23.10.2022 19:05

2. Kreisklasse


Lachem triumphiert im Spitzenspiel - FCBPH hat Herbstmeisterschaft in der Hand!

Feuerhake rettet Brünnighausen in der 96. Minute! / Bad Pyrmont Hagen mit 11:2-Erfolg im Stadtderby

Lachems Angreifer Dennis Fulek steuerte zwei wichtige Tore zum 4:2-Erfolg bei.

VfB Hemeringen II – TSV Brünnighausen 3:3 (1:0).

Dramatischer hätten die Hemeringer an ihrem zweiten Saisonsieg kaum vorbeischrammen können. Udo Feuerhake stand nach einem Freistoß in der sechsten (!) Minute der Nachspielzeit goldrichtig und netzte zum 3:3-Endstand ein. Danach erfolgte der Abpfiff. „Dabei hat der Schiedsrichter vorher vier Minuten angezeigt. Das ist für uns sehr ärgerlich. Wenn du 3:1 führst, willst du auch gewinnen“, bedauerte Hemeringens Trainer Michael Lauke. Im ersten Durchgang hatten Tore noch besonderen Wert: Nachdem Brünnighausen zweimal die Latte traf (13.) und VfB-Akteur Jan-Ole Battermann am stark parierenden TSV-Fänger André Liewald scheiterte (27.), erzielte Pascal Kickhölfel erst mit dem Pausenpfiff die 1:0-Führung der Gastgeber. Nach dem Seitenwechsel schlugen die Ostkreisler prompt zurück, Raphael Huisgen machte das 1:1. Doch ließ die Lauke-Elf sich davon nicht beirren: Lars Michaelis und Fabian Görlitz stellten das Ergebnis mit einem Doppelschlag auf 3:1 (53./55.) und ließen große Hoffnungen auf den zweiten Saisondreier aufkeimen. Anschließend markierte Huisgen zwar zügig das 2:3 für Brünnighausen, doch rettete Hemeringen den Sieg scheinbar über die Zeit – scheinbar. Mit dem Schlusspfiff gelang den Gästen schließlich noch der „Lucky Punch“. „Es war ein kampfbetontes, aber immer faires Spiel zweier geschlossen auftretender Mannschaften. Leider hatte der Schiedsrichter in der zweiten Halbzeit kein glückliches Händchen bei einigen umstrittenen Entscheidungen“, resümierte Lauke.
Tore: 1:0 Pascal Kickhöfel (45.), 1:1 Raphael Huisgen (47.), 2:1 Lars Michaelis (53.), 3:1 Fabian Görlitz (55.), 3:2 Huisgen (62.), 3:3 Udo Feuerhake (90.+6).

SG Holzhausen/Thal – FC Bad Pyrmont Hagen III 2:11 (2:6).

Zwei Spiele, sechs Punkte und 21:2 Tore – Bad Pyrmont Hagen II feierte gleich zwei zweistellige Siege am Stück. SG-Trainer Michael Buskies hob trotz der hohen Niederlage die positiven Aspekte hervor: „Bis zur Halbzeit haben wir noch ganz gut mitgehalten und sind sogar 1:0 in Führung gegangen. Bis zum 2:4 waren wir noch gut im Spiel.“ Florian Kappmeyer traf für Holzhausen/Thal zur frühen 1:0-Führung (9.), doch anschließend setzte sich die Qualität der Gäste im Derby durch. Jannis Neumann, Nick Buller (2), Luca Sonnenberg (2) und Konstantinos Topsidis machten zur Pause das halbe Dutzend voll. Zwischendurch traf Mohsem Hakimi zum 2:4. „Bad Pyrmont Hagen hat richtig gut gespielt, da war gefühlt jeder Schuss ein Treffer. Sie hatten einige Spieler, die früher in der Bezirksliga gespielt haben“, so Buskies. Miguel Nunes, Fünferpacker Sonnenberg und Achim Reker sorgten für den 11:2-Endstand. Buskies: „Der Sieg geht für Bad Pyrmont Hagen auch in der Höhe in Ordnung. Wir haben teilweise gut mitgespielt, hatten aber auch immer wieder Phasen, in denen gar nichts lief. Das beschäftigt uns schon die gesamte Saison.“ Während die SG damit auf einem Abstiegsplatz bleibt, befindet sich der FCBPH weiterhin im Aufstiegsrennen.
Tore: 1:0 Florian Kappmeyer (5.), 1:1 Jannis Neumann (9./Srafstoß), 1:2 Nick Buller (13.), 1:3 Buller (20.), 1:4 Luca Sonnenberg (22.), 2:4 Mohsem Hakimi (34.), 2:5 Konstantinos Topsidis (41.), 2:6 Sonnenberg (44.), 2:7 Miguel Nunes (56.), 2:8 Sonnenberg (60.), 2:9 Sonnenberg (65.), 2:10 Achim Reker (70.), 2:11 Sonnenberg (87.).
Besonderes: Gelb-Rot für Holzhausen/Thals Jonas Ohms (60.) und Lennard Müller (70.)

