18.05.2025 18:43
2. Kreisklasse
Meisterschaft entschieden: Nettelrede verliert, Löwensen profitiert von Nichtantritt
Elf (!) Tore an der Heinestraße / Alle Infos und Stimmen zur 2. Kreisklasse

Nettelredes Trainer Patrick Gruschka kann nicht mehr Meister werden - der Aufstieg ist aber in greifbarer Nähe.
TSV Nettelrede II – TB Hilligsfeld II 2:3 (1:3).
Die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse ist entschieden. Durch Nettelredes Niederlage ist Löwensen dank des freiwilligen Nichtantritts der SG Saale-Ith/Marienhagen uneinholbar. Am Freitag gab die SG bekannt, aus sportlichen Gründen nicht gegen den nunmehr feststehenden Meister antreten zu wollen.
Angesichts des drohenden Abstiegs lief der Turnerbund heute mit Unterstützung aus dem Kreisliga-Kader auf. Dabei war auch Gaetan Karock, der das Spiel dank eines lupenreinen Hattricks entschied. „Ihn haben wir zu Beginn nicht in den Griff bekommen. Erst nach einer Umstellung ist uns das besser gelungen“, erklärte Nettelredes Trainer Patrick Gruschka. Dabei schoss Maik Vogt die Hausherren in der 5. Minute noch in Front. Der frühe Treffer ging allerdings in Karocks glanzvollen Minuten unter. Über links war der Hilligsfelder kaum zu halten, drehte das Spiel in der 8. und 10. Minute in ein 2:1 und elf Minuten später folgte bereits das 3:1 für die Gäste.
„In der zweiten Halbzeit hatten wir gefühlt 90 Prozent Ballbesitz. Leider lief es vor dem Tor heute nicht. Drüber, vorbei oder zu überhastet, da war alles dabei – nur eben nicht die Tore“, so Gruschka. Dario Stramer konnte letztlich in der 80. Minute nur noch auf 2:3 verkürzen. „Die Meisterschaft wurde heute nicht aufgrund unserer Niederlage entschieden. Wahrscheinlich wäre Löwensen auch so Meister geworden. Wenn die Gegner nicht antreten, kann man nur gewinnen. Aber einen Vorwurf kann man denen, die nicht antreten, auch nicht machen“, sagte Gruschka abschließend. Zwei Spieltage vor Saisonende hat seine Elf vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Aerzen. Der Aufstieg als Vizemeister ist in greifbarer Nähe.
Tore: 1:0 Maik Vogt (5.), 1:1 Gaetan Karock (8.), 1:2 Karock (10.), 1:3 Karock (21.), 2:3 Dario Stramer (80.).
SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst – SSG Marienau 2:1 (2:1).
Das war die Befreiung: Die SG Großenwieden & Co. setzte sich auf sechs Punkte von den bis zur vier Abstiegsrängen ab – bei noch zwei ausstehenden Spielen. Das Torverhältnis spricht ebenfalls für die Elf von Trainer Sascha Henschke. „Wir waren die ersten 30, 35 Minuten klar am Drücker“, sagte Henschke, der früh das 1:0 notierte. Fabian Görlitz traf nach einem Konter in der 11. Minute. Doch folgten die weiteren Tore in weiterhin hoher Frequenz: Yavuz Bulut lupfte das Leder sehenswert aus der Drehung in die Maschen, ehe Lukas Steger einen abgeblockten Ball nach einem Eckstoß humorlos zum 2:1 für die Gasteber in die Maschen schweißte.
„Danach war es ein ausgeglichenes Spiel“, so Henschke. „In der zweiten Halbzeit hätte es in beide Richtungen kippen können.“ Symptomatisch hob er eine Szene aus der Schlussphase hervor: Zunächst klärte Großenwiedens Clemens Schwiezer-Koch auf der Linie, ehe im direkten Gegenzug ein Drei-gegen-Eins-Überzahlspiel nicht von Erfolg gekrönt war. Ein Sonderlob verdiente sich Ex-Keeper Artur Wesner aufseiten der Gastgeber für eine engagierte Leistung im Mittelfeld.
