierte Kummerow und hob aufseiten von SG Hameln 74 die Leistungen von Ahmad Ahmad im Tor und Torben Böhm hervor. Aus seinem eigenen Team lobte er Niclas Gierke für seine starke Leistung in der Offensive.
Tore: 1:0 Niclas-Maximilian Gierke (23.), 1:1 Nils Schrader (24.), 1:2 Leon Klenovic (68.), 1:3 Sipan Karayilan (90.+6.).
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