03.08.2025 18:07
2. Kreisklasse
Karayilan-Dreierpack reicht nicht - Traum-Einstand: Klein Berkel gewinnt 8:1
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Almunther Alahmad traf doppelt für Aufsteiger Preussen Hameln II.
FC Preussen Hameln II – SG Saale-Ith/Marienhagen II 4:1 (1:1).
So kann´s weitergehen, dürfte sich Preussens Zweitvertretung denken. Im ersten Spiel nach dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse triumphierten die Hamelner direkt mit 4:1. Dabei hatten die 07er in der ersten Hälfte gegen die Ostkreis-SG noch nicht das Glück auf ihrer Seite. „Saale-Ith hat viel mit langen Bällen probiert, die wir aber gut unter Kontrolle hatten, sodass der Gegner kaum gefährlich wurde. Wir waren besser, haben aber das Tor nicht getroffen“, schilderte FCP-Sprecher Steffen Pauder. In der 20. Minute kam dann auch noch Pech dazu. Ein ungefährlicher Rückpass aus rund 20 Metern versprang FCP-Keeper Yannik Hauschild und rollte in die Maschen. „Danach waren wir erst etwas hektisch, haben uns dann aber wieder auf das besonnen, was wir können“, so Pauder.
Mit Erfolg: unmittelbar vor der Pause egalisierte Standard-König Almunther Alahmad den Rückstand. Und es kam noch besser: nur sieben Minuten nach dem Seitenwechsel verwandelte der Torschütze einen Freistoß direkt und untermauerte damit seinen Titel als Standard-Spezialist. Der schnelle Doppelschlag folgte nur zwei Minuten später. Nach einem doppelten Doppelpass mit Alahmad versenkte Noah Springer die Kugel zum 3:1. In der Folge spielten die Gastgeber ihren Stiefel locker runter, Springer erhöhte eine Viertelstunde vor dem Ende nach einem Eckball sogar noch auf 4:1. „In Summe hätten wir am Ende wahrscheinlich sogar noch das eine oder andere Tor mehr machen können, aber so sind wir doch schon sehr zufrieden“, resümierte Pauder und sprach sowohl Schiri Alaa Aldarwish als auch Aufbauspieler Adnan Abdullah ein Sonderlob aus.
Tore: 0:1 Eigentor Yannik Hauschild (20.), 1:1 Almunther Alahmad (44.), 2:1 Alahmad (52.), 3:1 Noah Jerome Springer (54.), 4:1 Springer (75.).
TSV Klein Berkel II – MTV Coppenbrügge 8:1 (3:0).
Noch besser als für die Hamelner Preussen lief es für Co-Aufsteiger Klein Berkel II. Mit einem absoluten Kantersieg bereiteten die Hummetaler den rund erneuerten Coppenbrüggern einen Auftakt zum Vergessen. „Das Ergebnis können wir uns heute einrahmen. Es wird sicherlich schwierig, das in der Saison nochmal zu wiederholen“, lachte TSV-Co-Trainer Roman Bandorski nach dem Abpfiff. Auf dem heimischen Kunstrasen legten die Gastgeber direkt fulminant los. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte ging es über mehrere Stationen schnörkellos zu Sturmspitze Mourad Khaled, der überlegt zur Führung traf. Dazu Bandorski: „Das war wahnsinnig gut gespielt – vor allem, wenn man bedenkt, dass wir erst acht Trainingseinheiten mit den Jungs hatten.“ Der MTV zeigte sich vom Rückstand jedoch unbeeindruckt, erspielte sich eine zehnminütige Drangphase, scheiterte jedoch doppelt am Außenpfosten (9./10.).
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte fingen sich die Gastgeber dann wieder – und belohnten sich. Bilal Al Hussein und erneut Khaled stellten auf 3:0 zur Pause. Der Rausch hielt auch nach der Pause an, Khaled vom Punkt zum Dritten und Al Hussein erhöhten auf 5:0. „Danach haben wir durchgewechselt, wodurch wir etwas den Faden verloren haben. Zum Schluss ging uns auch etwas die Ausdauer abhanden“, betonte Bandorski. Mehr als der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Patrick Giger zum 1:5 blieb jedoch aus. Stattdessen sorgten Tjesse Jäkel, Sebastian Gelhaar und Moemen El Mourad am Ende für den deutlichen Kantersieg, durch den sich der TSV gleich auf Rang eins einreihte. Bandorski sprach abschließend von einem „bärenstarken Einstand“, betonte aber auch, dass es noch genug Anlass zur Verbesserung gäbe.
Tore: 1:0 Mourad Khaled (8.), 2:0 Bilal Al Hussein (42.), 3:0 Mourad Khaled (45. +2), 4:0 Khaled (53./Elfmeter), 5:0 Al Hussein (54.), 5:1 Patrick Giger (61.), 6:1 Tjesse Jäkel (80.), 7:1 Sebastian Gelhaar (86.), 8:1 Moemen El Mourad (90. +4).
