30.10.2022 18:51

2. Kreisklasse


Wahnsinnsspiel in Nettelrede: Miller & Co. führen 5:0 - und gewinnen 6:5!

Hamelspringe/Eimbeckhausen sorgt für Überraschung gegen Bad Pyrmont Hagen / Lachem feiert Schützenfest gegen Bad Münder



Alexander Miller und seine SG Hastenbeck/Emmerthal machten es nach einer 5:0-Führung noch einmal spannend.

SV Germania Beber-Rohrsen – SG Hameln 74 5:1 (2:0).

Die Beber-Kicker setzten sich gegen Hameln 74 deutlich durch und rückten aufgrund des Patzers des FC Bad Pyrmont Hagen auf den zweiten Rang vor. „Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir waren insgesamt die bessere Mannschaft, wobei 74 zu Spielbeginn ziemlich stark war“, erklärte Sprecher Lennerd Kühn. Die Germanen überstanden den Drangphase der Gäste jedoch unbeschadet und gingen ihrerseits in der 30. Minute durch Paul Mühlenmeier in Front. Kurz vor dem Seitenwechsel legte Timo Stumme das 2:0 nach. „Das 1:0 war sehr wichtig und hat uns Luft verschafft. In der zweiten Halbzeit haben wir es souverän runtergespielt“, so Kühn. Finn Langenstein erhöhte nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff auf 3:0. In der Folge schöpften die Hamelner kurzzeitig neue Hoffnung, nachdem Torben Böhm einen Strafstoß zum 1:3 verwandelte. Nur 180 Sekunden später erlosch das Licht am Ende des Tunnels jedoch wieder – Langenstein stellte den alten Abstand mit dem 4:1 wieder her und erhöhte in der 87. Minute mit seinem dritten Treffer des Tages sogar noch auf 5:1. „Die SG Hameln hatte ihre Chancen, aber wir haben es heute besser gemacht. Man muss die gesamte Mannschaft loben, wobei Finn mit seinen drei Toren natürlich herausragt“, resümierte Kühn.
Tore: 1:0 Paul Mühlenmeier (30.), 2:0 Timo Stumme (45.), 3:0 Finn Langenstein (50.), 3:1 Torben Böhm (65./Strafstoß), 4:1 Langenstein (68.), 5:1 Langenstein (87.).

SG Hamelspringe/Eimbeckhausen II – FC Bad Pyrmont Hagen III 2:0 (1:0).

In Hamelspringe sorgte das Team von Trainer Martin Witzel für eine faustdicke Überraschung und schlug mit dem FC Bad Pyrmont Hagen III einen der Aufstiegsfavoriten. Gleichzeitig beendeten die Hausherren ihre Minikrise mit zwei Niederlagen in Serie. „Wir haben heute einen echten Coup gelandet und endlich gezeigt, was wir können“, war Witzel stolz auf seine Elf. „Wir wussten, dass der Gegner stark ist und waren von Anfang an sehr konzentriert. Kämpferisch und spielerisch haben wir voll dagegengehalten. Die Bewegung gegen den Ball hat super funktioniert, einer hat für den anderen gekämpft. Wir haben heute kaum Fehler gemacht und hatten mit Sven Dettmer wieder einen gelernten Torwart zwischen den Pfosten. Er war der nötige sichere Rückhalt. Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten, dass wir gerade zu Beginn des Spiels ein, zweimal Glück hatten, dass wir nicht in Rückstand geraten sind.“ Der FCBPH verpasste seine Chancen jedoch, während die SGHE in der 28. Minute einen Konter fuhr, an dessen Ende Maik Vogt auf Niklas Nisse querlegte. Letzterer schob zum 1:0  ein. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Kurstädter den Druck, drängten auf den Ausgleich. Mitten in der Pyrmonter Drangphase startete die Nordkreis-SG jedoch einen weiteren  Gegenangriff. Diesmal bediente Benjamin Heukelbach Maik Vogt – 2:0. In der Folge brachten die Gastgeber ihre Führung trotz Dauerdruck seitens des Fusionsclubs über die Zeit. „Man muss heute der gesamten Mannschaft ein Riesenlob aussprechen, wobei Niklas Nisse heute ein überragendes Spiel gemacht hat. Mit dem Tor hat er sich für seine Leistung belohnt“, betonte Witzel.
Tore: 1:0 Niklas Nisse (28.), 2:0 Maik Vogt (63.).

SV Lachem – TuSpo Bad Münder 9:1 (5:1).