Tore: 1:0 Fabian Görlitz (11.), 1:1 Yavuz Bulut (20.), 2:1 Lukas Steger (23.).
TSV Eintracht Nienstedt – TSV Groß Berkel 1:0 (0:0).
Die Nienstedter verteidigten ihren vierten Rang und bleiben damit in Distanz zu den drittplatzierten Aerzenern – der Aufstieg ist jedoch nur noch theoretisch möglich. „Es war ein völlig ausgeglichenes Spiel. Leider gab es viel Unruhe im Spiel, auch ein Stück weit verursacht durch den Schiedsrichter, der einige komische Entscheidungen getroffen hat“, meinte Nienstedts Sprecher Torsten Reimann. „Es war eigentlich ein total faires Spiel, aber es gab in der zweiten Halbzeit sehr viele Gelbe Karten, darunter auch eine Gelb-Rote.“
Nach einer torlosen ersten Halbzeit fiel der Treffer des Tages in der 71. Minute per Strafstoß. Lukas Schädel war vom Punkt sicher. Reimann: „Da haben wir profitiert, denn den hätte man nicht geben müssen.“ Ansonsten passierte aus dem Spiel heraus wenig. „Beide Abwehrreihen haben sehr gut gestanden und wenig zugelassen. Unser Torjäger Lukas wurde in Manndeckung genommen, das war nicht einfach für ihn. Und hinten hat bei uns wieder Lukas Ulbrich als Abwehrchef den Laden zusammengehalten“, erklärte Reimann.
Tore: 1:0 Lukas Schädel (71./Strafstoß).
Besonderes: Gelb-Rot für Nienstedt (85.).
SG Hameln 74 – TSV Brünnighausen 8:3 (4:0).
Richtig deutlich wurde es in der Hamelner Nordstadt. Die 74er setzten sich 8:3 durch. „Bis zum 4:0 haben wir alles im Griff gehabt“, sagte SG-Trainer Michael Lauke. Leon Klenovic (2), Justin Langner und Nino Delius schossen die 4:0-Pausenführung heraus. Nach dem Seitenwechsel legte Langner das 5:0 nach (55.) – doch dann war bei den Gastgebern ein Bruch zu erkennen. Lauke: „Wir haben das Fußballspielen eingestellt.“
Nachdem Pete Reineke das 1:5 markierte (58.), gelang Udo Feuerhake ein Traumtor: Nach einer Ecke beförderte er das Leder per Volleyschuss vom Sechzehnereck in die Maschen (61.). Damit nicht genug: Ammar Ahmad traf ähnlich sehenswert. Einen Freistoß aus der eigenen Hälfte vollendete er aus der Luft. Anschließend brachten Nils Schrader (2) für die 74er und Rafael Huisgen für die Brünnighäuser den 8:3-Endstand. Lauke: „Der Klassenerhalt ist sicher, jetzt kann nichts mehr passieren.“ Ein Sonderlob verdiente sich Jörg Sander bei den Hamelnern. „Er hatte am Mittwoch einen gebrauchten Tag. Heute hat er dafür eine Topleistung gezeigt“, schloss Hamelns Coach seinen Bericht.
Tore: 1:0 Leon Klenovic (5.), 2:0 Justin Langner (8.), 3:0 Nino Delius (18.), 4:0 Klenovic (29.), 5:0 Langner (55.), 5:1 Pete Reineke (58.), 5:2 Udo Feuerhake (61.), 6:2 Ammar Ahmad (69.), 7:2 Nils Schrader (72.), 8:2 Schrader (77.), 8:3 Rafael Huisgen (80.).
TuS SW Löwensen - SG Saale-Ith/Marienhagen 5:0.
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