TB Hilligsfeld II – BW Tündern III 1:2 (0:1)
Statt eines Duells zweier Abstiegskandidaten sahen die Zuschauer im Stadion an der Hamel ein Spiel, das an höherklassigere Gefilde erinnerte – so zumindest laut TBH-Trainer Tim Bödecker: „Es war von Beginn an ein intensives Spiel. Beide Mannschaften sind hochmotiviert angetreten und beide wurden unterstützt.“ So lief der Turnerbund mit Till Jürgens und Ivan Abakumov aus der ersten Herren auf, und die Blau-Weißen boten sogar ihren Landesliga-Edeltechniker Ugur Aydin auf, neben weiteren starken Spielern wie Neuzugang Ashkan Karimi oder Dominik Herrmann. Karimi war es auch, der nach einer Tempoaktion in der 32. Minute die Führung für Tündern markierte. Anschließend lag sogar das 2:0 in der Luft, doch ein möglicher Strafstoß wurde nicht gegeben. Bödecker: „Den hätte man geben müssen – ein klares Foul. Da hatten wir Glück. Ansonsten kam von Tündern aber nicht allzu viel. Wir hatten aber auch nicht mehr als zwei Halbchancen.“
Nach dem Seitenwechsel sollte sich dies ändern: Hilligsfeld agierte mutiger und glich durch den extra aus Frankreich eingeflogenen Tristan Karock zum 1:1 aus (52.). „Wie man das in der 2. Kreisklasse halt so macht“, konnte sich Bödecker ein Schmunzeln nicht verkneifen. Richtig lachen durften am Ende aber nur die Gäste. Nach einem Eckball für den TBH konterten die Windmühlenkicker die Hausherren eiskalt aus und am Ende der Kombination vollendete Malte Grehl zum 2:1. Bödecker sah in dieser Szene gleich zwei Abseitsstellungen: „Erst der Pass in die Spitze und dann die Weitergabe. Aber wir beschweren uns nicht. Irgendwo ist es auch gerecht aufgrund des nicht gegebenen Elfmeters für Tündern.“ Zumal Besmir Rrusta im Anschluss noch die Riesenchance auf das 2:2 hatte, doch ließ sein Schuss aus rund 16 Metern nur die Latte erzittern. „Ein Remis wäre wohl gerecht gewesen. Trotz der Niederlage hat es aber allen heute Spaß gemacht, ein richtig gutes Fußballspiel“, resümierte Bödecker.
Tore: 0:1 Ashkan Karimi (32.), 1:1 Tristan Karock (52.), 1:2 Malte Grehl.
SG Hameln 74 – MTSV Aerzen II 3:4 (2:4)
„Hinten zu anfällig, vorne zu ungefährlich“, lautete das Fazit von SG 74-Trainer Michael Lauke nach dem 3:4 gegen Aerzen. Bereits in der 3. Minute führten die Gäste dank eines Eigentors von Sebastian Säbsch. Der Verteidiger verlängerte einen Eckball unglücklich ins eigene Tor. In der Folge schlug die Stunde von Hamelns Neuzugang Sipan Karayilan, der innerhalb von drei Minuten per Doppelpack auf 2:1 stellte – doch diese kurzzeitige Wende brachte nicht die erhoffte Sicherheit. Im Gegenteil: Der MTSV drehte mächtig auf. Zunächst gelang Andrej Weirich ein Geniestreich: Er nahm den Ball 20 Meter vor dem Tor mit der Brust an, drehte sich und traf sehenswert ins lange Eck – ein Traumtor zum 2:2.
Damit nicht genug: Vier Minuten später war Weirich wieder zur Stelle und traf zum 3:2 für die Hummetaler. Und weil es immer noch nicht reichte, legte Niklas Hahn per Strafstoß nur 180 Sekunden später das 4:2 nach. Lauke: „Der Elfmeter war absolut berechtigt, da ist uns ein unnötiges Foul unterlaufen.“ Im zweiten Durchgang verkürzte Karayilan zwar bereits in der 50. Minute auf 3:4, doch der Ausgleich sollte trotz genügend Zeit auf der Uhr nicht mehr fallen. Die größte Chance verpasste Rückkehrer Torben Böhm, als er den Torwart umkurvte, aber der Winkel zu spitz wurde. Der Abschluss verfehlte das lange Eck. Lauke resümierte: „Wir haben Druck gemacht, aber es nicht mehr geschafft. Eine ärgerliche Niederlage. Am Dienstag müssen wir gut trainieren, um es dann Donnerstag besser zu machen.“
Tore: 0:1 Eigentor Sebastian Säbsch (3.), 1:1 Sipan Karayilan (22.), 2:1 Karayilan (25.), 2:2 Andrej Weirich (28.), 2:3 Weirich (32.), 2:4 Niklas Hahn (35./Strafstoß), 3:4 Karayilan (50.).
SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – SG Hastenbeck/Emmerthal 3:0 (3:0)
Im Nordkreis entwickelte sich im Absteigerduell eine deutliche Angelegenheit. „Obwohl einige Urlauber noch gefehlt haben, war das mehr als ordentlich heute. Das ist wie bei einer guten Ehe: Entweder ein Abstieg zerreißt dich oder er schweißt dich enger zusammen. Heute hat die Mannschaft Geschlossenheit bewiesen“, lobte Eimbeckhausen-Coach Martin Witzel. Die Tore fielen allesamt in der ersten Halbzeit: Die beiden 18-jährigen „Küken“ Tom Heymann und Merdan Kosuta sowie Dauerbrenner Anes Hot brachten die 3:0-Pausenführung.
Witzel: „Gerade für Tom und Merdan freut es mich sehr, aber auch Jaron Rodacker hat heute ein super Spiel gemacht. Alle drei sind erst 18 und haben sich ein Sonderlob verdient.“ Im zweiten Durchgang kontrollierten die Gastgeber das Ergebnis. Letztlich fielen keine weiteren Tore mehr. Witzel resümierte: „In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Da hat uns Mirko Köster im Tor zweimal vor Gegentoren bewahrt. In der zweiten Hälfte ist es dann ein bisschen abgeflacht. Von Hastenbeck kam nicht mehr allzu viel und wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Wir nehmen den guten Auftakt gerne so mit und wollen mit Spaß die nächsten Aufgaben angehen.“
Tore: 1:0 Tom Heymann (19.), 2:0 Merdan Kosuta (34.), 3:0 Anes Hot (45.).
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