27.10.2024 19:01

2. Kreisklasse


Nettelrede stolpert wieder - Löwensen rückt heran - Acht Tore im Ostkreis-Derby

Interimstrainer Bödecker & Hensel mit 4:1 zum Einstand / Groß Berkel beendet Ergebnisflaute
Nils Haase TSV Gross Berkel Fussball Kreisklasse Kopfbild
Nils Haase traf doppelt für den TSV Groß Berkel.

SG Hameln 74 – TuS SW Löwensen 0:2 (0:1).

Löwensen setzte sich in der Nordstadt durch und untermauerte den zweiten Rang in der 2. Kreisklasse. „Die erste Viertelstunde ging klar an Löwensen. Sie haben Druck gemacht und hatten einige Chancen, von denen unser Torhüter Ahmad Ahmad aber einige gut pariert hat“, berichtete 74-Trainer Michael Lauke. Nachdem Ahmad dann auch noch einen Freistoß der Löwenser rechts aus dem Winkel kratzte, klingelte es kurze Zeit später schließlich im Kasten der Hausherren. Diesmal prallte der Ball von Keeper Ahmad zu Issa Barakat, der zum 1:0 für die Schwarz-Weißen abstaubte.

„In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser drin und haben uns einige gute Chancen erarbeitet“, so Lauke. Die größte Möglichkeit hatte Maksim Jankovic für die SG74, doch klatschte dein Schuss gegen den Innenpfosten und dann aus der Gefahrenzone heraus. „Das passt momentan ins Bild“, bedauerte Lauke. „Wir hatten noch weitere Chancen, haben aber alles vergeben oder es nicht gut ausgespielt.“ In der 84. Minute fiel die Entscheidung: Hameln rückte bei einem Freistoß in der Hoffnung auf den Ausgleich weit auf, Löwensen eroberte den Ball und fuhr einen Konter, an dessen Ende Mussa Barakat zum 2:0-Endstand traf. „Es war ein faires Spiel. Schiedsrichter Hemlut Flemes hat alles im Griff gehabt. Leider war für uns das gegnerische Tor wie zugenagelt. Es hätte auch wieder 6:6 ausgehen können wie im Hinspiel“, bilanzierte Lauke.
Tore: 0:1 Issa Barakat (33.), 0:2 Mussa Barakat (84.).

TSV Brünnighausen – TSV Nettelrede II 1:1 (1:0).

Die aktuell abstiegsbedrohten Brünnighäuser erkämpfen sich einen Achtungspunkt gegen den Spitzenreiter. „Drei Punkte hätten uns in unserer Situation natürlich mehr geholfen, aber den Punkt nehmen wir auch gerne mit“, sagte Brünnighausens Sprecher Robert Kügler. „Nettelrede hatte die Mehrzahl an Chancen. Das ist auch irgendwo normal, immerhin stehen sie ganz oben. Spielerisch würde ich aber nicht sagen, dass sie uns jetzt haushoch überlegen waren.“

Rafael Huisgen schoss die Gastgeber sogar in der 32. Minute in Führung, doch kamen die „Grönjer“ in Person von Patrick Schmidt in der 60. Minute zum Ausgleich. „Nettelrede hat in der ersten und zweiten Halbzeit je einmal den Pfosten getroffen. Wir hatten noch eine Chance durch Rafael Huisgen, der schon am Torwart vorbei war, aber dann hat sich noch ein Gegenspieler in seinen Schuss gestellt. Mit ein bisschen Glück wäre der Sieg möglich gewesen“, erklärte Kügler, der seinem Team eine gute Leistung attestierte und auch Schiedsrichter Mouhamed Khoder lobte.
Tore: 1:0 Rafael Huisgen (32.), 1:1 Patrick Schmidt (60.).

SG Saale-Ith/Marienhagen – SSG Marienau 4:4 (3:2).

Im Ostkreisderby gab es für die Zuschauer ein Torfestival zu sehen. „Wenn du zweimal mit zwei Toren führst, darfst du so ein Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Das wissen die Jungs genauso gut wie ich“, berichtete SG-Trainer Alexander Kelle. Maximilian Stichweh und Philipp Primas schossen die Hausherren bis zur 25. Minute mit 2:0 in Front, doch sorgten Nils Bormann und Frederick Giger in der 29. und 32. Minute für den schnellen 2:2-Ausgleich. „Wir wollten Marienau mit flachem Passspiel bearbeiten, da sie sehr groß gewachsen sind und mit hohen Bällen kaum ein Durchkommen ist. Gleichzeitig wollten wir ihnen möglichst wenige Freistöße ermöglichen“, so Kelle. „Der Plan ging aber nur stellenweise auf und zwar immer dann, wenn wir auch getroffen haben.“

