31.05.2026 16:30

Regionalliga Frauen


Regionalliga-Abenteuer beendet - Lazerus beschert SVH letzten Ehrentreffer

„Die Mädels haben gelernt und gesehen, dass zum Traum ganz viel dazu gehört"
SV Hastenbeck Regionalliga Frauen verabschiedung
Hastenbecks Frauen verabschieden sich von dem Kapitel Regionalliga.

ATS Buntentor – SV Hastenbeck 3:1 (1:0).

Hastenbecks Regionalliga-Abenteuer endete mit einer 1:3-Niederlage beim ATS Buntentor. In der ersten Halbzeit präsentierten sich die Gastgeberinnen aus Buntentor zunächst griffiger. Eine Unstimmigkeit in der Hastenbecker Hintermannschaft wurde früh bestraft, als Paula Rösseling in der 14. Minute zur 1:0-Führung traf. Nach rund 25 bis 30 Minuten gelang es den Gästen jedoch, sich zunehmend aus dem Druck zu befreien und den einen oder anderen Konter zu setzen. Dabei rückte allerdings auch das Schiedsrichtergespann in den Fokus. „Es gab einige Abseitsentscheidungen, die teilweise sehr strittig waren“, erklärte Lity. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Alessya Ruhnow, deren Schuss an der Unterkante der Latte landete – doch auch diese Szene wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Lity sah die Unparteiischen kritisch: „Leider gab es ein paar merkwürdige Entscheidungen. Auch einige härtere Fouls wurden nicht geahndet. Generell hatte das Schiedsrichtergespann eine sehr unsichere Linie.“
Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie ausgeglichener, doch das Schussglück war an diesem Tag nicht aufseiten des SVH. Gleich dreimal trafen die Hastenbeckerinnen im weiteren Spielverlauf Latte und Pfosten. „Einmal landet der Abpraller uns sogar direkt vor den Füßen, aber das Glück war einfach nicht da“, bedauerte der Manager. Auch die Gastgeberinnen scheiterten mehrfach am Aluminium. Mitten hinein in eine kleine Hastenbecker Drangphase hinein agierte Buntentor kaltschnäuzig. Ein Konter wurde sauber zu Ende gespielt und nach einem Querpass von Nathalie Heeren zum 2:0 verwertet (55.). In der 69. Minute folgte die Vorentscheidung durch einen Strafstoß von Ylenia Sachau, den Lity als schmeichelhaft empfand: „Es gab einen Kontakt am Oberkörper zwischen Sophie Schäpsmeier und der Gegenspielerin, die fällt, und es gibt Elfmeter. Eine vergleichbare Situation auf der Gegenseite bei Laura Rischmüller ein paar Minuten später wurde aber nicht gepfiffen.“

Trotz des klaren Rückstands bewies das Team Moral. In der 83. Minute belohnte Marit Lazerus den Aufwand mit dem Anschlusstreffer zum 1:3, als ein Abpraller nach einem Standard bei ihr landete und sie erfolgreich abschloss. Zu einer Aufholjagd reichte es in der verbleibenden Spielzeit jedoch nicht mehr.

Mit dem Abstieg schließt sich für den SVH ein intensives Kapitel, aus dem der Verein dennoch viel Positives zieht. „Wir haben das Abenteuer Regionalliga angenommen, was für einen kleinen Dorfverein nicht selbstverständlich ist“, bilanzierte Lity. „Es ist zwar nicht so positiv ausgegangen wie erhofft, aber die Mädels haben gelernt und gesehen, dass zum Traum ganz viel dazu gehört.“ Als wesentlichen Faktor für das Abschneiden machte der Manager auch die personelle Situation aus: „Wir hatten unwahrscheinlich viel Verletzungspech, das konnten wir irgendwann auch von der Breite her nicht mehr kompensieren.“ Dennoch überwiegt der Blick nach vorn, denn die sportliche Entwicklung des Kaders stimme weiterhin. „Die Entwicklung ist da, wir nehmen ganz viel mit. Wir kannten die letzten drei Jahre nur himmelhoch jauchzen, jetzt haben wir auch die andere Seite der Medaille kennengelernt. Das heißt aber nicht, dass wir da nicht wieder hinwollen“, gab sich Lity abschließend kämpferisch.
SV Hastenbeck: Lustfeld, Dubiel, Schäpsmeier, Ruhnow, Vorpahl, Rischmüller, Langemann, Borcherding, Lazerus, Awuah, Keller – Fiedler.
Tore: 1:0 Paula Rösseling (14.), 2:0 Nathalie Heeren (55.), 3:0 Ylenia Sachau (69./Strafstoß), 3:1 Marit Lazerus (83.).
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Autor des Artikels

Robin Besser
Robin Besser
Robin kam am 01. August 2022 als fester Neuzugang ins Team AWesA, war zuvor als freier Mitarbeiter aktiv. Sein Herz schlägt für den Lokalsport und die Vereine im Weserbergland.
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