15.05.2025 21:43
2. Kreisklasse
Vogt rasiert im Derby: Nettelrede II stößt Tor zum Aufstieg weit auf
Punkteteilung im Kellerduell / Marienau bleibt 2025 ohne Heimniederlage

Machte mit dem 2:0 den Deckel drauf: Marienaus Lennart Greve.
TSV Nettelrede II – TSV Eintracht Nienstedt 4:2 (2:1).
Nettelrede II hat das Tor zur 1. Kreisklasse am Abend weit aufgestoßen. Im Derby gab´s einen 4:2-Erfolg gegen Verfolger Nienstedt. „Wir hatten die ersten 15 Minuten aber mächtig die Hosen voll. Die Jungs merken, dass wir auf der Zielgeraden sind und waren dementsprechend nervös“, gab TSV-Trainer Patrick Gruschka zu Protokoll. In dieser Phase kamen die Gäste durch lange Bälle zum Erfolg. Nach einem Einwurf gelangte die Kugel mit einem weiten Schlag zu Lukas Schädel, der vor dem Tor cool blieb. Mit laufender Spielzeit wurden die Gastgeber dann immer ruhiger. Nach einem Gewusel im Strafraum war Torgarant Maik Vogt zur Stelle und glich im Fallen aus. Nur zehn Minuten später verlängerte Nienstedts Lukas Ulbrich eine scharfe Flanke von Max Klockemann in die eigenen Maschen.
„Mit dem Seitenwechsel haben wir uns dann vorgenommen, ruhiger aufzuspielen und die tiefstehende Sonne im Rücken zu nutzen. Das hat prima geklappt“, so Gruschka. Nur 60 Sekunden nach dem Wiederanpfiff landete eine Flanke von links von Eliah Ludwig-Morell erneut bei Vogt, der per Kopf einnickte. Nettelredes Unterschiedsspieler war auch vier Minuten später wieder gefragt, als er einen Strafstoß zum Dreierpack in die Maschen jagte. Zuvor hatten die Gäste im eigenen Strafraum zu sehr am Gegenspieler gezogen. Die Gastgeber revanchierten sich ein paar Minuten später mit einem ähnlich ungeschickten Verhalten, sodass Schädel noch einmal verkürzte. Mehr passierte aber nicht. „Nienstedt hatte nochmal eine kleine Druckphase, das Spiel hat aber danach mehr den Derby-Charakter angenommen“, merkte Gruschka an, der seinen Verteidiger Nils Requardt für seine „Wahnsinnsruhe“ lobte.
Tore: 0:1 Lukas Schädel (20.), 1:1 Maik Vogt (22.), 2:1 Eigentor Lukas Ulbrich (33.), 3:1 Vogt (46.), 4:1 Maik Vogt (50./Elfmeter), 4:2 Schädel (57./Elfmeter).
MTV Coppenbrügge – TSV Brünnighausen 1:1 (1:1).
Im Kellerduell wurden die Punkte am Abend geteilt. „Wir sind direkt gut reingekommen“, konstatierte Coppenbrügges Torhüter David Mazurowski nach dem Abpfiff. Schon nach sechs Minuten fiel der erste Treffer. Einen Eckball von Patrick Giger versenkte Jonte Dithmar stark mit dem Kopf im unteren Eck. „In der Folge hätten wir auch nachlegen können, denn wir waren die erste Halbzeit klar besser. Aus irgendwelchen Gründen haben wir das Heft aber zunehmend aus der Hand gegeben“, so der Sprecher weiter.
Mit laufender Spieldauer wurden die Gäste stärker – und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich. Im eigenen Strafraum wurde ein TSV-Angreifer zu lange gehalten, Strafstoß war die Folge. Den versenkte Pete Reineke zum 1:1-Halbzeitstand. Und das war´s. Im zweiten Durchgang passierte so gut wie nichts mehr. „Es war hüben wie drüben ein lauer Sommerkick. Die Bälle, die ansatzweise in Richtung eines der beiden Tore kamen, gingen meterweit am Kasten vorbei“, bestätigte Mazurowski. Damit hält der MTV den Drei-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger.
Tore: 1:0 Jonte Dithmar (6.), 1:1 Pete Reineke (41./Foulelfmeter).
SSG Marienau – TSV Groß Berkel 2:0 (1:0).
Marienau bleibt in diesem Jahr zuhause ungeschlagen. Gegen Groß Berkel gab es am Abend einen 2:0-Erfolg. „Das war aber kein Augenschmaus heute. Wir haben den Gegner nicht so dominiert wie zuletzt. Es war teilweise sehr hektisch“, bilanzierte SSG-Trainer Kai Lücke nach dem Abpfiff. Die erste Chance hatten auch die 05er, scheiterten jedoch an SSG-Keeper André Thielke. „Die größeren Chancen vor der Pause hatten jedoch wir“, so Lücke. Zunächst kam Jan Stoffregen einen Tick zu spät (18.), dann setzte Lennart Greve einen Kopfball an den Pfosten. Nach einem Abseitstreffer pro Seite zählte dann auch das erste Tor: Erwin Sundermann setzte Stoffregen per Steckpass in Szene und der vollendete (44.).
„Groß Berkel hat nach der Pause nochmal alles versucht, großartig gewackelt haben wir aber nicht“, fuhr der Coach fort. Die größte Gelegenheit vereitelte erneut Thielke, als der eingewechselte Nils Haase frei vor dem Ostkreis-Schlussmann auftauchte. Auf der Gegenseite ließen die Gastgeber die Vorentscheidung liegen, als Thorben Kurbgeweit vom Punkt aus scheiterte (70.). Der endgültige K.O-Schlag folgte dann zwei Minuten vor dem regulären Ende: Greve war mit einem Solo über 35 Meter auf links nicht zu stoppen und schloss eiskalt zum 2:0-Endstand ab. Lücke abschließend: „Das war heute eine solide Mannschaftsleistung von uns, nicht mehr und nicht weniger. Der Glücklichere hat am Ende gewonnen.“
Tore: 1:0 Jan Stoffregen (44.), 2:0 Lennart Greve (88.).
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