13.04.2025 19:08

2. Kreisklasse


Brünnighausen feiert Befreiungsschlag - SG74 trotzt 60-minütiger Unterzahl

Nettelrede & Löwensen souverän / Nienstedt stellt Marienau kalt
Markus Thiede TSV Nettelrede
Nettelredes Markus Tiede ebnete mit seinem 1:0 den Weg für einen souveränen Heimerfolg.

TuS SW Löwensen – SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst II 2:0 (1:0).

Der TuS SW Löwensen siegte mit 2:0 gegen die SG Großenwieden. Bereits in der 2. Minute erzielte Mussa Barakat das 1:0 für die Hausherren, nachdem er in den Strafraum eindrang und den Fuß an den Ball bekam. Nach dem frühen Führungstreffer ließ die Leistung der Gastgeber jedoch merklich nach. „Es war gefühlt, als hätten wir den Motor ausgemacht", kommentierte Rashad Kukhmazov, Sprecher von Löwensen. „Die Abwehr und das Mittelfeld hatten sichtlich Probleme. Das war eine der schlechtesten Halbzeiten, die ich gesehen von uns gesehen habe.“ Trotz der Schwächephase blieb es zur Halbzeit beim 1:0, da die Gäste keine ihrer Chancen nutzten.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich Löwensen wieder stärker. „Es war ein ausgeglichenes Spiel“, so Kukhmazov. „In der Schlussphase hatten wir das Spiel dann mehr im Griff“. Ein Foul an Cihan Kama führte zu einem Strafstoß, den Mussa Barakat in der 87. Minute sicher zum 2:0 verwandelte. Kurz darauf verpasste Barakat die Chance, auf 3:0 zu erhöhen. „Das 2:0 geht in Ordnung, auch wenn Großenwieden einen Treffer verdient gehabt hätte", resümierte Kukhmazov. „Wir sind zufrieden, dass wir gewonnen haben, und machen jetzt einen Haken dran." Durch den Sieg verteidigten die Schwarz-Weißen ihre Tabellenführung gegenüber ebenfalls erfolgreichen Nettelredern.
Tore: 1:0 Mussa Barakat (2.), 2:0 Barakat (87./Strafstoß).

TSV Eintracht Nienstedt – SSG Marienau 2:0 (0:0).

Der TSV Eintracht Nienstedt setzte sich gegen Marienau durch. In der ersten Viertelstunde tat sich Nienstedt schwer, ins Spiel zu finden. „Marienau war anfangs besser“, gestand Eintracht-Sprecher Torsten Reimann. Jedoch sprang für die SSG trotz eines Lattentreffers kein Tor heraus. Nach dieser Phase fand Nienstedt besser ins Spiel und ließ nur noch wenig zu. Die Führung für die Nordkreisler fiel in der 50. Minute, als Lukas Schädel nach Vorlage von Marlon Frielinghaus das 1:0 erzielte. Kurz vor Schluss, in der 85. Minute, war es erneut Lukas Schädel, der nach einem präzisen Zuspiel von Julian Frielinghaus das 2:0 markierte.

„Wir haben verdient gewonnen und waren in der zweiten Hälfte die torgefährlichere Mannschaft", sagte Reihmann. „Vielleicht war der Sieg ein Tor zu hoch. Wir haben wenig zugelassen, abgesehen von dem Lattentreffer." Besonders hervorzuheben sei die starke Leistung der Abwehr, die sich an diesem Tag ein Sonderlob von Reimann verdiente. Auch Lukas Schädel zeigte eine überzeugende Leistung und trug maßgeblich zum Erfolg bei.
Tore: 1:0 Lukas Schädel (50.), 2:0 Schädel (85.).
Von Jule Stolpe

TSV Brünnighausen– SG Saale-Ith/Marienhagen 5:1 (2:0).

Im Abstiegskampf der 2. Kreisklasse gelang dem TSV Brünnighausen der zweite Achtungserfolg in Serie. Gegen die SG Saale-Ith/Marienhagen gewann der TSV zuhause deutlich mit 5:1. „Wir haben klar das bessere Spiel gemacht und waren in der ersten Halbzeit die meiste Zeit am Drücker“, erklärte TSV-Sprecher Robert Kügler nach Apfiff. „Auch die SG war einige Male offensiv aktiv, die qualitativ besseren Chancen hatten aber wir.“ Bereits nach neun Minuten brachte Rafael Huisgen seine Farben mit 1:0 in Führung. Ein durch Pete Reineke verwandelter Strafstoß (37.) sorgte dann für den 2:0-Halbzeitstand.

„In der zweiten Halbzeit haben wir uns zunächst auf das Verteidigen konzentriert. Es war wichtig, dass wir da kein dusseliges Gegentor bekommen“, so Kügler. Vor allem durch zahlreiche Konter konnte Brünnighausen das Ergebnis bis zur 77. Spielminute auf 4:0 in die Höhe schrauben, bevor der SG der Ehrentreffer gelang (86.). Für das schönste Tor des Tages sorgte erneut Pete Reineke, der (nicht zum ersten Mal in seiner Fußballlaufbahn) in der letzten regulären Minute einen Eckball direkt im Tor unterbrachte. „Durch die geschlossene Mannschaftsleistung, zu der alle ihren Teil beigetragen haben, geht der Sieg auch in der Höhe völlig in Ordnung“, sagte Kügler und freute sich nicht nur über wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern auch über die Rückkehr von Udo Feuerhake, dem in seinem ersten Spiel nach längerem Ausfall direkt ein Tor gelang.
Tore: 1:0 Rafael Huisgen (9.), 2:0 Pete Reineke (37./Strafstoß), 3:0 Udo Feuerhake (68.), 4:0 Huisgen (77.), 4:1 Patrick Ribeiro Vasques (86.), 5:1 Reineke (90.).