Danach spielte sich trotz besseren Wissens der Gastgeber das gleiche Spiel erneut ab: Daniel Voß erhöhte noch vor der Pause auf 3:2 (39.), ehe Jan-Niklas Hitzer in der 67. Minute zum 4:2 traf. Lars Weidling (78.) und ein Eigentor von Heinz-Georg Christian Kaps brachten anschließend den 4:4-Endstand. Kelle: „Wir haben drei Gegentore durch Standards oder Flanken bekommen. Marienau hat die Freistöße geschickt gezogen. Es ist mir unverständlich, wie wir nach unseren Führungen einfach aufgehört haben, Fußball zu spielen. Im Hinspiel haben wir schon ein 2:0 verspielt. Daran müssen wir arbeiten.“ Ein Sonderlob sprach er abschließend Maximilian Stichweh aus: „Er hat ein Tor gemacht, eins vorgelegt und unzählige Zweikämpfe auf der Sechs gewonnen.“
Tore: 1:0 Maximilian Stichweh (5.), 2:0 Philipp Primas (25.), 2:1 Nils Bormann (29.), 2:2 Frederick Giger (32.), 3:2 Daniel Voß (39.), 4:2 Jan-Niklas Hitzer (67.), 4:3 Lars Weidling (78.), 4:4 Eigentor Heinz-Georg Christian Kaps (87.).

TB Hilligsfeld II – SG Hajen/Latferde II 4:1 (2:1).

Die TBH-Reserve holte gegen Hajen/Latferde II ungefährdete drei Punkte. Dabei gingen die Gäste anfangs dank eines Strafstoß-Treffers von Nils Knoesel in Führung (6.). „Wir hätten zu diesem Zeitpunkt schon führen müssen und waren danach auch am Drücker“, sagte Hilligsfelds Interimstrainer Tim Bödecker. In der 28. Minute kam der Turnerbund durch eine Einzelaktion von Joshua Höwelmann zum 1:1-Ausgleich, ehe kurz vor der Pause Mohamed Habasch zum 2:1 traf (45.). Ein verlängerter Ball landete bei Habasch, der sehenswert aus spitzem Winkel per Volleyschuss traf.

Bödecker: „In der zweiten Halbzeit war Hajen-Latferde mit zwei Spitzen offensiver aufgestellt und  hat Druck gemacht. Sie hätten in diesen 20 Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich verdient gehabt.“ Die Hausherren hatten jedoch einen breit aufgestellten Kader dabei und brachten frische Kräfte. Der eingewechselte Alimobasher Naseri erzielte in der 78. Minute das 3:1, ehe Habasch mit dem 4:1 für den Endstand sorgte (86.). „Der Sieg fällt um ein Tor zu hoch aus, ist aber verdient. Besonders hervorzuheben ist heute Mohamed Habasch, er hat nach vorne gut Alarm gemacht. Ansonsten hat der Schiedsrichter das Spiel trotz schwierigen Bedingungen mit einem tiefen Boden und vielen Zweikämpfen gut im Griff gehabt“, resümierte Bödecker.
Tore: 0:1 Nils Knoesel (6./Strafstoß), 1:1 Joshua Höwelmann (28.), 2:1 Mohamed Habasch (45.), 3:1 Alimobasher Naseri (78.), 4:1 Habasch (86.).

TSV Groß Berkel – SG Großenwieden/Rohden/Segelhorst II 3:0 (1:0).

Groß Berkel beendete die Ergebnisflaute nach drei Niederlagen in Folge mit dem 3:0-Sieg gegen die SG. Einen Aufreger gab es zuvor bereits. TSV-Trainer Sebastian Blom berichtete: „Der Schiedsrichter ist heute einfach nicht erschienen und war auch auf keinem Weg zu erreichen. Was dann ärgerlich ist: Die Heimmannschaft ist dafür zuständig, dass ein anderer Schiedsrichter gefunden wird. Sollte sich kurzfristig kein Unparteiischer finden, auf den sich beide Mannschaften einigen können, wird das Spiel mit 0:5 gegen beide Mannschaften gewertet. Diese Regel halte ich für schwierig, weil es durchaus vorkommen kann, dass sich niemand findet, weil sich keiner traut. Hut ab an jeden, der den Mumm hat, da kurzfristig einzuspringen. Der Schiedsrichter, den wir gefunden haben, war unerfahren, wie sollte es auch anders sein. Dennoch: Er hat großen Respekt verdient. Aber die Regel halte ich für unfair. Da werden die Mannschaften für den Fehler des angesetzten Schiedsrichters bestraft.“

Das Spiel selbst bot hingegen Grund zur Freude für die Hausherren. Nils Haase schoss die Gastgeber in der 13. Minute in Führung. Blom: „Es war zu Beginn sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen.“ Kurz vor der Pause gewann die SG kurzfristig die Oberhand und hatte per Strafstoß die große Chance zum Ausgleich. Groß Berkels Fänger Paul Mehrländer parierte den Schuss und war auch beim Nachschuss zur Stelle. Der zweite Nachschuss wurde dann von einem Spieler geblockt, ehe das Leder aus der Gefahrenzone befördert wurde. Nach dem Seitenwechsel übernahm der TSV die Kontrolle. Jan Howind (68.) und Haas (75.) brachten letztlich den 3:0-Endstand. „Paul Mehrländer hat uns in der ersten Halbzeit gerettet. Die gesamte Mannschaft hat sich heute ein Lob verdient, da sie sich aus dem kleinen Tief befreit hat. Wir hoffen, dass wir bis zur Winterpause diesen Aufwind aufrecht erhalten können“, sagte Blom abschließend.
Tore: 1:0 Nils Haase (13.), 2:0 Jan Howind (68.), 3:0 Haase (75.).
125 / 1476

Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
schroeder@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox