03.10.2024 19:26
2. Kreisklasse
„Löwensen par excellence: Langweilig können wir nicht“
Mussa Barakat dreht 3:4-Rückstand / Spannendes Ostkreisderby in Coppenbrügge

Löwensens Mussa Barakat drehte die vermeintliche 3:4-Niederlage in einen 5:4-Sieg.
TSV Eintracht Nienstedt – TSV Brünnighausen 0:2 (0:0).
Der TSV Eintracht Nienstedt musste sich heute mit 0:2 gegen den TSV Brünnighausen geschlagen geben und bleibt somit im Tabellenmittelfeld. „Das Spiel war in den ersten 45 Minuten sehr ausgeglichen mit Torchancen auf beiden Seiten“, meinte Eintracht-Sprecher Torsten Reimann. Insgesamt hat es bei der Chancenverwertung beide Mannschaften gehakt. „Außerdem hätten wir in der Mitte der ersten Halbzeit einen Elfmeter bekommen können. Da ist Lukas Schädel eigentlich gefoult worden, aber der Schiri hat das anders gesehen“, meinte Reimann. Kurz vor dem Pausenpfiff musste seine Elf auf der Linie den Einschlag verhindern. „Ein Spieler von uns hat da den Ball in den Bauch bekommen und so das Gegentor verhindert. Es hätte zur Pause auch 2:2 stehen können“, so Reimann.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus Brünnighausen stärker. „Sie sind dann auch folgerichtig nach einem Kopfball von Juan Monge in Führung gegangen und haben dann stark nachgelegt“, so Reimann. Per Distanzschuss war Jörn Siegroth erfolgreich. „Auch nach dem 0:2 haben wir nicht aufgegeben und weitergemacht. Wir hatten auch noch wirklich gute Gelegenheiten“, betonte Reimann. So traf unter anderem Kilian Glashagen in der Schlussphase den Pfosten. „Im Anschluss gab es dann noch einen Lattentreffer, aber der Ball wollte bei uns heute nicht ins Tor. Das ist sehr bitter, weil wir kein schlechtes Spiel gemacht haben“, so Reimann. Zudem sah noch Brünnighausens Pete Reineke die Gelb-Rote Karte nach einem wiederholten Foulspiel. „Das war berechtigt, aber hat uns auch nichts mehr gebracht. Unsere Chancenverwertung war einfach nicht optimal. Dazu muss man auch sagen, dass Brünnighausen nicht schlecht stand“, resümierte Reimann.
Tore: 0:1 Juan Pablo Monge (52.), 0:2 Jörn Siegroth (63.).
SG Hameln 74 – SG Hajen-Latferde II 3:1 (1:1).
Nach einer schwachen ersten Halbzeit von beide Mannschaften gelang es der SG Hameln 74 nach dem Seitenwechsel die Leistung zu steigern und mit 3:1 zu gewinnen. „Bis zum ersten Tor, was gegen Ende der ersten Halbzeit fiel, war das echt kein schönes Spiel. Hajen hat die Räume zugestellt und wir haben kein Mittel dagegen gefunden. Das waren auf beiden Seiten eigentlich nur lange Bälle“, meinte 74-Coach Michael Lauke. Nachdem Nino Delius mit einem langen Ball auf die Reise geschickt wurde und vom Gäste-Keeper gefoult wurde, gab es einen Elfmeter, den der Gefoulte selbst verwandelte. „Der Torwart musste nach dem Foul ausgewechselt werden, weil er sich verletzt hat. Der Elfmeter ging aber vollkommen in Ordnung“, meinte Lauke. Im direkten Gegenzug gelang es den Gästen durch Patrick Fritsche auszugleichen. „Da waren wir alle ein bisschen unsortiert und unkonzentriert. Das war nach der Führung ärgerlich“, betonte Lauke.
In der zweiten Halbzeit wurden die Hausherren besser und erspielten sich mehrere Gelegenheiten. Nils Schrader hätte schon die Gelegenheit gehabt, ein Tor zu machen. Stattdessen dauerte es bis zu einer Flanke, die Hajens Niklas Heinemeyer unglücklich traf und ins Tor beförderte – 2:1 für die Nordstsädter. „Das Eigentor kam uns ganz legen, war aber natürlich ein bisschen glücklich. Dennoch waren wir in der Phase besser“, meinte Lauke. Das Tor des Spiels fiel erst rund 15 Minuten später nach einem direkten Freistoß von Dennis Steimer. Aus 20 Metern bugsierte er das Leder gegen die Latte und von dort sprang der Ball ins Tor. „Das war ein tolles Tor. Ich habe ihn heute erneut nur eingewechselt und er macht so ein Ding. Wahnsinn! Der Ball ist genau im Knick eingeschlagen. Der war unhaltbar“, betonte Lauke. Seine Elf brachte die Zwei-Tore-Führung über die Ziellinie und behielt die drei Punkte zu Hause.
