13.05.2022 10:10

2. Kreisklasse, Staffel 1


Siegsträhne vs. Hoffnung auf den „Fußballgott“: Wer behält im Keller die Oberhand?

Germania Beber-Rohrsen und Flegessen treffen zum Abstiegsgipfel aufeinander / SG Hamelspringe will in Brünnighausen „Reaktion zeigen“
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Beber-Rohrsen und Flegessen II kämpfen am Sonntag im direkten Aufeinandertreffen um den Klassenerhalt.

Von Robin Besser

TSV Brünnighausen – SG Hamelspringe/Eimbeckhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Für die SG Hamelspringe geht es am 14. Spieltag in der 2. Kreisklasse, Staffel 1 nach Brünnighausen. Die Gastgeber liegen derzeit vier Zähler hinter der SG und befinden sich somit noch immer in der Nähe der Abstiegsränge. Dessen ist sich auch Sprecher Robert Kügler bewusst: „Wichtig ist es, von Anfang an wach zu sein. Wir müssen punkten, um weiterhin den Abstand zum Tabellenkeller zu wahren. Aus dem schlechten Spiel in Bisperode letzte Woche nehmen wir positiv mit, dass wir aus einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt mitgenommen haben. Normalerweise war das ein Spiel, bei dem du auch vier Stunden hättest spielen können, und trotzdem kein Tor schießt. Aber wir haben etwas Zählbares mitgenommen, auch wenn wir uns mehr ausgemalt haben. Das müssen wir dieses Wochenende anders gestalten. Mit nur 15 Gegentoren hat Hamelspringe die zweitbeste Abwehr der Liga, daher wird es für unsere Stürmer ein wenig was zu tun geben.“ Verzichten muss der TSV am Sonntag auf Maximilian Reiss, Ralf und Udo Feuerhake sowie auf Daniel Glock. Auch SG-Trainer Martin Witzel erwartet eine Veränderung gegenüber der vergangenen Partie: „Es muss eine deutliche Leistungssteigerung zum Spiel gegen Beber her. Wir haben viel zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht und kämpferisch haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Wenn wir in Brünnighausen wieder so auftreten, wird es extrem schwierig, etwas mitzunehmen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigen wird. Wir wissen um die Tabellensituation und wollen deshalb etwas mitnehmen.“ Im ersten Aufeinandertreffen dieser Saison setzten sich die Witzel-Elf deutlich mit 4:0 durch.

SSG Marienau – TSV Bisperode II (Sonntag, 15 Uhr).

In Marienau treffen am Wochenende die beiden Extreme der Liga aufeinander. Auf Gastgeberseite steht mit der SSG Marienau der noch immer ungeschlagene Tabellenführer der Liga. Zu Gast ist auf der anderen Seite Bisperodes Zweitvertretung, die mit erst vier Zählern auf dem Konto einsam das Tabellenende belegt. Trotz der klaren Rollenverteilung im Ostkreisderby warnt SSG-Trainer Kai Lücke vor dem kommenden Gegner: „Das sind immer besondere Spiele. Ein Derby schreibt auch gerne mal seine eigene Geschichte. Wir wissen um die Stärken von Bisperode. Im Hinspiel (1:0-Sieg für Marienau, Anm. d. Red.) haben sie uns eindrucksvoll gezeigt, was mit einer kompakten Defensivleistung möglich ist. Wir hatten sehr viel Ballbesitz und einige gute Torchancen, aber es dauerte bis in die Schlussminuten, bis wir das erlösende Tor erzielt haben. Natürlich wollen wir unsere Serie fortsetzen und den Vorsprung auf Nettelrede möglichst ausbauen. Dass sich Bisperode aber längst noch nicht aufgegeben hat, zeigt das Ergebnis gegen Brünnighausen. Das sollte Warnung genug sein.“ Wie in den vergangenen Wochen muss die SSG wieder auf einige Leistungsträger verzichten. Bei Blau-Gelb sieht die Lage dagegen anders aus. Durch die Tabellenkonstellation könne man am Sonntag befreit aufspielen, wie TSV-Trainer Jens Giger deutlich macht: „In Marienau sind wir natürlich klarer Außenseiter. Aber gerade aus diesem Grund liegt der höhere Druck bei der SSG. Wir werden trotzdem alles versuchen, um die Punkte mit nach Bisperode zu nehmen.“

SV Germania Beber-Rohrsen – SG Flegessen II (Sonntag, 15 Uhr).

Für die Germania aus Beber-Rohrsen geht es am Sonntagnachmittag darum, den Trend der vergangenen Wochen beizubehalten. Dank der Erfolge bei den Spielgemeinschaften aus Hamelspringe (4:2) und Hastenbeck (5:2) hat sich der SV im Abstiegskampf der Staffel eindrucksvoll zurückgemeldet und gegen direkte Kontrahenten wichtige Punkte gesammelt. Mit Flegessens Zweitvertretung gastiert nun der nächste Mitstreiter im Kampf um den Klassenerhalt. „In den letzten beiden Spielen haben wir uns ein wenig Luft zum Atmen verschafft, wobei wir noch immer gefährlich nah an der Abstiegszone sind. Drei weitere Punkte gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf wären daher besonders wichtig. Auch wenn wir momentan in einer deutlich besseren Verfassung als in der Hinrunde zu sein scheinen, wird das kein leichtes Spiel. Wir haben mit einigen Ausfällen zu kämpfen und gegen Flegessen tun wir uns ohnehin oft schwer. Trotzdem wäre alles andere als ein Sieg für uns eine Enttäuschung und ein Rückschlag“, fasst Germania-Sprecher Lennerd Kühn die Ausgangslage der Partie zusammen. Auf der anderen Seite sind auch die Gelb-Grünen unter Zugzwang. Nach dem 2:2 gegen den Konkurrent SGHE würde man mit einem „Dreier“ ordentlich Druck auf die Konkurrenz aufbauen und zudem die Abstiegsränge vorübergehend verlassen. Das sieht auch SG-Trainer Markus Maihöfer so: „Wir wollen mindestens ein Unentschieden, um die Chance auf den Nichtabstieg zu wahren. Ein Sieg wäre dennoch wünschenswert. Wir fahren mit breiter Brust nach Beber. Allerdings schöpft der SV nun auch sein Potenzial aus, dass er in der Hinrunde liegengelassen hat. Für uns kann es nur über den Kampf gehen, denn Beber wird uns spielerisch überlegen sein. Wir hoffen, dass der Fußballgott am Wochenende mal auf unserer Seite ist, sodass wir uns einige Torchancen erspielen und vor allem auch verwerten werden. Dann ist vielleicht etwas Zählbares drin.“ Die Gäste haben vor der Partie jedoch die Ausfälle dreier Stammkräfte zu kompensieren.
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