TSV Nettelrede II – SG Hameln 74 2:0 (0:0).

Der TSV Nettelrede baute seinen Abstand auf die Abstiegsplätze mit dem Sieg gegen SG Hameln 74 auf sechs Punkte aus. „Es war ein sehr umkämpftes und teilweise auch hart geführtes Spiel von beiden Seiten, aber unfair war es nie“, erklärte Nettelredes Trainer Holger Herzig. Nach einem torlosen ersten Durchgang folgten die Highlights in der zweiten Hälfte. Zunächst sahen Hamelns Leon Klenovic und Nettelredes Louis Linde jeweils Gelb-Rot. Herzig: „Das waren wiederholte Foulspiele, also auch nichts Wildes.“ In Unterzahl fanden sich die „Grönjer“ besser zurecht und machten alles klar: In der 80. Minute köpfte David Roman nach Flanke von Marco Drömer zum 1:0 ein (80.), ehe der Vorlagengeber anschließend selbst zum Abschluss kam und aus 14 Metern zum 2:0 traf (85.). „In der ersten Halbzeit hätten wir schon 2:0 führen können, da hatte David Roman gleich zwei Großchancen. Wir haben uns heute mehr schlecht als recht präsentiert, sind aber froh über wichtige drei Punkte“, resümierte Herzig. 
Tore: 1:0 David Roman (80.), 2:0 Marco Drömer (85.).
Besonderes: Gelb-Rot für Hamelns Leon Klenovic (70.) und Nettelredes Louis Linde (75.).

SG Klein Berkel/Königsförde – SG Hastenbeck/Emmerthal 3:3 (3:1).

Die Hummetaler erlebten während der 90 Minuten einmal mehr eine Achterbahnfahrt der Gefühle. „Wir haben super angefangen, den Ball laufen lassen und unsere Chancen genutzt“, erklärte Klein Berkels Coach Jochen Illert. Timon Schmidtmeiers Doppelpack sowie der Treffer von Lucas Lüngen ließen die SGKK bereits früh wie den sicheren Sieger erscheinen – in der 21. Minute bestand es bereits 3:0. Illert: „Leider haben wir danach völlig den Faden verloren. Wir waren nicht mehr im Spiel, die SGHE hat das Geschehen bestimmt. Wir haben ihnen das Mittelfeld überlassen und wenn dir das passiert, bist du in Schwierigkeiten.“ Kevin Vogt ließ in der 25. Minute wieder Hoffnungen bei der Elf von Trainer Marco Job aufkeimen. Nach dem Seitenwechsel drängte die SGHE weiterhin auf den noch möglichen Ausgleich. Am Ende mit Erfolg: Thorsten Eisele traf in der 71. und 80. Minute und stellte das Ergebnis damit auf 3:3. Zu dem zeigte er einmal mehr seine aktuelle Formstärke. „Dass wir nicht noch verloren haben, ist unserem Torhüter Max Illert zu verdanken. Er hat noch einige schwierige Szenen entschärft und Schlimmeres verhindert. Wir hätten nach dem 3:0 eigentlich befreit aufspielen können. Stattdessen ist uns das Gegenteil passiert. Wir werden noch nach Erklärungen suchen“, resümierte Illert.
Tore: 1:0 Timon Schmidtmeier (7.), 2:0 Lucas Lüngen  (15.), 3:0 Schmidtmeier (21.), 3:1 Kevin Vogt (25.), 3:2 Thorsten Eisele (71.), 3:3 Eisele (80.).

