12.06.2024 13:26

Bezirksliga-Relegation


Letzte Spiele der Vereinsgeschichte: Lauenstein für immer in den Bezirk?

Relegation am Samstag gegen Lehrte / „Mit Angst oder Bammel blicken wir nicht auf diese Spiele. Es ist pure Vorfreude“

Der MTV Lauenstein hofft auf den Bezirksliga-Aufstieg.

MTV Lauenstein – SV 06 Lehrte (Samstag, 16 Uhr).

Am Samstag startet für den Kreisliga-Vizemeister die Aufstiegsrelegation. Aus mehreren Gründen sind die anstehenden zwei Partien für die Ostkreisler historische Momente. Zum einen bestreitet Lauenstein die letzten beiden Spiele der Vereinsgeschiche, bevor am 01. Juli die Fusion mit dem WTW Wallensen zum FC Saale-Ith vollzogen wird. Zum anderen ist die Relegation als solche bereits etwas ganz Besonderes für den Verein. In der über 100-jährigen Vereinsgeschichte hat Lauenstein nur ein Jahr lang oberhalb des Kreises gespielt: in der Saison 1977/78.

Die letzte große Chance auf den Aufstieg in den Bezirk hatten die Lauensteiner im Jahr 2015. Doch rechneten die Verantwortlichen selbst nicht mit dem Höhenflug ihrer ersten Herren und buchten die Mannschaftsfahrt im Winter genau in die Phase, als der damalige Kreisliga-Vizemeister eigentlich in der Relegation spielen musste. Ohne Reiserücktrittsversicherung feierten zahlreiche Stammspieler also am Ballermann, während die „zweite Garde“ sich achtbar, aber letztlich auch chancenlos geschlagen geben musste.
Neun Jahre später hat das Team von Trainer Chris Wintel die Chance, sich für immer in den Bezirk zu verabschieden. Und diesmal stehen auch alle Mann zur Verfügung. Sie haben aus ihren Fehlern gelernt.

„Wir gehen das Spiel nicht anders an als sonst auch. Wir absolvieren ganz normal unsere beiden Trainingseinheiten“, sagt Trainer Chris Wintel. Der kommende Gegner tritt als Vizemeister der Kreisliga Region Hannover (Staffel 1) an. Zwar sind die Lehrter 13 Punkte hinter dem Heeßeler SV gelandet, jedoch auch 11 Punkte vor dem Rest der Liga. „Wir haben Lehrte zweimal beobachtet und wissen, was da auf uns zukommt. Darauf bereiten wir uns aktuell im Training vor. Sie sind technisch sehr stark und spielen dominanten Fußball. Wir haben aber auch ein, zwei Punkte gesehen, wo wir sie angreifen können“, sagt Wintel, ohne genauer auf vermeintliche Schwachpunkte eingehen zu wollen.

Personell haben die Lauensteiner keine Probleme. Der Kader ist soweit gut besetzt und auch die kurzfristige Verstärkung aus Wallensen steht zur Verfügung. „Toni Ivankivic ist nach seiner Verletzung rechtzeitig fit geworden und ist für uns eine echte Alternative. Auch Marcel Vönöky ist wieder dabei, da ist ein Kurzeinsatz im Bereich des Möglichen. Ansonsten sind alle fit, die zuletzt auch dabei waren“, verrät Wintel, der somit auf keine entscheidenden Akteure verzichten muss.

Motivieren muss der Übungsleiter niemanden mehr. „Vor zwei, drei Wochen hat man schon gemerkt, dass die Jungs sehr fokussiert sind und unglaublich viel Lust auf diese Bonusspiele haben. Wir wissen natürlich, was der Ausgang für eine Bedeutung hat, gehen das Ganze aber trotzdem locker an. Das sind die letzten Spiele des MTV Lauenstein, die gleichzeitig darüber entscheiden, wo der FC Saale-Ith in der nächsten Saison spielen  wird. Wir haben letztlich trotzdem nichts zu verlieren. Wir wollen einfach 180 Minuten lang alles aufbieten, was wir können“, unterstreicht Wintel. „Wir haben eine tolle Saison gespielt. In vielen Jahren wären wir mit unserer Ausbeute Meister geworden. Dieses Jahr hatten wir einfach das Pech, dass es mit Preussen Hameln eine Übermannschaft gab. Daher haben wir uns diese Spiele umso mehr verdient und betrachten es Highlight. Mit Angst oder Bammel blicken wir nicht auf diese Spiele. Es ist pure Vorfreude. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung unserer treuen Zuschauer, aber auch aus Wallensen.“

Je nach Ausgang des Spiels trifft Lauenstein am nächsten Dienstag oder Samstag auf den Bezirksligisten in der Runde: MTV Engelbostel-Schulenburg.
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Autor des Artikels

Jannik Schröder
Jannik Schröder
Jannik stieg nach seinem Praktikum vor einigen Jahren neben dem Studium als Freier Mitarbeiter bei AWesA ins Boot – und ist nach seinem Master-Abschluss in Germanistik und Geschichte seit Oktober 2015 Chefredakteur.
Telefon: 0176 - 6217 6014
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