17.05.2026 15:57

Regionalliga Frauen


Disziplinierte Hastenbeckerinnen ohne Belohnung: Bremen II bricht den Bann per Doppelschlag

Töpfer-Doppelpack lässt Lity-Elf am Ende die Puste ausgehen
Sophie Schäpsmeier SV Hastenbeck
Das Bollwerk rund um Hastenbecks Sophie Schäpsmeier hielt lange stand. Am Ende musste sich der SVH dennoch geschlagen geben.

SV Hastenbeck - SV Werder Bremen II 0:2 (0:0).

Der SV Hastenbeck hat im letzten Heimspiel in der Frauen-Regionalliga eine bittere, aber am Ende leistungsgerechte 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen die Bundesliga-Reserve des SV Werder Bremen hinnehmen müssen. Gegen die spielstarken Gäste hielt die Mannschaft von Trainerin Bianca Lity lange Zeit leidenschaftlich dagegen, wurde in der Schlussphase jedoch für ihren hohen Aufwand nicht belohnt.
Die Hausherrinnen starteten hochdiszipliniert in die Begegnung und machten dem Favoriten das Leben von Beginn an schwer. „Ich fand uns heute sehr diszipliniert gegen den Ball. Wir haben versucht immer wieder Nadelstiche zu setzen“, erklärte Hastenbeck-Trainerin Bianca Lity nach dem Abpfiff. Besonders im ersten Durchgang ging der Matchplan voll auf. Die Defensive stand stabil und nach vorne setzten die Gastgeberinnen vereinzelte Akzente. „In der ersten Halbzeit haben wir das noch ein bisschen besser hingekriegt“, bilanzierte Lity mit Blick auf die Anfangsphase ihres Teams. Bremen II dominierte zwar das Spielgeschehen, fand jedoch kaum eine Lücke im Hastenbecker Abwehrbollwerk.

Nach dem Seitenwechsel machte sich jedoch der personelle Engpass der Heimelf bemerkbar. Mit einem stark dezimierten Kader angetreten, schwanden von Minute zu Minute die Kräfte. „Da hat man eben gemerkt, je länger das Spiel dauerte, bei gerade mal zwölf Spielerinnen im Kader, dass uns einfach ein bisschen die Puste ausgegangen ist“, so Lity. Bremen musste sich zwar weiterhin „ordentlich strecken“, blieb aber geduldig und nutzte schließlich die schwindende Konzentration der Hastenbeckerinnen eiskalt aus. In der 69. Spielminute war es Amelie-Sophie Töpfer, die die Bremerinnen erlöste und zum 0:1 traf. Was dann folgte, war ein bitteres Déjà-vu für den SVH. Nur zwei Minuten später schnürte Töpfer den Doppelpack und erhöhte auf 0:2 (71.). Ein Muster, das Hastenbeck bereits die gesamte Spielzeit über verfolgt. „Was uns diese Saison echt begleitet und was ich echt ein bisschen schade finde, wenn das erste Tor fällt, kassieren wir dann auch wirklich kurze Zeit später immer das zweite Tor“, ärgerte sich Lity über den prompten Doppelschlag.

Damit war die Vorentscheidung gefallen. „Dann war natürlich der Bann gebrochen und die Beine sind noch schwerer geworden und nach vorne ging gar nichts mehr“, gestand Lity. Trotz des unglücklichen Verlaufs zeigte sich die Trainerin mit dem Auftreten ihrer verbliebenen Kräfte in puncto Defensivarbeit absolut einverstanden: „Von der Disziplin, der Arbeit gegen den Ball, war das ordentlich heute. Bremen musste sich schon strecken, sie sind aber auch sehr geduldig geblieben. Das muss man anerkennen.“ Am Ende verbuchten die Gäste den Dreier, während Hastenbeck trotz großem Kampf mit leeren Händen dastand. Dennoch zeigte sich Lity als faire Verliererin: „Am Ende muss ich sagen, dass das Ergebnis so in Ordnung geht. Ich hätte mir natürlich das 0:0 irgendwie gewünscht. Das wollten wir schützen, es ist uns jetzt nicht gelungen. Aber gut, für Bremen geht es ja auch noch um wichtige Punkte im Abstiegskampf.“
SV Hastenbeck:Lustfeld, Dubiel, Schäpsmeier, Lorenz, Ruhnow, Rischmüller, Datta, Borcherding, Lazerus, Niemann, Awuah - Rein.
Tore: 0:1 Amelie-Sophie Töpfer(69.), 0:2 Töpfer (71.).

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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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