Klare Kiste in Lachem – der Spitzenreiter feierte ein Schützenfest gegen die TuSpo und behauptete die Tabellenführung. „Wir haben das Spiel von Anfang an ernst genommen. Aus unserer Überlegenheit sind auch die Tore gefallen. Wir haben den Ball gut laufen lassen und sind immer wieder über die Außen gekommen oder haben den Abschluss aus der zweiten Reihe gesucht. Bad Münder stand sehr tief“, erklärte SVL-Trainer Mirko Majcan. Angeführt vom dreifachen Torschützen Mohammed Chabo führten die Hausherren bereits zur Pause mit 5:1. Sanel Dedeic erzielte mit  dem Seitenwechsel den Ehrentreffer für Bad Münder. „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht nachgelassen“, so Majcan, der noch vier weitere Male jubeln durfte. „Bad Münder hatte, abgesehen von dem Tor, kaum eine echte Chance. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, wobei Mohammed Chabo heute ein Sonderlob verdient hat. Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, resümierte Majcan.
Tore: 1:0 Mohamend Chabo (5.), 2:0 Christopher Stary (17.), 3:0 Chabo (20.), 4:0 Ahmet Sariboga (41.), 5:0 Soner Aslan (43.), 5:1 Sanel Dedeic (45.), 6:1 Chabo (51.), 7:1 Baris Demirkaya (75.), 8:1 Andreas Helmel (76.), 9:1 Eigentor Hassan Mohamed-Said (77.).

SG Holzhausen/Thal – TSV Brünnighausen 2:6 (1:1).

Rund 60 Minuten hielt der Tabellenvorletzte aus Holzhausen/Thal gut mit dem TSV Brünnighausen mit, dann jedoch versagten den Hausherren die Kräfte, wodurch den Ostkreislern schließlich ein 6:2-Auswärtserfolg gelang. „Wir machen es recht gut und steigern uns von Woche zu Woche, doch es reicht derzeit nicht. Heute haben wir uns allerdings selbst geschlagen“, gab SG-Trainer Michael Buskies nach Abpfiff zu Protokoll. Dabei sah der Coach einen vielversprechenden Auftakt seiner Elf, die bereits innerhalb der ersten Minute in Führung ging. Der Vorsprung war allerdings nicht von allzu langer Dauer, denn Fabian Mertens egalisierte die Schieflage bereits fünf Zeigerumdrehungen später. Bis zur Pause sollten allerdings keine weiteren Treffer mehr fallen. Nach dem Seitenwechsel wurde den Gästen ein Foulelfmeter zugesprochen, den SG-Keeper Tim De Nooijer zunächst zu entschärfen wusste, doch Jörn Siegroth verwandelte im Nachschuss. Auch von dem erneuten Rückschlag schienen sich die Hausherren noch zu erholen und kamen in Person von Merhawi Atobrhan zum erneuten Ausgleich. „Bis dahin haben wir es noch recht gut gemacht, doch danach haben wir kraftlos gewirkt. Hinten raus kam von uns nicht mehr viel“, so Buskies, der im Laufe der letzten halben Stunde gleich vier weitere Einschläge hinnehmen musste. Nach dem erneuten Führungstreffer durch Siegroth (63.) erzielten auch Mertens und Rafael Huisgen noch ihren Doppelpack. Das Fazit des Coaches: „Irgendwann wird unsere Leistung auch einmal über 90 Minuten reichen, der Zusammenhalt im Team ist und bleibt gut.“
Tore: 1:0 Saman Hakimi (1.), 1:1 Fabian Mertens (6.), 1:2 Jörn Siegroth (54.), 2:2 Merhawi Atobrhan (60.), 2:3 Siegroth (63./Foulelfmeter), 2:4 Mertens (65.), 2:5 Rafael Huisgen (75.), 2:6 Huisgen (84.).

TSV Nettelrede II – SG Hastenbeck/Emmerthal 5:6 (0:3).

Das wäre rekordverdächtig gewesen! Nettelredes Zweitvertretung drohte, im Heimspiel gegen die SGHE förmlich abgeschossen zu werden, lag zwischenzeitlich mit 0:5 zurück – und hätte um ein Haar doch noch einen Punkt mitgenommen. „Zu Anfang war jeder Schuss ein Treffer. Zur Halbzeit hätten wir auch bereits mit fünf Treffern hinten liegen können“, sah TSV-Sprecher Björn Wente einen schläfrigen Auftakt seiner Elf. Nach den Treffern von Alexander Miller, Thorsten Eisele und Kevin Vogt vergaben die Gäste bis zur Pause allerdings mehrere gute Chancen. Die Dominanz der SG verebbte auch mit dem Seitenwechsel zunächst nicht. „Wir wollten den schnellen Anschlusstreffer erzielen, doch das ist in die Hose gegangen“, erklärte Wente, dessen Team zu Anfang der zweiten Hälfte die nächsten beiden Gegentreffer hinnehmen musste. Kurz darauf nahm sich Nettelredes Markus Thiede allerdings ein Herz, tankte sich von 35 Metern vor dem gegnerischen Kasten durch und lupfte die Kugel über den Torhüter der SGHE hinweg in die Maschen (57.). Danach war der Bann gebrochen und Tim Labod verkürzte erneut (67.). Auch von dem erneuten Gegentreffer durch SG-Spielertrainer Marco Job, der mit seiner ersten Ballaktion traf (73.), ließen sich die Hausherren nicht entmutigen und kam in der Nachspielzeit noch einmal auf 5:6 heran. „Danach wurde es hektisch. Es gab eine Rudelbildung und insgesamt sechs Gelbe Karten, darunter auch eine Gelb-Rote für Job. Leider haben wir weitere Chancen nicht genutzt, deshalb blieb es bei dem Ergebnis. Ein Unentschieden wäre am Ende wohl gerechter gewesen“, so Wente abschließend.
Tore: 0:1 Alexander Miller (8.), 0:2 Thorsten Eisele (22.), 0:3 Kevin Vogt (36.), 0:4 Vogt (47.), 0:5 Kevin Weitze (53.), 1:5 Markus Thiede (57.), 2:5 Tim Labod (67.), 2:6 Marco Job (73.), 3:6 Björn Wente (75./Elfmeter), 4:6 Nils Requardt (87.), 5:6 Thiede (90. +1).
Besonderes: Gelb-Rote Karte für Hastenbecks Marco Job (90. +1).

