28.03.2026 17:56

Regionalliga Frauen


Trotz 1:3-Niederlage: Stolze Hastenbeckerinnen bieten Hamburg die Stirn

Lity: „Ergebnis ist schmeichelhaft für Victoria“ / SVH mit personellen Sorgen, aber viel Herz
Yolanda Awuah SV Hastenbeck
Trotz einer kämpferischen Leistung mussten sich Yolanda Awuah und der SV Hastenbeck geschlagen geben.

SC Victoria Hamburg – SV Hastenbeck 3:1 (2:0).

Der SV Hastenbeck musste am Wochenende die Heimreise aus der Hansestadt ohne Punkte antreten, doch trotz der 1:3-Niederlage gegen den SC Victoria Hamburg herrschte beim Team von Trainerin Bianca Lity keineswegs Trübsal. Unter schwierigen personellen Vorzeichen lieferte ihre Elf eine Leistung ab, die SVH-Sprecher Hendrik Lity sichtlich stolz machte. Dabei begann die Partie für die Gäste denkbar unglücklich. In der 17. Minute fasste sich Hamburgs Jara Schofeld ein Herz und traf zur Führung für die Gastgeberinnen. „Das 1:0 war ein Sonntagsschuss in den Winkel, absolut unhaltbar“, beschrieb Lity den frühen Rückstand. Doch wer dachte, die Hastenbeckerinnen würden sich verstecken, sah sich getäuscht. Trotz einer „Notelf“, die durch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft ergänzt wurde, hielt der SVH nicht nur dagegen, sondern erarbeitete sich hochkarätige Chancen. Das Pech blieb den Gästen jedoch treu: Gleich zweimal verhinderte das Aluminium (Pfosten und Latte) den verdienten Ausgleich. Stattdessen kam es vor der Pause noch dicker. In der 37. Minute zeigte die Schiedsrichterin auf den Punkt – Lisa-Kristin Behneke verwandelte den folgenden Strafstoß zum 2:0-Halbzeitstand. „Das zweite Gegentor resultierte aus einem sehr schmeichelhaften Elfmeter. Warum es zur Halbzeit 2:0 stand, wussten die Gastgeberinnen wahrscheinlich selbst nicht so genau“, ärgerte sich Lity über den Spielverlauf der ersten 45 Minuten.
Kurz nach dem Seitenwechsel schien die Messe dann gelesen: Nach einem Distanzschuss konnte die SVH-Hüterin Chantal Kirchner den Ball nur klatschen lassen, Celine Witt schaltete am schnellsten und staubte zum 3:0 ab (51.). Doch Hastenbeck bewies Moral. In der 78. Minute folgte der verdiente Lohn für den hohen Aufwand: Nach einem sehenswerten Diagonalball durch die „Gasse“ blieb Jian Schafe Bavi vor dem Tor eiskalt und verkürzte auf 1:3. Am Ende blieb es beim Sieg für Victoria Hamburg, den Hendrik Lity jedoch realistisch einzuordnen wusste: „Das Ergebnis ist schmeichelhaft für Victoria. Wir haben uns hier nicht versteckt. Mit der ‚vollen Kapelle‘ wäre hier heute sicher was drin gewesen.“ Dennoch überwog die Anerkennung für die gezeigte Leistung unter erschwerten Bedingungen: „Mit der heutigen Elf haben wir das sehr, sehr gut gemacht. Wir hatten einige aus der Zweiten dabei, die super dagegengehalten haben – Hut ab dafür! Ich bin stolz darauf, was wir hier geleistet haben und danke allen, die heute ausgeholfen haben.“
SV Hastenbeck: Kirchner, Dubiel (56. Schafe Bavi), Schäpsmeier, Lity, Wehmann (78. Z. Brinkmann), Rischmüller (57. N. Brinkmann), Langemann, Borcherding (78. Schadeck), Lazerus, Awuah, Dickhut.
Tore: 1:0 Jara Schofeld (17.), 2:0 Lisa-Kristin Behneke (37.), Celine Witt 3:0 (51.), 3:1 Jian Schafe Bavi (78.).
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Autor des Artikels

Konrad Voss
Konrad Voss
Im Lokalfußball ist er bekannt wie ein bunter Hund: daher war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann Tausendsassa 'Konni' den Weg zum Team AWesA finden würde. Die Antwort: Juli 2025.
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