TSV Nettelrede II – SG Hajen-Latferde II 3:0 (1:0).

In der zweiten Kreisklasse ist die Zweitvertretung von Nettelrede am Sonntag ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und gewann als Aufstiegsaspirant gegen den Tabellenletzten Hajen-Latferde II souverän mit 3:0. „Trotz des ein wenig dezimierten Kaders sind wir gut ins Spiel gekommen, haben einfachen Fußball gespielt und damit genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, lobte TSV-Trainer Patrick Gruschka die Anfangsphase seines Teams. Folgerichtig gelang direkt in der vierten Spielminute das 1:0 für Nettelrede: Nach einer kurz ausgespielten Ecke rutschte ein eigentlich als Flanke geplanter Schuss von Markus Thiede am kurzen Pfosten an Freund und Feind vorbei ins Tor.

„Bis zur Halbzeit haben dann eigentlich nur wir gespielt und hatten gefühlt mindestens 80 Prozent Ballbesitz“, so Gruschka. „Wir hatten einige hochkarätige Chancen, die wir aber bis zum Gang in die Kabine nicht genutzt haben. Eigentlich müssen wir da schon höher führen.“ Eine wirklich gefährliche Toraktion der SG Hajen-Latferde notierte er sich nicht, die Gäste blieben das gesamte Spiel über offensiv ungefährlich. Mit einer souveränen Defensivleistung und mehr Konzentration im Angriff erhöhten die Nettelreder in der Mitte des zweiten Durchgangs auf 2:0, nachdem der eingewechselte Nils Requardt einen Angriff über links mit einem Torwart-Tunnel veredelte. Den Schlusspunkt setzte Trainer Patrick Gruschka selbst, der sich aufgrund der dünnen Personaldecke selbst einwechselte und rund um die 80. Spielminute nach einem erneuten Steckpass über links außen und einer Flanke von der Grundlinie in den Rückraum zum 3:0 Endstand einschob. „Das war ein unspektakulärer Arbeitssieg, der durch eine geschlossene Mannschaftsleistung – vor allem in der Defensive – entstanden ist“, resümierte Trainer Gruschka, der mit Nettelrede II damit weiterhin ganz oben in der Tabelle mitmischt.
Tore: 1:0 Markus Thiede, 2:0 Nils Requardt, 3:0 Patrick Gruschka.

Von Maximilian Wittkop

SG Hameln 74 – TB Hilligsfeld 2:1 (1:0).

Der SG Hameln 74 gelang ein 2:1-Heimerfolg gegen den TB Hilligsfeld, obwohl die Hausherren über weite Strecken des Spiels in Unterzahl verbringen mussten. „Das war ein komplett verdienter Sieg. In der ersten Viertelstunde haben wir schon richtig Druck gemacht und folgerichtig das Tor durch Yusof Rassuli gemacht. Der traf nach einer traumhaften Vorlage von Nils Schrader“, meinte 74-Trainer Michael Lauke. In der 35. Minute gab es schließlich die Rote Karte für den Keeper der Hausherren, Ahmad Ahmad, nach einem vermeintlichen Handspiel außerhalb des Sechzehnmeterraums. „Ich habe dieses Handspiel nicht gesehen. Unser Keeper hat den Ball gegen sein Trikot bekommen. Meiner Meinung nach war das eine Fehlentscheidung des Schiris. Wir haben die Führung dann in die Halbzeit gerettet“, so Lauke.

Im Anschluss hatten die Hausherren noch ein paar Chancen. „Wir hatten zuvor umgestellt. Leon Klenovic muss nach der Halbzeit eigentlich das zweite Tor machen. Und rettet direkt danach auf der Linie die Führung“, so Lauke. Es dauerte bis zur 63. Minute, als Alexander Galimski sich durchsetzte und traf. „Das Tor von Hilligsfeld war der zweite Torschuss von denen“, sagte Lauke. In der Folge ließen sich die Hamelner nicht unterkriegen und spielten weiter nach vorne. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich traf Darijo Bilavcic zur erneuten Führung. Diese brachten die Gastgeber auch über die Zeit. „Unsere Innenverteidiger haben einen super Job heute gemacht. Die sind jeweils bestimmt 15 Kilometer gelaufen. Wir haben heute die drei Punkte geholt, die wir gegen Coppenbrügge nicht geholt haben. Das war sehr wichtig“, resümierte Lauke.
Tore: 1:0 Yusof Rassuli (14.), 1:1 Alexander Galimski (63.), 2:1 Darijo Bilavcic (68.).
Besonderes: Rote Karte für Hamelns Ahmad Ahmad (35.)
Webdesign & CMS by cybox