25.04.2025 21:34
2. Kreisklasse
„Schwalben“ feiern 0:2-Comeback – Wembley-Treffer in Marienau?
Tündern III verlässt nach langer Zeit die Abstiegsränge / Marienau holt ebenfalls Rückstand auf

Tünderns Drittvertretung feierte den vierten Sieg in Folge.
BW Tündern III – TSV Brünnighausen 4:2 (0:2).
Mit dem vierten Sieg in Folge hat Tünderns Drittvertretung am Abend die Abstiegszone zum ersten Mal seit dem 10. Spieltag verlassen. Beim Abstiegskracher gegen Brünnighausen hatten die Gastgeber aber ordentliche Anlaufschwierigkeiten. Schon nach sieben Minuten führten die Gäste mit 2:0, Rafael Huisgen traf nach einer Ecke und Maximilian Reiss per Kopf nach einem Freistoß. „Brünnighausen hat das gemacht, was sie können. Standards, lange Bälle und nachsetzen. Generell haben sie gut angefangen und zur Pause auch verdient geführt“, schilderte BWT-Coach Sascha Kummerow, der nur einen Aufreger auf blau-weißer Seite sah. Niclas Gierke traf nach 13 Minuten das Lattenkreuz.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber dann eine Schippe drauf. „Wir wurden konsequenter, während man bei Brünnighausen das Gefühl hatte, dass die Luft nach und nach nachließ“, so Kummerow. Den Auftakt zur Aufholjagd setzte Nick Hunte in der 65. Minute nach einem feinen Spielzug. Nur drei Minuten später traf Serdal Aydin bereits zum Ausgleich. Der endgültige Turnaround erfolgte dann mit dem Highlight des Abends, Der reaktivierte Alexander Böhning, der erst zur Pause eingewechselt worden war, versenkte einen Eckball direkt am kurzen Pfosten. Ladon Maksuti machte letztlich den Deckel drauf (82.), Hunte vergab obendrein noch einmal im Eins-gegen-Eins. „In Summe war es heute schon ein verdienter Sieg“, resümierte Kummerow am Ende und sprach Alexander Böhning, Nick Hunte sowie Brünnighausens Jörn Siegroth ein Sonderlob aus.
Tore: 0:1 Rafael Huisgen (1.), 0:2 Maximilian Reiss (7.), 1:2 Nick Hunte (65.), 2:2 Serdal Aydin (68.), 3:2 Alexander Böhning (75.), 4:2 Ladon Maksuti (82.).
SSG Marienau – MTSV Aerzen II 2:2 (0:0).
Im Kampf um Platz drei wurden dagegen die Punkte geteilt, sodass der TSV Groß Berkel am Sonntag als Nutznießer aus der Sache hervorgehen könnte. „Das war heute ein sehr intensives und von außen sicherlich gut anzuschauendes Spiel. Es ging hin und her. Leider war das Spielglück heute nicht so auf unserer Seite“, eröffnete Marienaus Trainer Kai Lücke den Spielbericht. Die Gastgeber erwiesen sich im ersten Durchgang als aktiveres Team und hätten mehrfach in Führung gehen können. Am knappesten ging es dabei in Minute zwölf zu. In bester Wembley-Tor-Manier traf Jan Stoffregen erst die Unterkante der Latte, bevor er letztlich geklärt werden konnte. „Anhand der Flugkurve müsste der Ball eigentlich im Tor gewesen sein, aber der Schiri hat den Treffer nicht gegeben“, kommentierte Lücke.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus dem Hummetal dann aktiver. Zum Führungstreffer brauchte es allerdings die Unterstützung der Ostkreisler. Nach einem Einwurf bugsierte Andreas Dörries die Kugel halb mit dem Kopf, halb mit dem Knie unglücklich über den Innenpfosten ins eigene Netz. Kurz darauf war Routinier Chouki Youssef im Strafraum sträflich frei und erhöhte per Kopf (61.). „Danach sind aber aufgewacht und haben den Ausgleich erzwungen“, so Lücke. Nils Bormann markierte den Anschlusstreffer nach der Ecke, vier Minuten vor Schluss nutzte Yannic Patocka dann einen Aerzener Fehler zum 2:2-Ausgleich. Und beinahe hätten die Hausherren sogar nochmal jubeln dürfen. Kurz vor Schluss tankte sich Jan Stoffregen auf links nochmal durch, legte sich die Kugel auf den starken Fuß, scheiterte jedoch an MTSV-Keeper Kevin Matter. Lücke zeigte sich am Ende trotzdem versöhnlich: „Angesichts des Spielverlaufs können wir mit dem Remis am Ende leben. Ein großes Lob an die Mannschaft für die Aufholjagd.“
Tore: 0:1 Eigentor Andreas Dörries (55.), 0:2 Chouki Youssef (61.), 1:2 Nils Bormann (76.), 2:2 Yannic Patocka (86.).
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