Tore: 1:0 Nino Delius (39. Elf), 1:1 Patrick Fritsche (41.), 2:1 Niklas Heinemeyer (67./Eigentor), 3:1 Dennis Steimer (82.).
MTV Coppenbrügge – SSG Marienau 3:3 (1:2).
Im Derby zwischen dem MTV Coppenbrügge und der SSG Marienau ging es hoch her. Das Spiel endete mit 3:3. „Das war heute eine tolle Kulisse. Wir haben uns einen Kampf mit Marienau geliefert. Das Spiel war durchaus aggressiv, aber nicht unfair“, meinte MTV-Sprecher David Mazurowski. Nach einem Foulelfmeter ging Marienau schon in der 20. Minute in Führung, welche durch ein Traumtor von Mohamed Abu Baker ausgebaut wurde. „Das war leider der doppelte Rückschlag für uns. Die SSG war besser drin zu Beginn. Der Elfmeter geht in Ordnung. Da haben wir das Bein stehen lassen und die nehmen das dann natürlich auch gerne an. Das zweite Tor war ein Distanzschuss in den Winkel. Der war schon sehr sehenswert, muss ich zugeben“, so Mazurowski. Patrick Giger hatte schon vorher die Chance, die Führung auszubauen, aber MTV-Keeper Mazurowksi tauchte ab und hielt.
„Uns gelang es dann zum Glück direkt nach dem 0:2, den Anschlusstreffer zu erzielen und kurz nach dem Seitenwechsel haben wir sogar den Ausgleichstreffer gemacht“, so Mazurowski. Dennoch gelang es dem MTV nicht, weiter dranzubleiben. Nach einer Ecke gingen die Gäste wieder in Führung durch Thorben Kurbgeweiht. „Da haben wir alle gepennt. Das war total dumm“, so Mazurowksi. Im Anschluss verpasste es die SSG Marienau mit einem weiteren Tor davonzuziehen und die Hausherren nutzten das aus. Kurz vor Schluss wurde Ceng Housein-Oglou freigespielt und traf zum erneuten Ausgleich. „Das Unentschieden geht in Ordnung, fühlt sich aber für beide Mannschaften ein bisschen wie eine Niederlage an“, resümierte Mazurowski.
Tore: 0:1 Frederik Giger (20./Strafstoß), 0:2 Mohamed Abu Baker (31.), 1:2 Pietro Bua (32.), 2:2 Pietro Bua (48.), 2:3 Thorben Kurbgeweiht (59.), 3:3 Ceng Housein-Oglou (88.)
TuS SW Löwensen – BW Tündern 5:4 (2:1).
„Das war wieder Löwensen par excellence: Langweilig können wir nicht“, meinte TUS-Sprecher Rashad Kukhmazov nach dem Spiel gegen BW Tündern III, was die Hausherren schlussendlich mit 5:4 gewannen. Die erste halbe Stunde hatten die Hausherren im Griff und gingen folgerichtig mit 2:0 in Führung. „Da hatten wir gute Chancen, waren feldüberlegen und haben ein gutes Spiel gemacht. Wir hätten da auch noch mehr Tore machen können“, meinte Kukhmazov. Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Mittelfeld und Abwehr fiel der Anschlusstreffer für die Gäste kurz vor dem Pausenpfiff.
„Ab dann haben die Basics auch überhaupt nicht mehr gepasst. Wir hatten ein schlechtes Passspiel und die Chancen waren nicht mehr auf unserer Seite. Nach der Halbzeit haben die Tünderaner das natürlich ausgenutzt und sind zwischenzeitlich sogar in Führung gegangen. Dabei war vor allem das 3:3 sehr abseitsverdächtig. Das ist aber auch für den Schiri schwierig zu sehen, wenn er alleine ist. Das vierte Gegentor ist aus einem Gemenge im Sechzehner entstanden. Also auch mehr als unglücklich für uns“, so Kukhmazov. Die Löwensen-Elf fing sich allerdings nach dem 3:4 und kam stark zurück. Dabei wurde Mussa Barakat zum Dreierpacker und drehte die Begegnung in der Schlussphase noch. „Ich bin einfach nur heilfroh, dass wir das Ding noch gewonnen haben. Mussa hat uns da ein Stück weit gerettet, aber er hätte auch noch mehr Tore machen können. Wir hätten den Sack viel früher zu machen müssen. Das war, wie schon zuletzt, am Ende ein Nervenkitzel“, meinte Kukhmazov.
Tore: 1:0 Mussa Barakat (24.), 2:0 Slahaldin Maemo (30.), 2:1 Niclas-Maximilian Gierke (43.), 2:2 Gianluca Rebic (50.), 3:2 Issa Barakat (52.), 3:3 Serdal Aydin (60.), 3:4 Luka-Kristian Müller (65.), 4:4 Mussa Barakat (86.), 5:4 Mussa Barakat (90.).
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