SG Klein Berkel/Königsförde II – TC Hameln 0:1 (0:0).

Die SG Klein Berkel erlebte einen ganz bitteren Sonntagnachmittag beim Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Hameln. Von Beginn an nahmen die Hummetaler das Spiel in die eigene Hand und ließen den TC nicht zur Entfaltung kommen. Allerdings war das Spielglück an diesem Nachmittag nicht auf Seiten der Hausherren, wie SG-Trainer Jochen Illert nach dem Abpfiff verriet: „Wir hatten heute das Pech auf unserer Seite. Wir haben über weite Strecken das Spiel gemacht, doch die Kugel wollte vorne einfach nicht rein.“ Stattdessen vergaben die Hausherren ein ums andere Mal gute Gelegenheiten, trafen zudem den Querbalken und auch den Pfosten. Und wie es so oft, wenn eine Mannschaft vor lauter Chancenwucher das Tor nicht trifft, rächte sich diese Fahrlässigkeit in der Nachspielzeit der Begegnung. Nach einem Angriff der Illert-Elf schalteten die Gäste schnell um. Die Hausherren kamen nicht mehr mit letzter Konsequenz in die Abwehraktion und Alexandros Kontaxes traf aus dem Gewusel heraus zum einzigen Treffer des Tages. Dem Coach der SG fehlten im Anschluss etwas die Worte: „Im Prinzip war das Hamelns einzige Chance heute. Wir waren heute die bessere Mannschaft und hätten den Sieg auch um einiges mehr verdient, aber so ist das manchmal. Wir wollen uns in der Winterpause neu strukturieren und mit der Rückkehr der Langzeitverletzten nach dem Winter wieder angreifen.“
Tore: 0:1 Alexandros Kontaxes (90. +1).

VfB Hemeringen II – BW Tündern III 1:2 (1:1).

Einen ähnlich unglücklichen Nachmittag wie in Klein Berkel erlebte auch das Ligaschlusslicht aus Hemeringen im Heimspiel gegen Tünderns Drittvertretung. Der erste Treffer der Gäste fiel allerdings nicht erst in den Schlussminuten sondern unmittelbar nach Spielbeginn. Nach „handgestoppten elf Sekunden“ – so VfB-Trainer Michael Lauke – gingen die Gäste durch Serdal Aydin in Führung. Fortan übernahm allerdings die Zweitvertretung das Kommando und hätte die Begegnung bereits vor der Pause drehen können. Gute Möglichkeiten wurden allerdings ausgelassen, so vergab Marc Neumann beispielsweise im Eins-gegen-Eins mit BW-Keeper Jan Hartwig, der weit vor seinem eigenen Gehäuse stand. „Da hatte er wahrscheinlich zu viel Zeit zum Nachdenken“, so Lauke. Auch Fabian Görlitz und Lars Michaelis ließen aussichtsreiche Möglichkeiten liegen. Letztlich blieb es deshalb bei nur einem Treffer der Gastgeber, den Hannes Krüger unmittelbar vor dem Pausenpfiff erzielte. „Tündern hätte sich nach 45 Minuten nicht beschweren dürfen, wenn sie 1:4 hinten gelegen hätten. Wir haben aber einfach das Tor nicht gemacht“, so Lauke. Nach dem Seitenwechsel ebbte der Chancenwucher der Hausherren etwas ab, doch weiterhin erwies sich der VfB als spielbestimmend. Trotzdem war es Tünderns Leon Schrader, dessen Bogenlampe eine Viertelstunde vor dem Ende den 2:1-Endstand aus Sicht der Gäste bedeutete. „Das war ein richtiger Sonntagsschuss. Das Ganze passt einfach zu unserer aktuellen Situation. Tünderns Routiniers haben das zum Schluss dann clever runtergespielt“, so der resignierte Lauke, der seinem 38-jährigen „Oldie“ Helge Mai eine solide Leistung in der Innenverteidigung attestierte. 
Tore: 0:1 Serdal Aydin (1.), 1:1 Hannes Krüger (45.), 1:2 Leon Schrader (75.).

6 / 1137

Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
schroeder@awesa.de

Webdesign & CMS by cybox