TuSpo Bad Münder – BW Tündern III 4:2 (2:1).

Im Duell der Tabellennachbarn hatten die Hausherren die Nase vorne. „Das war heute ein richtig gutes Spiel von uns. Der Gegner war sehr gut. Wir kannten Tünderns Dritte noch nicht und mussten uns erst einmal umschauen. Sie waren sehr zweikampfstark“, erklärte Bad Münders Sprecher Aldin Dedeic. „Wir hatten allerdings das Glück, dass bei uns heute nahezu alles geklappt hat.“ Den frühen Schock durch das 0:1 von Leon Schürmann (6.) verkrafteten die Hausherren zügig: Hakan Atangüc glich nur vier Minuten später aus. Aldin Dedeic legte in der 27. Minute das 2:1 nach. In der zweiten Hälfte war lange kein sicherer Sieger in Sicht. Leon Schrader traf für Tündern in der 68. Minute zum 2:2. Erst in der Schlussphase folgte die Entscheidung zugunsten der Kurstädter: Aldin Dedeic komplettierte in der 81. und 84. Minute seinen persönlichen Dreierpack und schoss seine Farben damit zum 4:2-Sieg. Besonders sehenswert war sein Tor zum Endstand: Aus 20 Metern schweißte Dedeic das Leder unter die Latte. „Die Vorzeichen waren nicht gut. Die Abkreidemaschine ist kaputt gegangen und da mussten wir etwas kreativ werden. Ansonsten war es aber ein rundum gelungener Sonntag. Tündern war ein toller Gegner, wir trinken jetzt noch gemeinsam ein Bierchen“, resümierte Dedeic und lobte überdies die Leistung von Schiedsrichter Günther Kunde.
Tore: 0:1 Leon Schürmann (6.), 1:1 Hakan Atangüc (10.), 2:1 Aldin Dedeic (27.), 2:2 Leon Schrader (68.), 3:2 Dedeic (81.), 4:2 Dedeic (84.).

