12.04.2026 16:03

Regionalliga Frauen


Hastenbeck sendet Lebenszeichen: Leidenschaftlicher Heimsieg gegen den HSV

SVH schlägt HSV-U20 in einem leidenschaftlichen Krimi
Hastenbeck Jubel
Durften spät über ihren zweiten Saisonsieg jubeln: Der SV Hastenbeck.

SV Hastenbeck – HSV U20 3:2 (1:0).

Erleichterung im Sparkassen Sportpark. In einem Spiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war, feierte der SV Hastenbeck den zweiten Saisonsieg in der Regionalliga. Gegen die Zweitvertretung des Hamburger SV setzte sich die Mannschaft von Trainerin Bianca Lity mit 3:2 durch und sendete damit ein Lebenszeichen im Abstiegskampf. Auch wenn der SVH weiterhin das Tabellenschlusslicht bildet, ist der Anschluss an das rettende Ufer (sieben Punkte Rückstand) verkürzt worden.

„Wir haben heute alles reingeknallt – offensiv wie defensiv. Wir haben uns diesen Sieg wahrlich erarbeitet“, atmete SVH-Sprecher Hendrik Lity nach dem Schlusspfiff tief durch. Von Beginn an war den Gastgeberinnen anzumerken, dass sie sich gegen die drohende sportliche Misere stemmen wollten. In der 24. Minute belohnte Laura Rischmüller den couragierten Auftritt: Nachdem sie sich den Ball stark erkämpft hatte, vollstreckte sie aus 16 Metern über die HSV-Torfrau hinweg zur 1:0-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hamburgerinnen den Druck. „Das Spiel lief so, dass wir etwas mehr aufs Verteidigen fokussiert waren. Der HSV hat den Ball gut laufen lassen, aber wir standen defensiv sehr stabil. Da haben sich die Gäste die Zähne ausgebissen“, analysierte Lity. Dennoch fiel in der 60. Minute der Ausgleich durch einen strammen Schuss von Helena Gavrilovic von der Strafraumkante nach einem vorangegangenen Abpraller. Hastenbeck zeigte sich jedoch unbeeindruckt und lauerte auf Fehler. In der 79. Minute spekulierte Joanna Vorpahl richtig, blockte einen Ball der gegnerischen Torhüterin und schob zur erneuten Führung ein.

Die Schlussphase wurde dann zum absoluten Nervenkrieg. Erst glichen die Hamburgerinnen per Kopfball von Mia Lotta Mohr nach einer präzisen Diagonalflanke erneut aus (83.), doch Hastenbeck hatte noch einen Pfeil im Köcher. In der 90. Minute wurde Alessya Ruhnow mit einem Steckpass auf die Reise geschickt. „Sie hat den Ball zwar nicht voll getroffen, aber er trudelte am Ende irgendwie ins Netz“, beschrieb Lity den umjubelten Siegtreffer.

„Am Ende geht der Sieg vom Willen und der Leidenschaft her absolut in Ordnung. Wir standen in der Kette sehr gut und haben viel weggeräumt. Das hat wieder gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen“, lobte Lity die geschlossene Mannschaftsleistung. Besonders die Atmosphäre beflügelte das Team in der Schlussphase: „Die Zuschauer sind voll mitgegangen, dann wurde es hier ein kleiner Hexenkessel.“ Trotz der schwierigen tabellarischen Lage gibt man sich in Hastenbeck kämpferisch. Lity stellte klar: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, aber mit dieser Einstellung geben wir uns noch nicht auf. Vielleicht leben Totgesagte ja wirklich länger. Wir haben noch viele direkte Duelle im Keller vor uns. Heute haben wir gesehen, was im Fußball alles möglich ist.“
SV Hastenbeck: Lustfeld, Schäpsmeier, Lity, Barthel, Ruhnow, Vorpahl, Rischmüller, Lazerus, Awuah, Keller, Dickhut.
Tore: 1:0 Laura Rischmüller (24.), 1:1 Helena Gavrilovic (60.), 2:1 Joanna Vorpahl (79.), 2:2 Mia Lotta Mohr (83.), 3:2 Alessya-Sophie Ruhnow (90.).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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