SV Lachem – SV Germania Beber-Rohrsen 4:2

Der SV Lachem verteidigte im Gipfeltreffen mit Beber-Rohrsen die Tabellenführung! Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, das der Ligafavorit gegen die Germanen zu verrichten hatte. „Vor allem Beber-Rohrsens Torjäger Finn Langenstein war sehr stark. Er ist immer wieder in die Lücken gegangen, hat als Zielspieler fungiert und keinen Ball aufgegeben. Er wusste genau, wie er einen Körper einsetzen muss. Damit hat er uns ein ums andere Mal in Schwierigkeiten gebracht“, erklärte Lachems Trainer Mirko Majcan. Seine Mannschaft hatte den besseren Beginn in die Begegnung und führte bereits nach acht Minuten mit 1:0: Dennis Fulek war der Torschütze. „Leider hatten wir zwei angeschlagene Spieler, sodass wir den anfänglichen Druck nicht aufrecht erhalten konnten“, meinte Majcan. Nach dem Seitenwechsel stellte sich die Einwechslung von Christopher Stary als goldrichtig heraus: Der Angreifer traf zum 2:0 für Lachem (50.). Kurz darauf schlugen die Beber-Kicker jedoch in Person von Langenstein zurück – er setzte sich gegen beide Innenverteidiger durch und wurde letztlich durch ein Foul im Strafraum gestoppt. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst. Majcan: „Nach dem 1:2 hat Beber-Rohrsen noch einmal merklich Hoffnung geschöpft. Sie waren wie ausgewechselt.“ Nach einem langen Ball, einem Pass auf die Flügel und anschließender Flanke köpfte Langenstein nur fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer zum 2:2 ein. „Leider war das Tor abseitsverdächtig. Danach mussten wir uns erst wieder fangen, haben dann aber wieder druckvoll nach vorne gespielt und die Tore gemacht“, skizzierte Majcan den weiteren Spielverlauf. Dennis Fulek vollendete eine Passstafette zum 3:2 (65.), ehe Tolga Samsun mit einem Abstauber für die Entscheidung sorgte (81.). Überschattet wurde das Duell von zwei Verletzungen. Bei einem Kopfballduell rasselten zwei Spieler gegeneinander. „Wir wünschen beiden gute Besserung“, so Majcan, der einen  „verdienten Sieg“ seiner Elf sah: „Wir haben es nach dem 4:2 gut runtergespielt und freuen uns sehr über den Sieg.“ Die Herbstmeisterschaft ist hingegen noch nicht in trockenen Tüchern. Der FC Bad Pyrmont Hagen III kann aufgrund seiner Nachholspiele noch vorbeiziehen.
Tore: 1:0 Dennis Fulek (8.), 2:0 Christopher Stary (50.), 2:1 Finn Langenstein (58.), 2:2 Langenstein (63.),  3:2 Dennis Fulek (65.), 4:2 Tolga Samsun (82.).

SG Hamelspringe/Eimbeckhausen – TC Hameln 2:3 (0:1).

Der TC Hameln entführte drei Punkte aus dem Nordkreis und hat sich damit im Duell gegen die direkte Konkurrenz unter den Top Vier behauptet. „Ich mache den Jungs aber keinen Vorwurf. Die Moral war da. Nach der 1:4-Pleite gegen die SG Hastenbeck/Emmerthal war das ein Schritt in die richtige Richtung“, erklärte SG-Trainer Martin Witzel. Die Hausherren hatten im ersten Durchgang die Riesenchance auf das 1:0: Maik Vogt trat zum Elfmeter an, scheiterte jedoch in der 31. Minute an TC-Aushilfskeeper Patrick Meißner.  Im Gegenzug zeigten sich die Turnclubberer treffsicherer: Niklas Usadel lief alleine aufs Tor zu und zeigte keine Nerven – 1:0 (39.). Witzel ärgerte sich: „Da spekulieren wir auf Abseits gehen nicht mit letzter Konsequenz rein. Da fehlt uns einfach aktuell die Cleverness. Auf der anderen Seite war unser letzter Pass oft zu ungenau.“ Nach dem Seitenwechsel folgte das 0:2 sogleich: Bereits in der 47. Minute verpasste Michael Whitehead der Nordkreis-SG den nächsten Nackenschlag. „Danach haben wir noch einmal umgestellt und waren besser im Spiel“, so Witzel, der nach dem 1:2-Anschluss durch Niklas Koffmane noch einmal Hoffnung schöpfte. Jedoch wurden seine Träume innerhalb einer Minute zunichte gemacht – Whitehead erhöhte prompt auf 3:1. Die Spielgemeinschaft schlug zwar ebenfalls wieder postwendend in Person von Pascal Krüger mit dem 2:3 zurück, zu mehr reichte es aber nicht mehr. „Die Niederlage wirft uns nicht um. Der Trend zeigt wieder nach oben und wir erreichen hoffentlich bald wieder die Form vom Saisonbeginn“, zog Witzel sein Fazit.
Tore: 0:1 Niklas Usadel (39.), 0:2 Michael Whitehead (47.), 1:2 Niklas Koffmane (83.), 1:3 Whitehead (84.), 2:3 Pascal Krüger (85.).
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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